Triumph erweitert seine erfolgreiche 400er-Modellreihe um ein viertes Modell: die Tracker 400. Dieses neue Motorrad bringt den Geist der Flat-Track-Racer auf die Straße und kombiniert eine sportliche Sitzposition mit einer leichten Leistungssteigerung. Es richtet sich an Fahrer, die eine agile Maschine mit markanter Optik suchen, die sowohl im Alltag als auch für sportliche Ausflüge geeignet ist.
Wichtige Fakten zur Triumph Tracker 400
- Basis ist die Triumph Speed 400, aber mit deutlichen Modifikationen.
- Deutlich sportlichere Ergonomie durch flacheren Lenker und höher positionierte Fußrasten.
- Der 398-cm³-Einzylinder leistet 42 PS, zwei PS mehr als die Speed 400.
- Serienmäßiger Flyscreen und neue 17-Zoll-Gussfelgen mit Pirelli MT60RS Reifen.
- Preis in Deutschland startet bei 6.695 Euro.
Erfolgsgeschichte der Triumph 400er-Reihe
Die 400er-Modelle von Triumph haben sich weltweit als Bestseller etabliert. Seit Produktionsbeginn Mitte 2024 wurden über 75.000 Einheiten der Speed 400, Scrambler 400 X und Scrambler 400 XC verkauft. Diese Maschinen werden bei Bajaj in Indien gefertigt und erfreuen sich nicht nur auf dem Subkontinent, sondern auch in Deutschland großer Beliebtheit. Ihr Erfolg basiert auf einer attraktiven Optik, einfacher Handhabung und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der lebendige 398-cm³-Einzylinder-Motor, der bereits in den anderen Modellen zum Einsatz kommt, überzeugt durch seine Leistungsentfaltung. Er fühlt sich kraftvoller an, als es die reine Papierform von 40 PS vermuten lässt. Die Neuzulassungen der 400er-Reihe tragen maßgeblich zum Wachstum der Marke Triumph bei.
Verkaufszahlen im Fokus
Die 400er-Modellreihe von Triumph hat seit Mitte 2024 über 75.000 Einheiten weltweit verkauft. Dies macht sie zur meistverkauften Baureihe der britischen Marke.
Design und Ergonomie: Eine Hommage an Flat-Track-Racer
Die Tracker 400 ist eine Weiterentwicklung der Speed 400, unterscheidet sich aber durch eine Reihe gezielter Modifikationen. Der Name „Tracker“ leitet sich von den „Flat Trackern“ ab, Motorrädern, die im Speedway-Sport auf losem Untergrund in Ovalkursen eingesetzt werden. Triumphs Interpretation ist jedoch für den Straßeneinsatz optimiert.
Besonders auffällig ist der Lenker: Er ist 23 mm breiter und 134 mm flacher als bei der Speed 400. Dies führt zu einer sportlicheren Sitzposition, bei der die Ellenbogen weiter außen liegen und der Oberkörper leicht nach vorne geneigt ist. Die Fußrasten wurden ebenfalls angepasst; sie wanderten 86 mm nach hinten und 27 mm nach oben, was die sportliche Ausrichtung zusätzlich betont.
Auch der Tank wurde überarbeitet. Er behält sein Volumen von 13 Litern, ist aber gestrafft und trägt einen großen „Tracker“-Schriftzug. Die Seiten des Tanks sind stärker eingebuchtet, um den Knien besseren Halt zu bieten. Die Sitzbank ist flacher und verfügt über eine abnehmbare Abdeckung für den Soziusplatz, wodurch die Sitzhöhe leicht auf 805 mm sinkt. Unterhalb der Sitzbank finden sich Schriftzüge, die an Startnummern erinnern und den Hubraum anzeigen.
"Die Tracker 400 bringt den rauen Charme der Flat-Track-Racer auf die Straße, ohne die Alltagstauglichkeit zu opfern. Die sportliche Ergonomie ist sofort spürbar und lädt zum aktiven Fahren ein." – Ein Motorradexperte äußerte sich zur neuen Triumph.
Weitere optische und funktionale Details
Das Heck der Tracker 400 wurde ebenfalls überarbeitet. Das Rücklicht ist kleiner als bei der Speed 400, der Sozius-Handgriff robuster und der Kennzeichenhalter kürzer. Auffällig sind die höher positionierten Sozius-Fußrasten, die eine Anpassung des Heckrahmens erforderten. Der Auspuff mit seinem übereinander angeordneten Doppelrohr-Endschalldämpfer auf der rechten Seite stammt von der Scrambler 400 X.
