Volkswagen präsentiert den neuen T-Roc, der als Nachfolger des bisherigen Erfolgsmodells antritt. Mit einer Länge von 4,37 Metern übertrifft er seinen Vorgänger um rund 10 Zentimeter. Dieses Wachstum zeigt sich deutlich im Innenraum, wo Passagiere mehr Platz und Komfort erwarten können. Trotz moderner Anpassungen bleibt der T-Roc im Kern ein konservatives SUV, das auf bewährte Stärken setzt.
Wichtige Neuerungen
- Der neue T-Roc ist 10 cm länger als das Vorgängermodell.
- Er bietet mehr Platz im Innenraum und einen größeren Kofferraum.
- Alle Motoren sind als Mildhybride mit Doppelkupplungsgetriebe ausgeführt.
- Das Infotainmentsystem wurde verbessert und läuft stabil.
- Ab dem kommenden Jahr sind zwei Vollhybrid-Varianten geplant.
Größer, Geräumiger, Komfortabler
Der neue VW T-Roc misst nun 4,37 Meter in der Gesamtlänge. Dies ist ein Zuwachs von etwa 10 Zentimetern im Vergleich zum Vorgängermodell. Diese zusätzlichen Zentimeter machen sich vor allem im Innenraum bemerkbar. Sowohl vorne als auch hinten gibt es mehr Bewegungsfreiheit für die Insassen.
Auch der Kofferraum profitiert von den neuen Dimensionen. Mit einem Volumen von 475 Litern bietet er ausreichend Platz für Gepäck und Einkäufe. Die Sitze, insbesondere in der von uns getesteten R-Line-Version, sind bequem. Sie bieten guten Seitenhalt und tragen zum Langstreckenkomfort bei. Eine optionale Massagefunktion erhöht den Reisekomfort zusätzlich.
Fakten zum Raumangebot
- Gesamtlänge: 4,37 Meter (+10 cm)
- Kofferraumvolumen: 475 Liter
- Mehr Beinfreiheit vorne und hinten
Innenraum: Funktionalität trifft auf bewährte Bedienung
Die Gestaltung des Innenraums ist an einigen Stellen bewusst schlicht gehalten. Dies beeinträchtigt jedoch weder die Verarbeitung noch die Funktionalität. VW setzt auf eine bewährte Bedienphilosophie. Jeder Fensterheber verfügt über einen eigenen Schalter, und die Tasten am Lenkrad sind physische Knöpfe statt berührungsempfindlicher Flächen. Dies sorgt für eine intuitive Handhabung.
Das induktive Ladepad für Smartphones ist leicht zugänglich. Das Infotainmentsystem läuft mit der stabilen Softwareversion 5.6 und lässt sich umfassend an persönliche Vorlieben anpassen. Die Wischfläche für Lautstärke und Temperatur ist beleuchtet, was die Bedienung bei Dunkelheit erleichtert. Die Türablagen sind mit Teppich ausgekleidet, und das mittlere Ablagefach bietet eine Gummieinlage für kleine Gegenstände. Einzig der Dreh-Drück-Steller zwischen den Sitzen, der verschiedene Funktionen steuern kann, könnte für manche Nutzer gewöhnungsbedürftig sein.
„Die Einrichtung selbst ist an einigen Stellen etwas schlicht geraten, an Verarbeitung oder Funktionalität aber gibt es kaum etwas zu beanstanden.“
Fahreigenschaften und Antriebsstrang
Unterwegs zeigt der T-Roc die typische VW-Routine in der Abstimmung. Die Bremse spricht präzise an und bietet einen klaren Druckpunkt. Auch die Lenkung arbeitet exakt und liefert sogar ein gewisses Maß an Rückmeldung, was in einem Fronttriebler nicht selbstverständlich ist. Das SUV ist zudem gut gedämmt, was zu einem ruhigen Fahrerlebnis beiträgt. Insgesamt bietet der neue T-Roc einen hohen Reisekomfort.
