Volkswagen bereitet Berichten zufolge ein umfangreiches Sparprogramm vor. Das Ziel ist es, bis zum Jahr 2028 rund 60 Milliarden Euro einzusparen. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf schwierige Marktbedingungen, insbesondere in China und den USA.
Wichtige Erkenntnisse
- Volkswagen strebt Kostensenkungen von 60 Milliarden Euro bis 2028 an.
- Die Einsparungen sollen 20 Prozent der Kosten ausmachen.
- Hintergrund sind schwache Verkäufe in China und US-Zölle.
- Der Betriebsrat schließt Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen aus.
- Bereits laufende Effizienzprogramme haben zweistellige Milliardenbeträge eingespart.
Volkswagen reagiert auf Marktherausforderungen
Der Automobilhersteller Volkswagen plant laut Medienberichten ein massives Sparprogramm. Bis zum Jahr 2028 sollen die Kosten um 20 Prozent gesenkt werden. Dies entspricht einem Betrag von etwa 60 Milliarden Euro. Diese Maßnahme ist eine direkte Antwort auf die aktuellen Herausforderungen im globalen Automarkt.
Besonders die schleppenden Verkaufszahlen in China und die bestehenden US-Zölle belasten das Geschäft. Die bisherigen Sparbemühungen reichen nach Einschätzung des Managements nicht mehr aus, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Dies erfordert nun weitreichendere Schritte.
Faktencheck
- Ziel: 60 Milliarden Euro Einsparungen bis 2028.
- Prozentuale Senkung: 20 Prozent der Kosten.
- Gründe: Schwache Verkäufe in China, US-Zölle.
Betriebsrat lehnt Werksschließungen ab
Der Betriebsrat von Volkswagen hat sich klar zu den Berichten geäußert. Betriebsratschefin Daniela Cavallo betonte im internen Intranet des Konzerns, dass Werksschließungen nicht akzeptabel seien. Sie verwies auf eine bereits bestehende Einigung mit der Unternehmensleitung.
„Mit uns wird es keine Werksschließungen geben“, erklärte Daniela Cavallo. „Mit dieser Einigung haben wir Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen ausdrücklich ausgeschlossen.“
Diese Vereinbarung, der sogenannte „Dezember-Kompromiss“, wurde Ende 2024 erzielt. Sie sieht den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis zum Jahr 2030 vor. Dieser Abbau soll jedoch sozialverträglich erfolgen, hauptsächlich durch Altersteilzeit, Vorruhestand und Abfindungen.
Bestehende Vereinbarungen sichern Arbeitsplätze
Die Einigung von 2024 ist ein wichtiger Pfeiler für die Belegschaft. Sie schützt die deutschen Standorte vor betriebsbedingten Kündigungen. Der Betriebsrat sieht die aktuellen Berichte eher als eine Bestandsaufnahme der bereits laufenden Effizienzprogramme an, nicht als eine völlig neue Initiative.
Hintergrund: Der Dezember-Kompromiss
Ende 2024 einigten sich Volkswagen und die Gewerkschaft auf ein Sanierungsprogramm. Es umfasst den Abbau von 35.000 Stellen bis 2030 in Deutschland. Im Gegenzug wurden Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Der Stellenabbau erfolgt über freiwillige Maßnahmen wie Altersteilzeit und Abfindungen.
Bereits laufende Sparmaßnahmen
Volkswagen selbst reagierte zunächst zurückhaltend auf die Berichte. Ein Sprecher des Unternehmens verwies auf die bereits implementierten Sparprogramme bei allen Marken des Konzerns. Diese Programme haben bereits zu Einsparungen in zweistelliger Milliardenhöhe geführt.
Diese bisherigen Maßnahmen hätten dem Konzern geholfen, geopolitische Belastungen wie die US-Zölle abzufedern. Der Konzern bleibe dadurch auf Kurs. Konzernchef Oliver Blume wird am 10. März bei der Jahrespressekonferenz einen Zwischenstand zu den Sparbemühungen präsentieren.
Globale Herausforderungen erfordern Anpassung
Die Automobilindustrie steht weltweit vor großen Umbrüchen. Der Übergang zur Elektromobilität, steigende Rohstoffpreise und geopolitische Spannungen beeinflussen die Geschäftszahlen. Unternehmen wie Volkswagen müssen ihre Strategien anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
- China-Markt: Der größte Einzelmarkt für viele Automobilhersteller zeigt aktuell Schwächen.
- US-Zölle: Handelspolitische Maßnahmen beeinflussen die Exportkosten und Margen.
- E-Mobilität: Hohe Investitionen in neue Technologien und Produktionslinien sind erforderlich.
Trotz der Herausforderungen betonte der Sprecher, dass die bisherigen Maßnahmen erfolgreich waren. Die angekündigten weiteren Schritte sollen diese Erfolge verstetigen und Volkswagen für die Zukunft stärken.
Ausblick auf die Jahrespressekonferenz
Die Jahrespressekonferenz am 10. März wird detailliertere Informationen zu den Sparplänen und der finanziellen Lage des Konzerns liefern. Es wird erwartet, dass Oliver Blume die genauen Strategien und Ziele für die kommenden Jahre darlegen wird. Diese Veranstaltung ist entscheidend, um ein klares Bild der zukünftigen Ausrichtung von Volkswagen zu erhalten.
Investoren, Mitarbeiter und die Öffentlichkeit blicken gespannt auf die Präsentation. Die Balance zwischen Kostensenkungen und Investitionen in zukünftige Technologien wird dabei eine zentrale Rolle spielen.





