Der italienische Hersteller Piaggio erweitert seine Nutzfahrzeugpalette um eine vollelektrische Version des beliebten Porter. Der neue Piaggio Porter NPE ist ab sofort als emissionsfreier Kleintransporter verfügbar und soll besonders in urbanen Gebieten seine Stärken ausspielen. Mit einer kompakten Bauweise und bemerkenswerter Nutzlast zielt das Fahrzeug auf den Einsatz in Innenstädten und engen Gassen ab.
Wichtige Fakten
- Piaggio Porter NPE ist eine batterieelektrische Version des Kleintransporters.
- Verfügbar als Pritsche, Kipper oder Kipper mit erhöhten Bordwänden sowie als Fahrgestell.
- Nutzlasten reichen von 730 kg bis zu 1050 kg (als Fahrgestell).
- Kompakte Breite von 1640 mm für enge Stadt- und Bergstraßen.
- 42-kWh-LFP-Batterie bietet eine Reichweite von bis zu 250 km (WLTP urban).
- Umfassende Sicherheitssysteme gemäß europäischer Standards.
Der Piaggio Porter NPE: Ein Überblick
Der Piaggio Porter ist seit Langem ein bekanntes Gesicht auf Italiens Straßen und in vielen Exportmärkten. Seine kompakten Abmessungen machen ihn ideal für Stadtzentren und Bergregionen. Mit der Einführung des Porter NPE als Zero-Emission-Transporter reagiert Piaggio auf die wachsende Nachfrage nach umweltfreundlichen Transportlösungen, insbesondere in Zonen, die für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zunehmend eingeschränkt werden.
Das neue Modell ist Teil der Porter NP6-Familie und behält die bewährten Vorteile der Baureihe bei. Dazu gehören eine hervorragende Manövrierbarkeit und eine für dieses Segment überdurchschnittliche Nutzlast. Diese Eigenschaften prädestinieren den Porter NPE für kommunale Dienste, Handwerksbetriebe und Lieferdienste in dicht besiedelten Gebieten.
Zahlen und Fakten zum Porter NPE
- Fahrzeugbreite: 1640 mm
- Verkehrsfläche: Nur 6,9 m² in kleinster Konfiguration
- Spitzenleistung Motor: 150 kW
- Dauerleistung Motor: 60 kW
- Spitzendrehmoment: 342 Nm
- Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Vielseitige Aufbauten für jeden Bedarf
Piaggio bietet den Porter NPE in drei neuen Werksausstattungsvarianten an. Kunden können zwischen einer Pritsche, einem Kipper oder einem Kipper mit erhöhten Bordwänden wählen. Diese Optionen ergänzen die klassische Version als Fahrgestell, das eine individuelle Anpassung an spezifische Kundenwünsche erlaubt. Die Ladeflächen der Werksausstattungen bestehen aus einer galvanisierten und pulverbeschichteten Stahlstruktur.
Die Seitenwände sind aus Aluminium gefertigt und lassen sich dreiseitig öffnen, was das Be- und Entladen erheblich erleichtert. Ein elektrohydraulisches Kippsystem, ausgestattet mit einem mobilen Bedienfeld, ermöglicht es dem Fahrer, den Kippvorgang präzise von außerhalb des Fahrzeugs zu steuern und zu überwachen. Dies erhöht die Sicherheit und Effizienz im Arbeitsalltag.
„Die Kompaktheit des Porter NPE in Kombination mit seiner hohen Nutzlast macht ihn zum idealen Partner für urbane Logistik und kommunale Aufgaben, wo emissionsfreier Betrieb immer wichtiger wird.“
Nutzlastkapazitäten im Detail
Die Nutzlasten variieren je nach Aufbau. Der Pritschenwagen bietet eine Nutzlast von 880 kg. Für den Kipper sind es 790 kg, während der Kipper mit erhöhten Bordwänden immer noch 730 kg transportieren kann. Die Ladefläche misst einheitlich 2800 mal 1620 mm. Die Bordwandhöhen betragen 400 mm beziehungsweise 600 mm bei der erhöhten Variante. Das Fahrgestell selbst ist für eine beeindruckende Nutzlast von bis zu 1050 kg ausgelegt, wobei das Gewicht des Aufbaus noch abgezogen werden muss.
Antrieb und Reichweite des Elektro-Transporters
Piaggio setzt beim Porter NPE auf eine bewährte Antriebslösung. Motor, Wechselrichter und Getriebe sind in einer kompakten Einheit zusammengefasst, die die Hinterachse antreibt. Diese Konfiguration gewährleistet auch bei voller Beladung und an Steigungen eine optimale Traktion. Mit einer Spitzenleistung von 150 kW und einem Spitzendrehmoment von 342 Nm erreicht der Porter NPE eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Diese Leistung ist für den primären Einsatzbereich in der Stadt und im Nahverkehr mehr als ausreichend.
Die Energieversorgung übernimmt eine 42 kWh fassende 350-Volt-LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat), die sicher zwischen den Chassis-Längsträgern platziert ist. Laut WLTP-Messungen erreicht ein Porter NPE mit Kastenaufbau bei 60 km/h eine urbane Reichweite von bis zu 250 km. Unter anderen Bedingungen wird eine Reichweite von 200 km angegeben. Eine serienmäßige Batterievorwärmung sorgt dafür, dass auch bei kalten Temperaturen die Ladevorgänge nicht unnötig verlängert werden.
Ladezeiten und Garantie
Im DC-Schnelllademodus kann die Batterie unter optimalen Bedingungen in nur 30 Minuten von 20 auf 70 Prozent geladen werden. Für das AC-Laden mit 11 kW werden etwa vier Stunden benötigt. Piaggio unterstreicht das Vertrauen in die Technologie mit einer Garantie von 8 Jahren oder 160.000 km auf den Akku.
Sicherheit und Komfort im Fokus
Der Piaggio Porter NPE ist mit einer Reihe moderner Sicherheitssysteme ausgestattet, die den Anforderungen der europäischen Verordnung GSR 661/2009/EG entsprechen. Dazu gehören unter anderem ein autonomes Notbremssystem (AEB), ein Spurhaltesystem (ELKS) und ein adaptiver Tempomat (ISA). Weitere Features wie eine Park-Kollisionswarnung (PCW), Reifendruck-Überwachung (TPMS) und eine elektronische Parkbremse (EPB) tragen zur umfassenden Sicherheit bei.
Auch die Fahrstabilität wird durch Systeme wie die elektronische Stabilitätskontrolle (ESC), Anhängerstabilisierung (TSM) und Schlupfregelung (TCS) optimiert. Ein aktiver Überrollschutz (ARP) sorgt für zusätzliche Sicherheit bei kritischen Fahrsituationen. Die Kabine des Porter NPE ist auf eine Breite von 1640 mm begrenzt, was seine Wendigkeit in engen Umgebungen unterstreicht. Trotz der kompakten Abmessungen bietet der Innenraum ein hohes Maß an Komfort, das vor einigen Jahren noch Pkw-Niveau entsprach.
Der neue Porter NPE ist ab sofort in verschiedenen Farboptionen erhältlich: klassisches Marmorweiß, auffälliges Bernsteinorange, frisches Jadegrün und das traditionelle Opalblau, das Piaggio-Transporter seit Jahrzehnten prägt.