Alle Motoren sind an ein Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt und als Mildhybride konzipiert. Wir testeten den Basisbenziner, einen aufgeladenen 1,5-Liter-Vierzylinder mit 85 kW (115 PS) und 220 Nm Drehmoment. Obwohl der neue T-Roc über 150 kg schwerer ist als sein Vorgänger, bietet diese Einstiegsversion bereits eine solide Leistung. Der 48-Volt-Starter-Generator unterstützt mit bis zu 13 kW (18 PS) und 56 Nm im unteren Drehzahlbereich. Das Getriebe ist gut abgestimmt und wählt meist den passenden Gang.
Mildhybrid-Technologie
Die Mildhybrid-Technologie nutzt einen kleinen Elektromotor, um den Verbrennungsmotor beim Anfahren und Beschleunigen zu unterstützen. Dies reduziert den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen. Die Bremsenergie wird rekuperiert und in einer kleinen Batterie gespeichert.
Verbrauch und zukünftige Antriebe
Die 85-kW-Variante und die stärkere Ausbaustufe mit 110 kW (150 PS) zeigen im WLTP-Zyklus ähnliche Verbrauchswerte von 5,5 bis 6 Litern pro 100 Kilometer. Dies ist für ein brandneues Fahrzeug nicht außergewöhnlich sparsam. Im Vergleich zu rein batterieelektrischen Modellen wie dem Skoda Elroq (Test) hat der T-Roc in puncto Umweltbilanz und Energiekosten das Nachsehen, besonders wenn man geschickt lädt.
Ab dem kommenden Jahr plant VW, zwei Vollhybrid-Varianten für den T-Roc anzubieten. Diese sollen Systemleistungen von 100 kW (136 PS) und 125 kW (170 PS) aufweisen. Es bleibt spannend, wie Volkswagen diese Modelle preislich positionieren wird, um sie attraktiv zu gestalten.
Preise und Ausstattungsvarianten
Das Basismodell des neuen T-Roc startet bei knapp 31.000 Euro. Dieser Preis liegt auf dem Niveau eines vergleichbar ausgestatteten VW Golf. Die meisten Interessenten werden voraussichtlich mindestens eine Stufe höher einsteigen und die Ausstattungslinie „Life“ statt „Trend“ wählen. Die „Life“-Ausstattung bietet wichtige Extras, die den Komfort und die Funktionalität deutlich erhöhen.
Ausstattungsmerkmale „Life“ (serienmäßig):
- Lederlenkrad
- Höhenverstellung für den Beifahrersitz
- Klimaautomatik mit zwei Temperaturzonen
- Abstandstempomat
- Geteilte Rücksitzbank
- Rückfahrkamera
- Ladeschale für Mobiltelefone
- Alufelgen (statt Stahlfelgen)
Mit einer gängigen Ausstattung können die Preise für den T-Roc schnell Richtung 40.000 Euro und darüber hinaus steigen. Die Investition in eine höhere Ausstattungsvariante scheint angesichts der gebotenen Mehrwerte sinnvoll, da viele Komfort- und Sicherheitsfeatures erst dort serienmäßig enthalten sind.
Fazit: Evolution statt Revolution
Der neue VW T-Roc führt die Erfolgsgeschichte seines Vorgängers fort, ohne dabei grundlegend neue Wege zu beschreiten. Er bietet spürbare Fortschritte in Bezug auf Platzangebot und Komfort. Das Infotainmentsystem ist stabil und flexibel anpassbar. Volkswagen bleibt bewusst bei Verbrennungsmotoren, was angesichts der aktuellen Verkaufszahlen nachvollziehbar ist, jedoch nur eine Momentaufnahme darstellt.
Intern und extern wächst der Wettbewerb, insbesondere durch Elektroautos, die im täglichen Umgang in puncto Antriebseffizienz klare Vorteile bieten. Dennoch setzt VW darauf, dass der T-Roc seine Position im SUV-Segment behaupten kann, bis sich die Vorteile der Elektromobilität noch breiter durchgesetzt haben.





