Online-Shopping bietet Komfort, birgt aber auch Risiken. Immer wieder tauchen Fakeshops auf, die Kunden um ihr Geld betrügen. Ein aktuelles Beispiel ist der Shop hardloverz.com, vor dem Verbraucherzentralen und andere Warnlisten explizit warnen. Kunden berichten von nicht gelieferter Ware und Problemen bei der Kontaktaufnahme. Es ist entscheidend, die Anzeichen solcher betrügerischen Webseiten zu kennen, um sich zu schützen.
Wichtige Erkenntnisse
- Fakeshops wie hardloverz.com liefern oft keine Ware nach Bezahlung.
- Fehlende Impressumsangaben sind ein starkes Warnsignal.
- Vorkasse ist bei unbekannten Shops riskant.
- Bei Betrug sollte man sofort die Bank und die Polizei informieren.
Was Fakeshops sind und wie sie funktionieren
Ein Fakeshop ist eine Webseite, die bewusst darauf ausgelegt ist, seriös zu wirken, aber betrügerische Absichten verfolgt. Solche Shops sehen oft professionell aus und imitieren das Design echter Online-Händler. Ihr primäres Ziel ist es, Zahlungen für Produkte zu erhalten, die niemals versendet werden oder von extrem schlechter Qualität sind.
Die Betrüger hinter diesen Seiten nutzen die Anonymität des Internets, um ahnungslose Käufer zu täuschen. Sobald das Geld überwiesen ist, verschwinden die Shops oft oder sind nicht mehr erreichbar. Die Opfer stehen dann ohne Ware und ohne Geld da.
Faktencheck Fakeshops
- 80% der Fakeshops verlangen Vorkasse.
- Über 50% der Betrugsfälle betreffen nicht gelieferte Ware.
- Weniger als 10% der Opfer erhalten ihr Geld zurück.
Die Warnzeichen eines Fakeshops erkennen
Es gibt klare Indikatoren, die auf einen Fakeshop hindeuten. Das Fehlen eines vollständigen oder korrekten Impressums ist eines der wichtigsten Warnsignale. Gemäß deutscher Gesetzgebung muss jeder Online-Shop eine klare Anbieterkennzeichnung aufweisen, die Namen, Adresse und Kontaktmöglichkeiten enthält. Bei hardloverz.com beispielsweise konnte der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen kein gültiges Impressum auslesen.
Ein weiteres auffälliges Merkmal sind extrem günstige Preise. Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch. Preisnachlässe von 50 Prozent oder mehr auf Markenartikel sollten misstrauisch machen. Auch das Fehlen einer Widerrufsbelehrung oder einer gültigen Kontaktadresse sind rote Flaggen.
"Fehlende oder unvollständige Impressumsangaben sind ein klares Alarmsignal. Verbraucher sollten hier besonders vorsichtig sein." – Experte für Verbraucherschutz
Probleme mit hardloverz.com
Konkrete Berichte zu hardloverz.com zeigen, dass Kunden nach der Bezahlung keine Ware erhalten haben. Versuche, den Shop per E-Mail zu kontaktieren, blieben unbeantwortet. Dies ist ein typisches Muster von Fakeshops: Sie sind nach dem Geldeingang nicht mehr erreichbar.
Negative Bewertungen auf Plattformen wie Trustpilot bestätigen die unseriöse Geschäftspraxis. Solche externen Bewertungen sind oft ein guter Indikator für die Glaubwürdigkeit eines Shops.
Hintergrund: Der Fakeshop-Finder
Die Verbraucherzentralen bieten einen kostenlosen Fakeshop-Finder an. Mit diesem Tool können Nutzer die URL eines unbekannten Online-Shops überprüfen, bevor sie eine Bestellung aufgeben. Das Tool analysiert verschiedene Merkmale und gibt eine Einschätzung zur Seriosität ab. Es kann auch Bewertungen anderer Verbraucher anzeigen.
Gefahren und Risiken von Fakeshops
Die offensichtlichste Gefahr ist der finanzielle Verlust. Kunden zahlen für Produkte, die sie nie erhalten. Das Geld zurückzubekommen, ist oft sehr schwierig, insbesondere wenn ausschließlich Vorkasse angeboten wird. Eine Überweisung lässt sich in der Regel nicht rückgängig machen.
Darüber hinaus besteht die Gefahr des Datendiebstahls. Betrüger könnten persönliche Daten wie Namen, Adressen und Kreditkarteninformationen für weitere Betrugszwecke missbrauchen. Dies kann zu Identitätsdiebstahl oder Missbrauch von Zahlungsinformationen führen.
Typische Merkmale von Fakeshops
- Sehr günstige Preise, die unrealistisch erscheinen.
- Fehlendes, unvollständiges oder fehlerhaftes Impressum.
- Bezahlung nur per Vorkasse möglich, oft ohne alternative sichere Zahlungsoptionen.
- Fehlende oder unklare Widerrufsbelehrung.
- Keine oder falsche Kontaktadresse.
Was tun, wenn man auf einen Fakeshop hereingefallen ist?
Wenn Sie feststellen, dass Sie Opfer eines Fakeshops geworden sind, sollten Sie schnell handeln. Der erste Schritt ist, Ihre Bank zu kontaktieren. Bei einer SEPA-Lastschrift oder Kreditkartenzahlung gibt es oft Möglichkeiten, die Zahlung zurückzubuchen. Bei Bezahldiensten wie PayPal kann der Käuferschutz greifen.
Eine klassische Banküberweisung ist schwieriger rückgängig zu machen. Informieren Sie Ihre Bank trotzdem umgehend über den Betrugsfall. Darüber hinaus sollten Sie Anzeige bei der Polizei erstatten. Dies ist oft auch online über die jeweiligen Landesportale der Polizei möglich.
Sichern Sie alle Beweise: Screenshots des Shops, Bestellbestätigungen, Zahlungsnachweise und die gesamte Kommunikation mit dem Shop. Diese Dokumente sind wichtig für die Anzeige und mögliche Rückforderungen.
- Sofort die Bank kontaktieren und versuchen, die Zahlung zu stoppen oder zurückzuholen.
- Käuferschutz bei Bezahldiensten wie PayPal in Anspruch nehmen.
- Anzeige bei der Polizei erstatten (online oder persönlich).
- Alle relevanten Unterlagen und Kommunikationen als Beweismittel sichern.
Das Internet bietet viele Vorteile, aber auch Risiken. Wachsamkeit und das Wissen um die Warnsignale sind der beste Schutz vor Fakeshops. Nutzen Sie Tools wie den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen und verlassen Sie sich auf Ihr Bauchgefühl, wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein.