Ein kleiner Flyscreen über dem Rundscheinwerfer gehört zur Serienausstattung. Er bietet zwar keinen umfassenden Windschutz, trägt aber maßgeblich zur stylischen Optik bei. Das Cockpit kombiniert einen analogen Drehzahlmesser mit einem LC-Display für Geschwindigkeit und andere Informationen. Moderne TFT-Displays, wie sie bei vielen Konkurrenzmodellen zu finden sind, fehlen hier.
Was ist ein Flat Tracker?
Flat Tracker sind spezielle Motorräder für den Speedway-Sport, bei dem auf ovalen Strecken mit losem Untergrund gefahren wird. Sie zeichnen sich durch eine sportliche Geometrie und oft nur eine Hinterradbremse aus, die zum Driften in Kurven genutzt wird. Die Triumph Tracker 400 adaptiert diese Ästhetik für den Straßeneinsatz.
Fahrwerk und Motorisierung: Mehr Sportlichkeit
Die Federelemente der Tracker 400 sind identisch mit denen der Speed 400. Vorn beträgt der Federweg 140 mm, hinten 130 mm. Die Gabel ist nun schwarz eloxiert, was einen sportlicheren Akzent setzt. Am Vorderrad kommt die gleiche radiale Vierkolben-Bremse der Brembo-Marke Bybre zum Einsatz, die in Indien gefertigt wird.
Die Fahrwerksgeometrie wurde leicht angepasst: Der Radstand schrumpft um sechs Millimeter auf 1371 mm. Der Lenkkopf steht mit 65,6 Grad um zwei Grad steiler, während der Nachlauf von 102 auf 108 mm wächst. Diese Änderungen tragen zu einem agileren Fahrverhalten bei. Als einziges Assistenzsystem bietet die Tracker eine abschaltbare Schlupfregelung. Eine Anti-Hopping-Kupplung verhindert das Stempeln des Hinterrads beim Herunterschalten. Alle Lichtquellen sind mit LEDs ausgestattet.
Leistungssteigerung des Einzylinders
Der 398-cm³-Einzylinder-Motor der Tracker 400 leistet nun 42 PS, was einer Steigerung von zwei PS gegenüber den anderen 400er-Modellen entspricht. Diese Leistungssteigerung wurde durch ein schärferes Nockenprofil und eine angepasste Software erreicht. Die Höchstleistung wird nun bei 9000 statt 8000 Umdrehungen pro Minute erreicht. Das maximale Drehmoment bleibt bei 37,5 Nm, liegt aber erst bei 7500 Umdrehungen pro Minute an, 1000 Touren später als zuvor.
Diese Abstimmung bedeutet, dass Triumph bei der Tracker 400 den Fokus auf Spitzenleistung und Endgeschwindigkeit legt, was den Durchzug im unteren und mittleren Drehzahlbereich leicht beeinflusst. Die Höchstgeschwindigkeit dürfte die 150 km/h-Marke knacken, während die Speed 400 eine Höchstgeschwindigkeit von 148 km/h erreicht. Mit 173 Kilogramm wiegt die Tracker 400 drei Kilogramm mehr als die Speed 400.
Preis und Verfügbarkeit in Deutschland
Die Triumph Tracker 400 wird in Deutschland voraussichtlich ab Mai erhältlich sein. Sie wird in zwei Farbvarianten angeboten: „Phantom Black“ und „Aluminium Silver“. Der Startpreis liegt bei 6.695 Euro. Im Vergleich zur Speed 400, die rund 5.645 Euro kostet, bedeutet dies einen Aufpreis von 1.050 Euro für die spezifische Optik und die leichte Leistungssteigerung.
Trotz des Aufpreises bleibt die Tracker 400 ein attraktives Angebot in ihrer Klasse. Sie bietet eine einzigartige Kombination aus Retro-Design und moderner Technik, verpackt in einem handlichen und leistungsstarken Paket. Die Entscheidung, die Thruxton 400 nicht nach Deutschland zu importieren, während sie in Österreich und der Schweiz erhältlich ist, bleibt für viele Fans unverständlich.
- Verkaufsstart: Ab Mai in Deutschland.
- Farben: Phantom Black, Aluminium Silver.
- Preis: 6.695 Euro.
Die Tracker 400 ergänzt die Triumph 400er-Reihe um eine sportliche und optisch ansprechende Variante, die sowohl Einsteiger als auch erfahrene Fahrer ansprechen dürfte, die eine agile und charakterstarke Maschine suchen.





