Volkswagen gewährt einen ersten Einblick in das Interieur des kommenden ID.Polo. Nach anfänglicher Kritik an der Materialwahl und Software des ID.3 scheint der Hersteller aus den Fehlern gelernt zu haben. Der Innenraum des Kleinwagens kombiniert moderne Elemente mit einem cleveren Retro-Look und setzt auf verbesserte Benutzerfreundlichkeit.
Wichtige Punkte
- Der ID.Polo soll ab etwa 25.000 Euro erhältlich sein.
- VW setzt auf Stoffbezüge, um einen hochwertigen Eindruck zu vermitteln.
- Bedienungselemente wie Fensterheber und Lautstärkeregler kehren zu physischen Tasten zurück.
- Ein optionaler Retro-Look im Infotainmentsystem erinnert an den ersten VW Golf.
- Die Software des Infotainmentsystems zeigt sich stabil und reaktionsschnell.
Hochwertige Materialien trotz Preisvorgabe
Die Entwicklung des ID.Polo stand unter einem klaren Kostendruck, um einen Einstiegspreis von rund 25.000 Euro zu ermöglichen. Trotzdem sollte der Innenraum keinesfalls billig wirken. Volkswagen hat hierfür einen bewährten Ansatz gewählt: Zahlreiche Flächen sind mit Stoff bezogen.
Besonders in den höherwertigen Ausstattungsvarianten finden sich auch an den Seiten der Mittelkonsole weiche Textilien. Billiger Kunststoff tritt im ersten Kontakt kaum in Erscheinung. Dies trägt zu einem insgesamt hochwertigen Eindruck bei, der in dieser Preisklasse überrascht.
Faktencheck
- Einstiegspreis: Rund 25.000 Euro
- Materialwahl: Umfangreiche Stoffbezüge im Innenraum
- Ziel: Hochwertiger Eindruck bei gleichzeitiger Kosteneffizienz
Rückbesinnung auf intuitive Bedienung
Ein zentraler Kritikpunkt früherer ID-Modelle war die Bedienphilosophie. Mit dem ID.Polo vollzieht VW eine Kehrtwende und kehrt zu mehr Funktionalität zurück. Jeder Fensterheber erhält wieder eine eigene Taste, was die Bedienung erheblich vereinfacht.
Auch die Idee, Teile der Klimatisierung in den Lichtschalterblock zu verlagern, wurde verworfen. Die Lautstärke lässt sich nun wieder über einen klassischen Drehregler einstellen. Am Lenkrad finden sich eindeutig beschriftete Tasten, und eine Reihe von Schaltern unter den Lüftungsdüsen ermöglicht den direkten Zugriff auf wichtige Funktionen. Dieser Schritt hin zu mehr physischen Bedienelementen verbessert die Ergonomie deutlich.
„Die Entwickler haben sich reichlich Mühe gemacht, um eine Mischung aus Moderne und Retro zu schaffen, die funktioniert.“
Retro-Charme trifft auf moderne Technologie
Ein besonderes Highlight ist der optionale Retro-Look für das Kombiinstrument und Teile des Infotainmentsystems. Dieses Design zitiert den ersten VW Golf und verleiht dem Innenraum eine nostalgische Note. Der Leistungsmesser rechts zittert sogar leicht, wenn der Antrieb voll gefordert wird – ein liebevolles Detail.
Auf dem knapp 13 Zoll großen Touchscreen erscheint ein klassisches Radio mit Skala. Wer sein Smartphone verbindet, sieht sogar ein Kassettendeck. Selbst die Navigationskarte ist mit einem Falz versehen, der an Papierkarten erinnert. Diese Elemente schaffen eine einzigartige Atmosphäre, die Vergangenheit und Zukunft geschickt miteinander verbindet.
Hintergrund
Der erste Wurf des ID.3 stieß bei seiner Markteinführung auf Kritik, insbesondere hinsichtlich der Verarbeitungsqualität, Materialauswahl und Software. Volkswagen hat seitdem intensiv an Verbesserungen gearbeitet und verspricht, aus diesen Erfahrungen gelernt zu haben. Der ID.Polo soll dieses Desaster nicht wiederholen und von Anfang an überzeugen.
Stabile Software und individuelle Anpassung
Neben der haptischen Verbesserung überzeugt auch die Software des Infotainmentsystems. Sie hat einen Reifegrad erreicht, der die meisten Nutzungsanforderungen problemlos abdeckt. Bei ersten Tests zeigte sich das System stabil und reaktionsschnell.
Der Nutzer hat weiterhin die Möglichkeit, häufig genutzte Funktionen an die Oberfläche des Systems zu holen, was die tägliche Bedienung enorm erleichtert. Es glänzt nicht mit einer unüberschaubaren Funktionsvielfalt, doch die vorhandenen Funktionen scheinen gut umgesetzt zu sein. Intuitive Bedienung und Stabilität stehen hier im Vordergrund.
Vorteile des neuen Interieurs
- Verbesserte Materialanmutung durch Stoffbezüge.
- Rückkehr zu physischen Tasten für wichtige Funktionen.
- Optionaler, liebevoll gestalteter Retro-Look.
- Stabile und reaktionsschnelle Infotainment-Software.
- Individuelle Anpassungsmöglichkeiten für die Bedienung.
Der erste Eindruck des ID.Polo Interieurs ist positiv. Volkswagen scheint die Lehren aus der Vergangenheit gezogen zu haben und liefert einen Kleinwagen, der sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugen kann. Die Mischung aus modernen Akzenten und nostalgischen Details könnte ein Erfolgsrezept sein, um neue Käuferschichten anzusprechen.
Die konsequente Ausrichtung auf Benutzerfreundlichkeit und die sichtbare Anstrengung, ein wertiges Gefühl zu vermitteln, sind bemerkenswert. Es bleibt abzuwarten, wie sich der ID.Polo im Langzeittest schlagen wird, doch die Weichen für einen erfolgreichen Start scheinen gestellt.





