Volkswagen erwägt seit 2023 den Bau eines Audi-Werks in den USA. Doch aktuelle Zölle belasten den Konzern erheblich. Oliver Blume, der Chef des Volkswagen-Konzerns, machte deutlich, dass eine solche Investition unter den derzeitigen Bedingungen nicht finanzierbar ist. Die Belastung durch die Zölle hat das Unternehmen bereits Milliarden Euro gekostet.
Wichtige Punkte
- Audi plant seit 2023 ein Werk in den USA.
- US-Zölle machen die Investition derzeit unrentabel.
- Volkswagen fordert stabile Rahmenbedingungen und Kostenentlastungen.
- Der Konzern erlitt durch Zölle 2,1 Milliarden Euro Schaden.
- Gespräche mit der US-Regierung laufen, erbrachten aber noch keine Ergebnisse.
Zölle blockieren US-Investitionen von Audi
Der Bau eines Audi-Werks in den Vereinigten Staaten ist für Volkswagen eine strategische Überlegung. Oliver Blume, der Konzernchef, betonte jedoch, dass die aktuellen Handelsbarrieren die Pläne gefährden. Eine große zusätzliche Investition sei bei unveränderter Zollbelastung nicht finanzierbar, sagte Blume in einem Interview.
Die Unsicherheit hinsichtlich der Handelspolitik der US-Regierung unter Präsident Trump spielt dabei eine zentrale Rolle. Volkswagen benötigt kurzfristige Kostenentlastungen und langfristig verlässliche Rahmenbedingungen, um solche Projekte umzusetzen. Dies ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit einer Milliardeninvestition.
Faktencheck
- Audi denkt seit 2023 über ein US-Werk nach, ursprünglich wegen neuer Subventionen.
- Die US-Regierung übt Druck auf europäische Autobauer mit Zöllen aus.
- Der VW-Konzern wurde in den ersten neun Monaten 2025 mit 2,1 Milliarden Euro durch Zölle belastet.
Finanzielle Belastung durch US-Handelspolitik
Die Auswirkungen der US-Zollpolitik sind für den Volkswagen-Konzern bereits spürbar. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 beliefen sich die Belastungen durch Zölle auf 2,1 Milliarden Euro. Diese Zahlen verdeutlichen den finanziellen Druck, dem europäische Autobauer in den USA ausgesetzt sind.
Trotz dieser Herausforderungen verfolgt Volkswagen weiterhin eine „Vorwärtsstrategie“ für sein US-Geschäft. Der Konzern sieht deutliche Wachstumschancen in den Vereinigten Staaten. Allerdings muss der Ansatz schrittweise erfolgen, wie Blume betonte. Das frühere Ziel eines Marktanteils von zehn Prozent bezeichnete er als veraltet.
„Bei einer unveränderten Belastung durch die Zölle ist eine große zusätzliche Investition nicht finanzierbar. Was wir brauchen, sind kurzfristige Kostenentlastungen und langfristige verlässliche Rahmenbedingungen.“
Oliver Blume, CEO Volkswagen-Konzern
Gespräche mit der US-Regierung
Es gab bereits mehrere Gespräche mit der US-Regierung in Washington bezüglich des geplanten Audi-Werks. Auch Präsident Trump und sein Handelsminister Howard Lutnick waren an diesen Diskussionen beteiligt. Die benötigten Ergebnisse, die eine Investition wirtschaftlich attraktiv machen würden, blieben bisher jedoch aus.
Volkswagen fordert klare Vorteile für Unternehmen, die in den USA investieren und Arbeitsplätze schaffen. „Wer investiert, Arbeitsplätze und Wertschöpfung schafft, der muss auch Vorteile auf der Kostenseite haben“, so Blume. Der Konzern bleibt jedoch offen für Lösungen, die beiden Seiten zugutekommen.
Hintergrund der US-Subventionen
Die Idee eines Audi-Werks in den USA entstand 2023, als die Vereinigten Staaten neue Subventionen einführten. Diese sollten den Bau von Produktionsstätten im Land wirtschaftlich interessanter machen. Die Zölle haben diese positiven Anreize jedoch stark relativiert und die Kosten für europäische Hersteller erhöht.
Die US-Regierung versucht, die heimische Produktion zu stärken und die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Dies führt jedoch zu Spannungen mit wichtigen Handelspartnern wie der Europäischen Union.
Strategische Ausrichtung im US-Markt
Volkswagen plant, sein Geschäft in den USA auszubauen. Dieses Engagement ist Teil einer globalen Strategie. Der US-Markt gilt als einer der wichtigsten Wachstumsmärkte für den Konzern.
Die Marke Audi ist dabei ein zentraler Bestandteil dieser Wachstumspläne. Ein lokales Werk könnte Lieferketten verkürzen und die Anpassung an spezifische Kundenbedürfnisse erleichtern. Doch die aktuellen politischen Rahmenbedingungen stellen eine erhebliche Hürde dar.
Der Erfolg der „Vorwärtsstrategie“ hängt maßgeblich von einer Einigung in der Zollfrage ab. Ohne eine Reduzierung der Belastungen bleiben große Investitionen für den Volkswagen-Konzern unrentabel.
- Zölle: Hauptgrund für die Verzögerung der Investition.
- Gespräche: Dialog mit der US-Regierung läuft, aber ohne konkrete Ergebnisse.
- Wachstum: USA bleiben ein wichtiger Markt für Volkswagen.
- Kosten: Hohe Belastungen durch Zölle erfordern Entlastungen.
Die Situation zeigt, wie sehr geopolitische Entscheidungen globale Investitionspläne beeinflussen können. Volkswagen hofft auf eine baldige Klärung, um seine Expansionspläne in den USA vorantreiben zu können.





