Der Stellantis-Konzern bringt mit dem DS N°7 ein neues SUV auf den Markt. Das Fahrzeug basiert auf einer bekannten Plattform des Konzerns, soll aber durch seinen Premium-Anspruch und innovative Technik hervorstechen. Es wird sowohl mit Hybrid- als auch mit rein elektrischen Antrieben angeboten. Erste Auslieferungen sind für den Herbst geplant.
Wichtige Fakten
- Der DS N°7 ist das Nachfolgemodell des DS7 und misst 4,66 Meter in der Länge.
- Vier Antriebsoptionen zum Start: ein Hybrid und drei batterieelektrische Varianten.
- Die rein elektrische Reichweite beträgt bis zu 740 Kilometer nach WLTP.
- Besondere Ausstattungsmerkmale umfassen Matrix-Licht, Nachtsichtkamera und ChatGPT-Integration.
- Markteinführung ab Mai zur Vorbestellung, Auslieferungen im Herbst.
Ein luxuriöser Ansatz für eine bekannte Basis
DS, die 2014 gegründete Premiummarke von Stellantis, versucht erneut, sich im oberen Marktsegment zu etablieren. Der DS N°7 ist ein weiterer Versuch, eine bereits im Konzern bewährte technische Plattform mit einem gehobenen Anspruch zu verpacken. Das SUV misst 4,66 Meter in der Länge und hat einen Radstand von 2,79 Metern. Damit reiht es sich größenmäßig neben Modellen wie dem Skoda Enyaq oder dem Opel Grandland ein.
DS hebt die verbesserte Rundumsicht durch größere Fenster hervor. Optional gibt es ein großes Glasdach, das sich im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr öffnen lässt. Der Innenraum wartet mit Details auf, die den Premium-Charakter unterstreichen sollen. Dazu gehört ein warmer Luftstrom, der auf Wunsch in den Nacken geleitet wird. Der Innenspiegel bietet die Wahl zwischen einem klassischen Spiegelbild und einer Kameraansicht von der Heckscheibe, was die Sicht bei dachhoher Beladung aufrechterhält.
Interessanter Fakt
Der DS N°7 integriert ChatGPT für eine verbesserte Sprachsteuerung und verfügt über eine Nachtsichtkamera, die Lebewesen bis zu 300 Meter weit erkennen kann. Dies soll die Sicherheit, besonders auf nächtlichen Landstraßen, erheblich steigern.
Innovative Technik und Sicherheitsmerkmale
Das Matrix-Licht des DS N°7 soll bis zu 540 Meter weit leuchten und Verkehrsschilder weniger stark blenden. Eine Kamera scannt weiterhin die Straße vor dem Fahrzeug, um die Dämpfer vorausschauend an Unebenheiten anzupassen. Die Verkehrsschilderkennung soll leistungsfähiger sein und vorausschauend arbeiten, ein Punkt, der in früheren Stellantis-Modellen Verbesserungspotenzial hatte. Die Integration von ChatGPT verspricht eine deutlich intuitivere Sprachsteuerung.
Die Nachtsichtkamera, die Infrarotsensoren nutzt, ist ein ungewöhnliches, aber potenziell sehr nützliches Feature. Sie kann Lebewesen in bis zu 300 Metern Entfernung erkennen, was die Sicherheit bei Fahrten im Dunkeln erheblich erhöhen könnte. Solche Technologien unterstreichen den Anspruch von DS, moderne Features anzubieten, die über den Standard hinausgehen.
"Die Kombination aus Komfort-Features und fortschrittlichen Sicherheitstechnologien soll den DS N°7 von anderen Modellen abheben und ein einzigartiges Fahrerlebnis bieten."
Vier Antriebsoptionen zum Marktstart
Der DS N°7 startet mit vier verschiedenen Antriebsoptionen: einem Hybrid und drei rein batterieelektrischen Varianten. Das Einstiegsmodell ist ein Hybrid mit einem 1,2-Liter-Dreizylinder-Motor, der eine Systemleistung von 107 kW (ca. 145 PS) liefert. Der WLTP-Verbrauch liegt hier bei 5,4 Litern pro 100 Kilometer. Die kleine Pufferbatterie ermöglicht eine Lastpunktverschiebung, wodurch der Verbrennungsmotor öfter im optimalen Wirkungsgradbereich arbeitet.
