Der europäische Automarkt verzeichnete im November einen Zuwachs von 2,1 Prozent bei den Neuzulassungen. Insgesamt wurden in der Europäischen Union 887.491 neue Pkw angemeldet. Dies setzt den positiven Trend des Jahres fort, auch wenn die Gesamtzahlen noch unter dem Niveau vor der Pandemie liegen.
Wichtige Erkenntnisse
- Der EU-Automarkt wuchs im November um 2,1 Prozent auf 887.491 Neuzulassungen.
- Batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs) erreichten einen Marktanteil von 16,9 Prozent.
- Tesla verzeichnete einen Rückgang der Neuzulassungen um 34 Prozent im November.
- Volkswagen bleibt Marktführer und legte um 3,5 Prozent zu.
- Die kumulierten Zulassungen des Jahres liegen um 1,4 Prozent höher als im Vorjahr.
Marktwachstum und Elektroauto-Boom
Im November 2024 wurden in der Europäischen Union 887.491 neue Personenkraftwagen zugelassen. Dies entspricht einem Anstieg von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der europäische Herstellerverband Acea bestätigte diese Zahlen aus Brüssel.
Dieser Zuwachs trägt dazu bei, dass in den ersten elf Monaten des Jahres insgesamt rund 9,86 Millionen Autos neu zugelassen wurden. Das bedeutet eine Steigerung von 1,4 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres.
Faktencheck: Neuzulassungen
- November 2024: 887.491 Pkw (+2,1%)
- Januar-November 2024: 9,86 Millionen Pkw (+1,4%)
Trotz der positiven Entwicklung der letzten Monate bleibt der Automarkt weiterhin hinter den Zahlen vor der globalen Pandemie zurück. Die Branche arbeitet daran, dieses frühere Niveau wieder zu erreichen.
Elektrofahrzeuge auf dem Vormarsch
Ein besonders auffälliger Trend ist der wachsende Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge (BEVs). Ihr Marktanteil stieg über die ersten elf Monate des Jahres von 13,4 Prozent auf beachtliche 16,9 Prozent. Dies unterstreicht die zunehmende Akzeptanz und Verfügbarkeit von Elektroautos in der EU.
Diese Entwicklung zeigt, dass Verbraucher in Europa verstärkt auf umweltfreundlichere Mobilitätslösungen setzen. Die Infrastruktur für Elektromobilität wird ebenfalls kontinuierlich ausgebaut, was diesen Trend weiter verstärkt.
„Der Anstieg des Marktanteils von Elektroautos auf fast 17 Prozent ist ein klares Zeichen für den Wandel in der Mobilität und das wachsende Umweltbewusstsein der Käufer“, kommentierte ein Branchenexperte die aktuellen Zahlen.
Tesla mit Rückschlag, Volkswagen behauptet Führung
Während der Gesamtmarkt für Elektrofahrzeuge wächst, erlebte der US-Hersteller Tesla im November einen deutlichen Rückgang. Das Unternehmen verzeichnete in der EU lediglich 12.130 Neuzulassungen, was einem Rückgang von 34 Prozent gegenüber November des Vorjahres entspricht.
Im bisherigen Jahresverlauf schrumpfte der Absatz von Tesla in der EU sogar um fast 39 Prozent. Dies könnte auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein, darunter verstärkter Wettbewerb und Lieferkettenprobleme.
Marktführer in der EU
Volkswagen bleibt der unangefochtene Marktführer in der Europäischen Union. Die Marken des Konzerns, zu denen auch Audi, Skoda und Seat gehören, legten im November im Jahresvergleich um 3,5 Prozent zu.
Andere deutsche Premiumhersteller zeigten gemischte Ergebnisse. Der BMW-Konzern konnte seine Zulassungen um vier Prozent steigern. Mercedes-Benz hingegen musste einen Rückgang von 3,8 Prozent hinnehmen. Porsche, ebenfalls Teil des VW-Konzerns, verzeichnete ein Minus von gut 28 Prozent.
Entwicklung der Automobilkonzerne
Der Stellantis-Konzern, zu dem Marken wie Peugeot, Citroën, Fiat und Opel gehören, zeigte eine stabile Entwicklung. Die Neuzulassungen stiegen leicht um 0,3 Prozent. Dies deutet auf eine konsolidierte Leistung über seine vielfältigen Marken hin.
- Volkswagen Gruppe: +3,5%
- BMW Konzern: +4,0%
- Stellantis Konzern: +0,3%
- Mercedes-Benz: -3,8%
- Porsche (VW Gruppe): -28%
- Tesla: -34%
Diese Zahlen spiegeln die dynamische und sich ständig verändernde Landschaft des europäischen Automarktes wider. Während einige Hersteller von der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen profitieren, stehen andere vor Herausforderungen, ihre Position zu behaupten oder auszubauen.
Ausblick auf die Zukunft
Die Automobilbranche blickt mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Einerseits treiben Innovationen und der Trend zur Elektromobilität den Markt voran. Andererseits belasten globale Unsicherheiten und wirtschaftliche Faktoren weiterhin die Gesamtentwicklung.
Experten erwarten, dass der Anteil von Elektroautos weiter steigen wird, da Regierungen und Hersteller verstärkt auf Nachhaltigkeit setzen. Die Wettbewerbsintensität wird voraussichtlich zunehmen, was die Hersteller dazu zwingt, kontinuierlich neue Modelle und Technologien zu entwickeln.
Die Branche muss sich auch mit der Frage auseinandersetzen, wie sie die Lücke zu den Vor-Pandemie-Zahlen schließen kann. Dies erfordert strategische Investitionen und eine Anpassung an die sich ändernden Verbraucherbedürfnisse.





