Tesla rollt den von xAI entwickelten KI-Assistenten Grok in mehreren europäischen Ländern aus. Besitzer von Tesla-Fahrzeugen mit AMD Ryzen-Prozessoren in Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz erhalten Zugang zu dieser neuen Technologie. Der Chatbot ermöglicht aktuell die Steuerung der Navigation und beantwortet Fragen basierend auf Echtzeitinformationen.
Wichtige Punkte
- Grok ist jetzt in neun europäischen Ländern verfügbar, darunter Deutschland und die Schweiz.
- Der KI-Chatbot steuert derzeit die Navigation und beantwortet Fragen in Echtzeit.
- Ein Premium-Konnektivitäts-Abonnement oder eine WLAN-Verbindung ist für die Nutzung erforderlich.
- Die Gespräche mit Grok bleiben anonym und werden nicht mit dem Fahrzeug verknüpft.
- Fahrzeuge benötigen einen AMD Ryzen-Prozessor, der seit Mitte 2021 verbaut wird.
Grok-Rollout in Europa
Tesla hat mit der Version 2026.2.6 seiner Fahrzeug-Software den KI-Chatbot Grok für europäische Kunden freigeschaltet. Dies betrifft eine Reihe von Ländern, darunter Großbritannien, Irland, Deutschland, die Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich, Portugal und Spanien. Weitere Länder sollen in Zukunft folgen.
Bisher konnten europäische Tesla-Fahrzeuge lediglich eine einfache Spracherkennung nutzen, um grundlegende Funktionen zu steuern. In den USA startete Grok bereits im Juli 2025 in Tesla-Fahrzeugen und hat sich dort etabliert.
Faktencheck Grok
- Start in den USA: Juli 2025
- Europäischer Rollout: Mit Software-Version 2026.2.6
- Verfügbare Länder: 9 Länder, weitere geplant
- Prozessor-Voraussetzung: AMD Ryzen (ab Mitte 2021)
Funktionsumfang und Einschränkungen
Derzeit liegt der Fokus von Grok in Tesla-Fahrzeugen auf der Navigation. Nutzer können dem Chatbot Navigationsbefehle geben oder bestehende Routen bearbeiten. Tesla bewirbt Grok auch damit, dass er Fragen auf Basis von Echtzeitinformationen beantworten kann.
Andere Fahrzeugsteuerungen, wie die Bedienung der Sitzheizung, Medienwiedergabe oder Scheibenwischer, werden von Grok zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht unterstützt. Die bereits bekannten Sprachbefehle für diese Funktionen bleiben jedoch weiterhin nutzbar.
„Grok kann Fragen anhand von Echtzeitinformationen beantworten und Navigationsbefehle hinzufügen oder bearbeiten.“
Personalisierung des KI-Assistenten
Nutzer haben die Möglichkeit, Grok an ihre Vorlieben anzupassen. Dazu gehören die Auswahl einer gewünschten Stimme sowie die Festlegung einer Persönlichkeit. Die Bandbreite der Persönlichkeitsoptionen reicht von einem „Storyteller“ (Geschichtenerzähler) bis zu „Unhinged“ (Aus den Fugen geraten), was eine individuelle Interaktion ermöglicht.
Hintergrund: xAI und Elon Musk
Grok wurde von xAI entwickelt, einem Unternehmen, das von Elon Musk gegründet wurde. Musk ist auch CEO von Tesla. Die Integration von Grok in Tesla-Fahrzeuge unterstreicht die Strategie, fortschrittliche KI-Technologien in seine Produkte zu integrieren und das Fahrerlebnis durch innovative Sprachsteuerung zu verbessern.
Konnektivität und Datenschutz
Für die Nutzung von Grok in einem Tesla-Fahrzeug ist eine sogenannte Premium-Konnektivität erforderlich. Dies ist ein monatliches Abonnement, das erweiterte Mobilfunk-Funktionen bereitstellt und etwa 10 Euro kostet. Alternativ kann Grok auch über eine WLAN-Verbindung genutzt werden, beispielsweise durch Smartphone-Tethering.
Ein wichtiger Aspekt ist der Datenschutz. Tesla betont, dass alle Unterhaltungen mit Grok anonymisiert werden und nicht mit dem jeweiligen Fahrzeug verknüpft sind. Dies soll die Privatsphäre der Nutzer gewährleisten.
Zugriff auf Grok
Nach der Installation des Updates erscheint Grok als eigenständige App im Launcher des Fahrzeugs. Alternativ kann der KI-Assistent auch durch langes Drücken der Sprachsteuerungstaste am Lenkrad aktiviert werden. Dies macht den Zugriff auf Grok intuitiv und einfach während der Fahrt.
- Abonnement: Premium-Konnektivität (ca. 10 Euro/Monat)
- Alternative: WLAN-Verbindung (z.B. Tethering)
- Datenschutz: Anonymisierte Gespräche, nicht mit Fahrzeug verknüpft
- Aktivierung: Über App-Launcher oder Sprachsteuerungstaste
Technische Voraussetzungen
Nicht alle Tesla-Fahrzeuge sind automatisch mit Grok kompatibel. Eine wesentliche technische Voraussetzung ist das Vorhandensein eines AMD Ryzen-Prozessors. Dieser Prozessor wird seit etwa Mitte 2021 in neuen Tesla-Fahrzeugen verbaut. Ältere Modelle ohne diesen Prozessor können Grok demnach nicht nutzen.
Die Einführung von Grok in Europa markiert einen weiteren Schritt in der Integration von künstlicher Intelligenz in moderne Fahrzeuge. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Funktionen der Chatbot in Zukunft erhalten wird und wie sich die Interaktion zwischen Mensch und Maschine im Fahrzeug weiterentwickelt.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Fahrzeug-Software und die Integration von KI-Assistenten wie Grok zeigen Teslas Ambitionen, das Fahrerlebnis durch intelligente und vernetzte Technologien zu revolutionieren. Die Verfügbarkeit in Europa ist ein wichtiger Meilenstein für diese Vision.