Ein stärkerer Plug-in-Hybridantrieb mit einer Traktionsbatterie von rund 20 kWh Energiegehalt ist für später geplant. Für die rein elektrischen Modelle stehen drei Varianten zur Verfügung:
- Basismodell (Frontantrieb): 169 kW (ca. 230 PS), Höchstgeschwindigkeit 190 km/h, 73,7 kWh Batteriekapazität, WLTP-Reichweite 543 km.
- Mittlere Version (Frontantrieb): 180 kW (ca. 245 PS), 97,2 kWh Batteriekapazität, WLTP-Reichweite 740 km.
- Top-Modell (Allradantrieb): 257 kW (ca. 350 PS), 97,2 kWh Batteriekapazität, WLTP-Reichweite 679 km.
Die rein elektrischen Antriebe versprechen ein angenehmeres Fahrerlebnis im Alltag. Aus Kostengründen setzt Stellantis beim primären Antrieb auf die Vorderräder.
Hintergrundinformationen
Die technische Basis des DS N°7 wird bereits in anderen Stellantis-Modellen verwendet. Dies ermöglicht es dem Konzern, Skaleneffekte zu nutzen und gleichzeitig mit der Marke DS ein höherwertiges Segment anzusprechen. Die Strategie zielt darauf ab, Kunden anzuziehen, die Wert auf Design, Komfort und fortschrittliche Technologien legen.
Ladeleistung und Langstreckentauglichkeit
Ein wichtiger Aspekt für Elektrofahrzeuge ist die Ladeleistung. Für die große 97,2 kWh Batterie verspricht DS, dass der Ladestand von 20 auf 80 Prozent in nur 27 Minuten erreicht werden kann. Die Spitzenladeleistung soll bei 160 kW liegen, wobei DS angibt, dass zwischen 20 und 55 Prozent Ladestand fast konstant 160 kW gehalten werden. Dies würde bedeuten, dass die Ladeleistung danach deutlich abfallen müsste.
Rechnerisch bedeutet dies eine durchschnittliche Ladeleistung von knapp 130 kW, um 58 kWh in 27 Minuten nachzuladen. Dies ist im Vergleich zum Wettbewerb solide, aber nicht überragend. Dennoch ist der DS N°7 für Langstrecken geeignet. Mit einer vollen Batterie sind realistisch über 400 Kilometer auf der Autobahn möglich, bevor der Ladestand auf 10 Prozent sinkt. Nach einer etwa halbstündigen Ladepause sind wieder 80 Prozent erreicht, was Strom für weitere gut 300 Kilometer bedeutet. So lassen sich Fahrten von 700 Kilometern mit einer einzigen längeren Pause entspannt bewältigen.
Ladezeiten im Überblick
- Große Batterie (97,2 kWh): 20% auf 80% Ladung in 27 Minuten.
- Spitzenleistung: 160 kW.
- Durchschnittliche Leistung (20-80%): ca. 130 kW.
Preise und Verfügbarkeit
Der DS N°7 kann ab Mai vorbestellt werden. Die ersten Auslieferungen sind für den Herbst dieses Jahres geplant. Angesichts des Premiumanspruchs von DS werden die Preise über denen vergleichbarer Modelle anderer Konzernmarken liegen. Für die Hybridversion ist mit Preisen ab etwa 40.000 Euro zu rechnen. Die Basisversion des rein elektrischen Modells könnte knapp 50.000 Euro kosten. Genauere Preisangaben werden voraussichtlich im April folgen.
Der DS N°7 positioniert sich als Alternative in einem wachsenden Segment der Premium-SUVs und soll mit seiner Mischung aus Design, Komfort und moderner Technik überzeugen. Der Marktstart wird zeigen, wie gut das Konzept von DS bei den Kunden ankommt.





