BMW hat einen umfangreichen Rückruf für zahlreiche Modellreihen gestartet. Grund ist ein potenziell defekter Magnetschalter im Starter, der im schlimmsten Fall zu einem Brand führen kann. Betroffen sind fast 28.600 Fahrzeuge allein in Deutschland.
Wichtige Punkte
- Defekter Magnetschalter im Starter kann Überhitzung und Brand verursachen.
- Betroffen sind knapp 28.600 Fahrzeuge in Deutschland.
- Modellreihen wie 2er, 3er, 4er, 5er, 6er, 7er, X3, X4, X5, X6 und Z4 sind involviert.
- Fahrzeughalter können ihre Fahrgestellnummer online prüfen.
- BMW rät, betroffene Autos nach dem Start nicht unbeaufsichtigt laufen zu lassen.
Umfangreicher Rückruf aufgrund interner Kontrollen
Der Münchner Automobilhersteller BMW hat einen bedeutenden Rückruf eingeleitet. Interne Überprüfungen haben ergeben, dass bei einer sehr hohen Anzahl von Startvorgängen in bestimmten Modellen Metallabrieb im Magnetschalter des Starters entstehen kann. Dieser Abrieb kann dann zu Kurzschlüssen führen, was wiederum eine Überhitzung des Bauteils zur Folge hat.
Im schlimmsten Fall besteht die Gefahr eines Fahrzeugbrandes. BMW nimmt diese potenzielle Gefahr sehr ernst und hat daher die notwendigen Schritte für einen Rückruf veranlasst, um die Sicherheit der Kunden zu gewährleisten.
Faktencheck: Rückrufzahlen
- Anzahl der betroffenen Fahrzeuge in Deutschland: Knapp 28.600
- Zeitraum der betroffenen Starter/Relais: Juli 2020 bis Juli 2022
Welche Modelle und Baujahre sind betroffen?
Der Rückruf betrifft eine breite Palette von BMW-Modellreihen. Dies umfasst Fahrzeuge, bei denen zwischen Juli 2020 und Juli 2022 entweder ein Starter-Relais nachgerüstet oder ein Anlasser aus diesem Zeitraum eingebaut wurde. Laut Informationen des ADAC sind in Deutschland fast 28.600 Fahrzeuge von diesem Problem betroffen.
Zu den involvierten Modellreihen gehören unter anderem:
- BMW 2er (G42, ab Baujahr 2021)
- BMW 3er (G20 und G21, ab Baujahr 2019)
- BMW 4er (G22, G23 und G26, ab Baujahr 2020)
- BMW 5er (G30 und G31, Baujahre 2017 bis 2024)
- BMW 6er (G32, Baujahre 2017 bis 2023)
- BMW 7er (G11 und G12, Baujahre 2015 bis 2022)
- BMW X3 (G01, Baujahre 2017 bis 2025)
- BMW X4 (G02, Baujahre 2018 bis 2025)
- BMW X5 (G05, ab Baujahr 2018)
- BMW X6 (G06, ab Baujahr 2019)
- BMW Z4 (G29, ab Baujahr 2018)
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Fahrzeuge dieser Baujahre betroffen sind, sondern nur jene, die in dem spezifischen Zeitraum ein entsprechendes Bauteil erhalten haben.
Prüfung der Fahrgestellnummer und weitere Schritte
BMW bietet eine einfache Möglichkeit für Fahrzeughalter, zu überprüfen, ob ihr Auto von diesem Rückruf betroffen ist. Über eine spezielle Webseite des Herstellers kann die Fahrgestellnummer des Fahrzeugs eingegeben werden. Dies ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Abfrage.
Die internen Rückrufnummern bei BMW lauten: 0012650600, 000012660600 und 000012670600, 000012680600. Zum aktuellen Zeitpunkt ist der Rückruf noch nicht in der Datenbank des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hinterlegt. Die entsprechende KBA-Nummer wird nachgereicht, sobald sie verfügbar ist.
„BMW empfiehlt, betroffene Autos nach dem Start nicht unbeaufsichtigt laufen zu lassen.“
Hintergrund: Warum Rückrufe wichtig sind
Fahrzeugrückrufe sind ein wichtiger Bestandteil der Produktsicherheit in der Automobilindustrie. Sie dienen dazu, potenzielle Mängel oder Sicherheitsrisiken zu beheben, die nach der Auslieferung eines Fahrzeugs entdeckt werden. Hersteller sind gesetzlich verpflichtet, solche Mängel zu beheben, um die Sicherheit der Insassen und anderer Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Dies schützt Verbraucher vor unvorhergesehenen Gefahren und erhält das Vertrauen in die Marke.
Was tun, wenn das eigene Fahrzeug betroffen ist?
Sollten Sie feststellen, dass Ihr BMW-Fahrzeug von diesem Rückruf betroffen ist, sollten Sie umgehend Kontakt mit Ihrem BMW-Servicepartner aufnehmen. Die Werkstätten sind darauf vorbereitet, die notwendigen Reparaturen durchzuführen. Diese Reparaturen sind für die Fahrzeughalter kostenlos.
Bis zur Durchführung der Reparatur rät BMW dringend dazu, das Fahrzeug nach dem Start nicht unbeaufsichtigt laufen zu lassen. Dies minimiert das Risiko einer Überhitzung oder eines Brandes, sollte der Magnetschalter tatsächlich betroffen sein.
Es ist ratsam, Termine frühzeitig zu vereinbaren, da aufgrund der hohen Anzahl betroffener Fahrzeuge mit Wartezeiten zu rechnen sein könnte. Die Sicherheit steht hier an erster Stelle, und BMW arbeitet daran, die betroffenen Fahrzeuge so schnell wie möglich zu überprüfen und gegebenenfalls zu reparieren.
Präventive Maßnahmen für Fahrzeughalter
- Prüfen Sie Ihre Fahrgestellnummer auf der BMW-Webseite.
- Kontaktieren Sie bei Betroffenheit umgehend Ihren BMW-Servicepartner.
- Lassen Sie das Fahrzeug bis zur Reparatur nicht unbeaufsichtigt nach dem Start.
- Achten Sie auf ungewöhnliche Gerüche oder Geräusche beim Startvorgang.





