Wer plant, ein Plug-in-Hybridauto zu kaufen und dabei auf staatliche Fördergelder hofft, sollte sich der aktuellen Unsicherheiten bewusst sein. Obwohl die Bundesregierung eine neue Kaufprämie angekündigt hat, sind entscheidende Details zur genauen Bemessungsgrundlage für die Förderung noch nicht abschließend geklärt. Dies betrifft insbesondere die Kriterien für den CO2-Ausstoß und die elektrische Reichweite.
Wichtige Punkte
- Förderung für Plug-in-Hybride und Range Extender zwischen 1500 und 4000 Euro.
- Genaue Bemessungsgrenze für CO2-Ausstoß und elektrische Reichweite noch unklar.
- Antragsstellung voraussichtlich erst ab Mai, gilt aber rückwirkend für Fahrzeuge ab Jahresanfang.
- Unterschiedliche WLTP-Werte könnten die Zahl der förderfähigen Modelle beeinflussen.
Unklare Förderbedingungen für Plug-in-Hybride
Das Bundesumweltministerium hat Details zur neuen Förderung von Elektroautos vorgestellt. Auch Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit sogenannten Range Extendern sollen finanzielle Unterstützung erhalten. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erweitern.
Die Unterstützung für diese Fahrzeugtypen kann zwischen 1500 und 4000 Euro liegen. Die genaue Höhe hängt von persönlichen Umständen und der Art des Fahrzeugs ab. Reine Elektroautos erhalten dabei eine höhere Förderung.
Faktencheck Förderung
- Plug-in-Hybride & Range Extender: 1500 bis 4000 Euro
- Reine Elektroautos: Stärkere Unterstützung
- Antragsstart: Voraussichtlich Mai 2024
- Rückwirkend: Für Zulassungen ab Jahresanfang 2024
Herausforderung bei der Antragsstellung
Die notwendige Internet-Plattform für die Antragstellung ist noch im Aufbau. Experten erwarten, dass Anträge voraussichtlich erst im Mai möglich sein werden. Es ist jedoch geplant, dass die Förderung rückwirkend für alle Fahrzeuge gilt, die ab dem Jahresanfang zugelassen wurden.
Kriterien für die Förderfähigkeit
Plug-in-Hybride und Autos mit Range Extendern sind nur dann förderfähig, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu gehört ein maximaler Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß von 60 Gramm pro Kilometer oder eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern.
„Die Förderrichtlinie wird derzeit ausgearbeitet und soll bis Ende Februar fertiggestellt sein. Zu den noch festzulegenden Details gehört auch die Bemessungsgrenze für die elektrische Reichweite.“
Sprecherin des Umweltministeriums
Was ist ein Range Extender?
Ein Range Extender ist ein kleiner Verbrennungsmotor, der nicht direkt die Räder antreibt, sondern einen Generator speist. Dieser Generator erzeugt Strom, um die Batterie eines Elektroautos aufzuladen und somit die Reichweite zu verlängern, wenn die Batterie leer ist.
Unklare Emissionswerte nach WLTP-Verfahren
Der CO2-Ausstoß von Fahrzeugen wird im WLTP-Testverfahren (Worldwide Harmonised Light-Duty Vehicles Test Procedure) ermittelt. Dieses Verfahren umfasst verschiedene Kategorien zur Erfassung der Emissionen. Hier liegt der Kern der aktuellen Unsicherheit.
Es ist noch nicht entschieden, welcher WLTP-Wert als Grundlage für die Förderung dienen soll. Eine Möglichkeit ist der kombinierte Wert. Dieser berücksichtigt auch längere Fahrten mit dem Verbrennungsmotor, beispielsweise auf Autobahnen.
Die Bedeutung des WLTP-Wertes
Eine Alternative wäre der WLTP-Wert, der primär Emissionen im Stadtverkehr erfasst. Im Stadtverkehr nutzen Fahrer von Plug-in-Hybriden tendenziell eher den schadstoffarmen Elektroantrieb. Die Obergrenze von 60 Gramm CO2 pro Kilometer könnte leichter zu erreichen sein, wenn der Wert für den Stadtverkehr als Grundlage dient. Dies würde potenziell mehr Modelle förderfähig machen.
Die Entscheidung über diese Bemessungsgrenze ist entscheidend für Automobilhersteller und potenzielle Käufer. Sie beeinflusst, welche Modelle überhaupt für die Prämie infrage kommen und wie viele Verbraucher letztlich von der staatlichen Unterstützung profitieren können.
Ausblick und Empfehlungen
Bis die Förderrichtlinie Ende Februar finalisiert ist, bleibt eine gewisse Unsicherheit bestehen. Verbraucher, die den Kauf eines Plug-in-Hybriden planen, sollten die Entwicklung aufmerksam verfolgen. Eine frühzeitige Beratung bei den Autohändlern kann helfen, die aktuellen Informationen zu verstehen.
Es ist ratsam, sich nicht ausschließlich auf die Prämie zu verlassen, sondern auch die langfristigen Kosten und den persönlichen Nutzen des Fahrzeugs zu berücksichtigen. Die Bundesregierung möchte mit der Förderung den Übergang zur Elektromobilität beschleunigen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Die genaue Ausgestaltung der Richtlinien wird zeigen, wie effektiv diese Ziele erreicht werden können und welche Auswirkungen dies auf den Markt für Plug-in-Hybride haben wird. Die Automobilbranche wartet gespannt auf die endgültigen Details.





