Die Wahl des richtigen Wäschetrockners ist entscheidend, um langfristig Energiekosten zu senken und die Umwelt zu schonen. Während das Trocknen an der Luft die energieeffizienteste Methode bleibt, bieten moderne Geräte Komfort und Effizienz für Haushalte mit wenig Platz oder im Winter. Ein genauer Blick auf das Energielabel und die Gerätetechnik lohnt sich, um die optimale Entscheidung zu treffen.
Wichtige Erkenntnisse
- Wärmepumpentrockner sind die energieeffizienteste Wahl.
- Das Energielabel liefert wichtige Informationen zu Verbrauch und Leistung.
- Feuchtegesteuerte Geräte sparen Strom im Vergleich zu zeitgesteuerten Modellen.
- Regelmäßige Reinigung des Flusensiebs ist für Sicherheit und Effizienz unerlässlich.
- Die richtige Beladung und Schleuderzahl der Waschmaschine beeinflussen den Energieverbrauch erheblich.
Das Energielabel verstehen: Mehr als nur Buchstaben
Das EU-Energielabel für Wäschetrockner ist ein unverzichtbares Hilfsmittel beim Kauf. Es gibt nicht nur Auskunft über die Energieeffizienzklasse, sondern auch über weitere relevante Kriterien. Die Skala reicht von A (beste) bis G (schlechteste), wobei die meisten aktuell erhältlichen Geräte in Klasse C angesiedelt sind. Die früheren Plus-Klassen (A+, A++, A+++) gibt es in der neuen Kennzeichnung nicht mehr.
Fakten zum Energielabel
- Energieeffizienzklasse: Skala von A bis G.
- Stromverbrauch: Angegeben in kWh pro 100 Trocknungen im Eco-Programm.
- Kondensationseffizienz: Zeigt an, wie viel Wasser im Behälter landet (Klassen A-D).
- Geräuschpegel: Maximale Lautstärke in Dezibel (dB(A)).
- Füllmenge: Maximale Beladung in Kilogramm.
- Programmdauer: Laufzeit des Eco-Programms in Stunden und Minuten.
Ein QR-Code auf dem Label führt direkt zur europäischen Produktdatenbank EPREL. Dort sind zusätzliche detaillierte Informationen zum jeweiligen Modell abrufbar. Die Angabe des Stromverbrauchs bezieht sich auf 100 Trocknungszyklen, basierend auf dem Eco-Programm für Baumwollwäsche mit einer Ausgangsfeuchte von 60 Prozent und einer Endfeuchte von 0 Prozent. Diese Menge wird erreicht, wenn man etwa zweimal pro Woche trocknet.
Kaufentscheidung: Preis vs. Effizienz
Der Anschaffungspreis eines Wäschetrockners ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Langfristig spielen die Stromkosten eine wesentlich größere Rolle. Ein günstigeres Gerät mit geringerer Energieeffizienz kann über die Jahre deutlich höhere Betriebskosten verursachen als ein teureres, aber effizienteres Modell. Es ist ratsam, die potenziellen Stromkosten vor dem Kauf zu berechnen. Tools wie der Wäschetrockner-Rechner der Verbraucherzentralen helfen dabei, zwei Geräte direkt zu vergleichen und eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Hintergrund zur Kondensationseffizienz
Die Kondensationseffizienz, eingeteilt in Klassen von A (> 94 Prozent) bis D (< 82 Prozent), ist ein Indikator dafür, wie gut das Gerät die der Wäsche entzogene Feuchtigkeit sammelt. Eine hohe Kondensationseffizienz bedeutet, dass weniger Feuchtigkeit an die Raumluft abgegeben wird, was besonders in Wohnräumen oder bei schlechter Belüftung vorteilhaft ist. Bei Ablufttrocknern ist diese Angabe nicht relevant, da die feuchte Luft direkt nach außen geleitet wird.
Wärmepumpentrockner sind die klare Empfehlung
Die Verbraucherzentralen sprechen eine klare Empfehlung für Wärmepumpentrockner aus. Diese Technologie ist deutlich energieeffizienter als herkömmliche Kondenstrockner ohne Wärmepumpentechnik oder gar Ablufttrockner. Ablufttrockner gelten aufgrund ihres hohen Stromverbrauchs und der Notwendigkeit eines Abluftschlauchs nicht mehr als zeitgemäß.
Die richtige Größe und Steuerung
Das Fassungsvermögen des Trockners sollte an die Haushaltsgröße angepasst sein. Für Single- oder Zwei-Personen-Haushalte reicht ein Gerät mit bis zu 7 Kilogramm Füllmenge. Familien mit drei bis vier Personen benötigen in der Regel 8 Kilogramm, während größere Haushalte von 9 Kilogramm profitieren können.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Art der Steuerung. Feuchtegesteuerte Wäschetrockner sind effizienter, da sie den Trocknungsvorgang automatisch beenden, sobald der gewünschte Feuchtegrad der Wäsche erreicht ist. Zeitgesteuerte Geräte hingegen laufen oft länger als nötig, da sie nach einer voreingestellten Zeit abschalten, unabhängig vom tatsächlichen Trocknungsgrad der Wäsche. Dies führt zu unnötigem Stromverbrauch.
"Die Investition in einen feuchtegesteuerten Wärmepumpentrockner mag anfangs höher sein, rechnet sich aber durch die erheblichen Stromeinsparungen über die Lebensdauer des Geräts."
Geräuschpegel und Sicherheit
Der Geräuschpegel ist ein wichtiges Kriterium, besonders wenn der Trockner im Wohnbereich, wie Küche oder Bad, steht. Ein Gerät sollte hier nicht lauter als 65 Dezibel sein. Die genaue Angabe findet sich auf dem Energielabel. Eine geringe Lautstärke trägt maßgeblich zum Wohnkomfort bei.
Sicherheit und Energie sparen im Alltag
Um Energie zu sparen und gleichzeitig die Brandgefahr zu minimieren, gibt es einige einfache, aber effektive Tipps:
- Wäsche gut schleudern: Wählen Sie in der Waschmaschine die höchste Schleuderzahl (idealerweise 1.400 oder 1.600 Umdrehungen pro Minute), um so viel Wasser wie möglich zu entfernen.
- Wäsche sortieren: Trocknen Sie Wäschestücke mit ähnlichem Feuchtigkeitsgrad zusammen. Ein einzelnes feuchtes Teil kann den gesamten Trocknungsprozess unnötig verlängern.
- Trockner voll auslasten: Nutzen Sie das Fassungsvermögen des Geräts optimal aus, um Energie pro Kilogramm Wäsche zu sparen.
- Regelmäßige Reinigung: Reinigen Sie Flusensieb und Kondensator regelmäßig. Ansammlungen von Flusen und Staub können elektrische Komponenten überhitzen und Brandgefahr darstellen.
- Standort beachten: Stellen Sie den Trockner nicht auf Teppiche, um das Eindringen von Staub zu verhindern. Halten Sie die Lüftungsöffnungen frei.
- Keine Zeitschaltuhren: Schalten Sie Wäschetrockner niemals über Zeitschaltuhren oder fernsteuerbare Steckdosen ab. Am Ende des Trockengangs kühlen die Geräte die Wäsche ab. Wird dieser Prozess unterbrochen, kann sich die Wäsche, insbesondere bei älteren Modellen ohne Wärmepumpe, selbst entzünden.
- Pflegeetikett prüfen: Nicht alle Textilien eignen sich für den Wäschetrockner. Wolle kann einlaufen, und empfindliche Stoffe können beschädigt werden. Beachten Sie immer die Symbole auf dem Pflegeetikett.





