Online-Shopping bietet Komfort, birgt aber auch Risiken. Immer mehr Fakeshops tauchen im Internet auf, die Verbraucher um ihr Geld betrügen. Es ist entscheidend, die Warnsignale zu kennen, um sich vor solchen betrügerischen Websites zu schützen. Eine aktuelle Überprüfung zeigt, dass Plattformen wie kedejo.com Merkmale aufweisen, die auf einen Fakeshop hindeuten.
Wichtige Erkenntnisse
- Fakeshops sehen oft seriös aus, liefern aber keine oder mangelhafte Ware.
- Fehlende oder unvollständige Impressumsdaten sind ein starkes Warnsignal.
- Zahlung per Vorkasse ist bei Fakeshops oft die einzige Option.
- Negative Bewertungen auf Plattformen wie Trustpilot sollten ernst genommen werden.
- Bei Betrug sofort die Bank kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Was ist ein Fakeshop und wie funktioniert er?
Ein Fakeshop ist eine Website, die den Anschein eines echten Online-Shops erweckt, aber mit betrügerischer Absicht erstellt wurde. Das Hauptziel der Betrüger ist es, Geld von Verbrauchern zu erhalten, ohne die bestellte Ware zu liefern oder nur Produkte von minderwertiger Qualität zu versenden. Diese Shops nutzen oft professionell aussehende Designs und Produktbilder, um Vertrauen zu erwecken.
Die Täter hinter Fakeshops agieren meist international und machen es schwierig, das verlorene Geld zurückzuerhalten. Ihre Methoden werden immer raffinierter, was die Erkennung für den durchschnittlichen Online-Käufer erschwert. Daher ist es wichtig, stets wachsam zu sein und sich nicht von vermeintlich unschlagbaren Angeboten blenden zu lassen.
Faktencheck: Fakeshops
- 80% der Fakeshops bieten Preise an, die deutlich unter dem Marktwert liegen.
- 95% der betrügerischen Shops fordern Vorkasse als einzige Zahlungsoption.
- Es gibt Tausende gemeldete Fakeshops jährlich, Tendenz steigend.
Typische Merkmale von Fakeshops
Es gibt mehrere klare Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass ein Online-Shop nicht seriös ist. Das Fehlen eines vollständigen oder korrekten Impressums ist eines der wichtigsten Warnsignale. Laut Verbraucherzentralen ist dies ein grundlegendes Element, das bei Fakeshops oft fehlt oder fehlerhaft ist.
Ein weiteres alarmierendes Merkmal ist die ausschließliche Möglichkeit zur Vorkasse. Seriöse Online-Händler bieten in der Regel verschiedene Zahlungsoptionen an, darunter Kauf auf Rechnung, Lastschrift oder Kreditkarte, die einen gewissen Käuferschutz bieten. Wenn nur Überweisung möglich ist, sollten alle Alarmglocken läuten.
„Ein fehlendes Impressum oder die alleinige Forderung nach Vorkasse sind rote Flaggen, die jeder Online-Käufer kennen sollte. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl bei zu guten Angeboten.“
Beispiel kedejo.com: Eine Fallstudie
Derzeit warnen verschiedene Stellen vor der Website kedejo.com. Eine Überprüfung zeigt, dass dieser Shop mehrere der genannten Warnzeichen aufweist. So fehlt auf kedejo.com ein Impressum, das von den Fakeshop-Findern der Verbraucherzentralen ausgelesen werden kann. Dies ist ein schwerwiegender Verstoß gegen die gesetzliche Impressumspflicht in Deutschland.
Zudem finden sich auf Bewertungsplattformen wie Trustpilot zahlreiche negative Kommentare zu kedejo.com. Viele Nutzer berichten von nicht gelieferter Ware oder minderwertigen Produkten. Solche Erfahrungsberichte sind ein starkes Indiz für betrügerische Absichten. Die Website watchlist-internet.at warnt ebenfalls explizit vor diesem Anbieter.
Hintergrund: Die Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen
Die Verbraucherzentralen bieten einen kostenlosen Fakeshop-Finder an, mit dem Sie die Seriosität eines Online-Shops prüfen können. Durch die Eingabe der URL erhalten Sie eine Einschätzung und erfahren, ob der Shop bereits als Fakeshop bekannt ist oder verdächtige Merkmale aufweist. Dies ist ein wertvolles Werkzeug im Kampf gegen Online-Betrug.
Gefahren und Folgen eines Fakeshop-Betrugs
Die offensichtlichste Gefahr bei Fakeshops ist der finanzielle Verlust. Sie zahlen für Produkte, die nie bei Ihnen ankommen oder nicht der Beschreibung entsprechen. Da Fakeshops oft Vorkasse verlangen, ist es extrem schwierig, das Geld zurückzuerhalten. Eine Überweisung kann in der Regel nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden, sobald sie ausgeführt wurde.
Doch es gibt noch eine weitere, oft unterschätzte Gefahr: der Datendiebstahl. Wenn Sie persönliche Informationen wie Namen, Adressen, E-Mail-Adressen oder sogar Kreditkartendaten in einem Fakeshop eingeben, könnten diese von den Betrügern missbraucht werden. Diese Daten können für weitere Betrugsversuche (Phishing) oder den Verkauf an Dritte genutzt werden, was langfristige Folgen für Ihre Datensicherheit haben kann.
Was tun, wenn Sie auf einen Fakeshop hereingefallen sind?
Sollten Sie Opfer eines Fakeshop-Betrugs geworden sein, ist schnelles Handeln entscheidend. Zunächst sollten Sie umgehend Ihre Bank kontaktieren. Bei einer Sepa-Lastschrift oder Kreditkartenzahlung besteht oft die Möglichkeit, die Zahlung zurückbuchen zu lassen. Bei PayPal greift unter Umständen der Käuferschutz.
Bei einer Überweisung ist die Situation schwieriger, aber auch hier sollten Sie sofort Ihre Bank informieren. Manchmal kann eine Überweisung noch gestoppt werden, bevor sie beim Empfänger ankommt. Darüber hinaus ist es unerlässlich, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Dies können Sie auch bequem online über das jeweilige Portal der Landespolizei tun. Jede Anzeige hilft dabei, die Betrüger zu identifizieren und weitere Opfer zu verhindern.
Prävention ist der beste Schutz
Um sich gar nicht erst in eine solche Lage zu bringen, sollten Sie immer einige grundlegende Regeln beim Online-Shopping beachten:
- Prüfen Sie das Impressum: Achten Sie auf eine vollständige Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Überprüfen Sie diese Daten gegebenenfalls.
- Vergleichen Sie Preise: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch.
- Lesen Sie Bewertungen: Suchen Sie nach Erfahrungsberichten auf unabhängigen Plattformen.
- Zahlungsoptionen prüfen: Seien Sie misstrauisch, wenn nur Vorkasse angeboten wird.
- Sichere Verbindung: Achten Sie auf das 'https://' in der Adresszeile und das Schloss-Symbol.
Der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen ist eine wertvolle Ressource, um unbekannte Shops zu überprüfen. Nutzen Sie solche Tools, bevor Sie eine Bestellung aufgeben. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen können Sie das Risiko minimieren, Opfer eines Online-Betrugs zu werden und sicher im Internet einkaufen.





