Skoda erweitert sein Elektro-SUV-Angebot um ein neues Topmodell: den Peaq. Das Fahrzeug übertrifft den Kodiaq in Größe und Innenraumangebot. Es verspricht eine Reichweite von bis zu 630 Kilometern und richtet sich an Kunden, die ein besonders geräumiges Elektroauto suchen. Mit neuen Bedienkonzepten und einer Fülle von Assistenzsystemen setzt der Peaq frische Akzente in Skodas Elektrostrategie.
Wichtige Fakten zum Skoda Peaq
- Länge von 4,87 Metern, größer als der Kodiaq.
- Verfügbar als Fünf- oder Siebensitzer.
- Kofferraumvolumen von 935 Litern (Fünfsitzer, bei verschobener Rückbank).
- Reichweite von bis zu 630 Kilometern mit der großen 86-kWh-Batterie.
- Preis startet bei voraussichtlich 49.900 Euro für das Basismodell.
- Neues Interieur mit 13,6-Zoll-Display und Sonos Soundsystem.
Ein Riese auf der Straße: Abmessungen und Raumangebot
Der neue Skoda Peaq setzt Maßstäbe in Sachen Größe. Mit einer Länge von 4,87 Metern überragt er sogar den bekannten Kodiaq. Dies deutet auf ein außergewöhnliches Platzangebot hin. Der Radstand beträgt beeindruckende 2,97 Meter, was im Innenraum spürbar wird.
Skoda ist bekannt dafür, den verfügbaren Raum effizient zu nutzen. Der Peaq dürfte sowohl auf den vorderen als auch auf den hinteren Sitzen reichlich Bewegungsfreiheit bieten. Er wird als Fünf- oder Siebensitzer erhältlich sein und spricht damit Familien sowie Vielfahrer an, die Wert auf Komfort legen.
Das Kofferraumvolumen des Fünfsitzers ist mit 935 Litern angegeben. Es ist jedoch zu beachten, dass dieser Wert möglicherweise bei maximal nach vorne geschobener Rückbank erreicht wird. Skoda hat noch keine genauen Angaben zum Volumen des Siebensitzers gemacht.
Interessanter Fakt
Das Ablagefach unter der vorderen Haube des Peaq bietet 37 Liter Stauraum. Dies ist vergleichsweise wenig, doch der Fokus liegt klar auf dem großzügigen Innenraum.
Modernes Interieur und neue Bedienkonzepte
Das Interieur des Peaq präsentiert sich hell und modern. Käufer können die Vordersitze mit Belüftung, Massagefunktion und einer elektrisch ausfahrbaren Beinauflage ausstatten. Die Rücksitze verfügen über eine Heizfunktion.
Skoda führt im Peaq einige Design- und Bedienänderungen ein. Die Türgriffe fahren nun aus, was die Aerodynamik verbessern und den Verbrauch senken soll. Das Kombiinstrument ist nicht mehr integriert, sondern als aufrechtes Display hinter dem Lenkrad positioniert. Der zentrale Bildschirm in der Mitte ist hochkant angebracht und misst 13,6 Zoll.
Das Infotainmentsystem basiert auf Android und erlaubt es Nutzern, die am häufigsten verwendeten Funktionen auf der Oberfläche zu platzieren. Unterhalb des Displays befinden sich physische Tasten für Temperatur und Gebläse sowie ein Drehregler für die Lautstärke. Die im Elroq und Enyaq vorhandene Wischfläche am unteren Rand des Displays entfällt im Peaq.
"Wir wollen unseren Kunden im Peaq ein intuitives und personalisierbares Bedienerlebnis bieten, das den Alltag erleichtert", so ein Sprecher von Skoda.
Neues Soundsystem und großes Glasdach
Für den guten Ton sorgt im Peaq ein Soundsystem von Sonos, das eine Verstärkerleistung von 755 Watt bietet. Allein der Doppelsubwoofer steuert 200 Watt bei.
Skoda bietet im Peaq das größte Glasdach seiner Geschichte an, mit einer Fläche von 2,1 Quadratmetern. Dieses ist vorerst nur in der Ausstattungslinie Sportline verfügbar und besteht aus neun Segmenten, die einzeln verschattet werden können. Eine Öffnungsfunktion wird es nicht geben.
Hintergrund: Skodas Elektrostrategie
Der Peaq ist Teil von Skodas umfassender Elektrostrategie, die eine breite Palette von E-Fahrzeugen umfasst. Ziel ist es, in verschiedenen Segmenten attraktive Elektroautos anzubieten und die Marke im Bereich der Elektromobilität zu stärken. Der Peaq positioniert sich dabei als Premium-Modell am oberen Ende des Portfolios.
Antrieb und Reichweite: Effizienz im Fokus
Der Skoda Peaq wird zunächst mit drei Antriebsvarianten und zwei Batteriegrößen angeboten. Das Basismodell verfügt über eine 59-kWh-NMC-Batterie (netto) und einen Heckmotor mit 150 kW (204 PS) Leistung sowie 350 Nm Drehmoment. Die WLTP-Reichweite liegt hier bei 455 Kilometern, der Verbrauch zwischen 14,9 und 17,6 kWh pro 100 km.
Die meisten Kunden bevorzugen erfahrungsgemäß größere Batterien. Daher wird eine 86-kWh-NMC-Batterie (netto) erhältlich sein, die eine Reichweite von 610 bis 630 Kilometern ermöglicht. Hier stehen zwei Antriebsoptionen zur Wahl:
- Heckantrieb mit 210 kW (286 PS)
- Allradantrieb mit 220 kW (299 PS) und einem zusätzlichen Asynchronmotor an der Vorderachse
Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h beträgt 7,1 Sekunden für den Hecktriebler und 6,7 Sekunden für das Allradmodell. Der Verbrauch liegt zwischen 15,1 und 18,6 kWh pro 100 km, je nach Antrieb und Ausstattung.
Ladeleistung und Bremsen
Der Peaq setzt auf ein 400-Volt-System. Die maximale Ladeleistung wird voraussichtlich bei etwa 200 kW liegen. Damit beteiligt sich Skoda vorerst nicht am Wettlauf um die höchsten Ladeleistungen, sondern konzentriert sich auf eine solide und alltagstaugliche Performance.
Interessant ist die Beibehaltung von Trommelbremsen an der Hinterachse. Skoda begründet dies damit, dass im Modus der stärkeren Rekuperation 95 Prozent aller Bremsvorgänge im Alltag über die Rekuperation abgedeckt werden und die Trommelbremsen in diesem Kontext ausreichend sind.
Eine Wärmepumpe ist auf dem deutschen Markt serienmäßig enthalten, ebenso wie die Vorkonditionierung der Batteriezellen. Der One-Pedal-Drive-Modus wird von Anfang an angeboten.
Assistenzsysteme und Preisgestaltung
Die Assistenzsysteme des Peaq entsprechen dem aktuellen Stand der Skoda-Modelle mit der Software 6.0. Dies umfasst Funktionen wie das ferngesteuerte Einparken, die Reaktion auf Ampeln und eine verbesserte Erkennung von Verkehrsschildern durch Online-Daten. Ein assistierter Spurwechsel soll per Update nachgereicht werden.
Der Einstiegspreis für das Basismodell des Skoda Peaq wird bei voraussichtlich 49.900 Euro liegen. Mit der großen Batterie und gängigen Extras dürfte der Listenpreis oft über 60.000 Euro erreichen. In diesem Preissegment herrscht ein starker Wettbewerb. Der Peaq spricht vor allem Kunden an, die ein sehr großzügiges Platzangebot wünschen und bereit sind, dafür einen entsprechenden Preis zu zahlen.
Der Skoda Peaq rundet die Modellpalette nach oben ab und zeigt, dass Skoda auch im Premium-Segment der Elektromobilität seine Position festigen möchte.





