Die Deutschen zahlen immer häufiger mit Karte. Im Jahr 2025 ist die Anzahl der Kartenzahlungen in Deutschland deutlich angestiegen. Insgesamt wurden rund 14,5 Milliarden Transaktionen mit Karten abgewickelt. Dies entspricht einer Zunahme von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Kartenzahlungen machen mittlerweile einen erheblichen Anteil aller bargeldlosen Transaktionen aus. Sie liegen bei etwa 43 Prozent aller Zahlungen von Nichtbanken. Diese Entwicklung zeigt einen klaren Trend weg von Bargeld hin zu digitalen Zahlungsmethoden.
Wichtige Erkenntnisse
- 14,5 Milliarden Kartenzahlungen in 2025, ein Plus von 11 Prozent.
- Kartenzahlungen machen 43 Prozent aller bargeldlosen Transaktionen aus.
- SEPA-Instant-Überweisungen verdoppeln sich auf 680 Millionen Transaktionen.
- Anzahl der Geldausgabeautomaten sinkt um 3 Prozent.
- Bezahlterminals im Handel steigen um 11 Prozent auf 1,3 Millionen.
Kartenzahlungen dominieren den Alltag
Der Anstieg der Kartenzahlungen ist ein deutliches Zeichen für die fortschreitende Digitalisierung im deutschen Zahlungsverkehr. Immer mehr Verbraucher nutzen Debit- und Kreditkarten für ihre täglichen Einkäufe. Dies betrifft sowohl den Lebensmitteleinzelhandel als auch andere Branchen.
Die Bequemlichkeit und Geschwindigkeit der Kartenzahlung sind entscheidende Faktoren für diese Entwicklung. Viele Geschäfte bieten inzwischen kontaktlose Zahlungsmöglichkeiten an, was den Prozess zusätzlich beschleunigt und vereinfacht.
Faktencheck Zahlungsverkehr 2025
- Kartenzahlungen: 14,5 Milliarden (+11%)
- Lastschriften: 10,0 Milliarden (+1%)
- Überweisungen: 7,8 Milliarden (+3%)
- SEPA-Instant-Überweisungen: 680 Millionen (+102%)
Lastschriften und Überweisungen bleiben wichtig
Trotz des starken Wachstums bei Kartenzahlungen bleiben traditionelle Zahlungsmethoden wie Lastschriften und Überweisungen weiterhin relevant. Lastschriften wurden im Jahr 2025 rund 10,0 Milliarden Mal genutzt. Dies entspricht einem leichten Anstieg von 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Ihr Anteil an allen Zahlungen verringerte sich jedoch leicht von 31 Prozent auf 30 Prozent. Dies zeigt, dass andere Zahlungsmethoden schneller wachsen. Lastschriften sind besonders wichtig für wiederkehrende Zahlungen wie Mieten, Stromrechnungen oder Abonnements.
Überweisungen nahmen ebenfalls zu, und zwar um 3 Prozent auf 7,8 Milliarden Transaktionen. Ihr Anteil am gesamten Zahlungsverkehr lag bei etwa 23 Prozent. Überweisungen werden oft für größere Beträge oder für Zahlungen zwischen Privatpersonen und Unternehmen genutzt.
„Die Dynamik im Zahlungsverkehr ist ungebrochen. Besonders die Instant-Überweisungen zeigen, wie schnell sich neue Technologien durchsetzen können.“
Instant-Überweisungen erleben Boom
Eine besonders dynamische Entwicklung zeigten die SEPA-Instant-Überweisungen. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Sie stieg um beeindruckende 102 Prozent auf rund 680 Millionen Transaktionen. Das bedeutet, dass im Jahr 2025 knapp jede zehnte elektronisch ausgelöste Überweisung eine SEPA-Instant-Überweisung war.
Der Anteil dieser schnellen Überweisungen stieg von 4,9 Prozent im Vorjahr auf 9,4 Prozent. Auch der Wert der SEPA-Instant-Überweisungen nahm deutlich zu. Er erhöhte sich um 141 Prozent auf rund 610 Milliarden Euro. Diese Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung von Echtzeitzahlungen im modernen Finanzsystem.
Was sind SEPA-Instant-Überweisungen?
SEPA-Instant-Überweisungen ermöglichen es, Geld innerhalb weniger Sekunden – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr – von einem Konto auf ein anderes innerhalb des SEPA-Raums zu überweisen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Modernisierung des europäischen Zahlungsverkehrs.
Transaktionswerte und deren Verteilung
Beim Blick auf die Transaktionswerte zeigt sich ein anderes Bild. Überweisungen hatten mit rund 66 Billionen Euro weiterhin den größten Anteil an allen Zahlungen. Dies entspricht etwa 90 Prozent des gesamten Transaktionswerts. Dies liegt daran, dass Überweisungen oft für sehr hohe Beträge genutzt werden, beispielsweise im Unternehmensgeschäft oder bei Immobilienkäufen.
Lastschriften erreichten einen Wert von rund 6,2 Billionen Euro. Das ist ein Anteil von etwa 8 Prozent. Obwohl Lastschriften zahlenmäßig häufig sind, sind die einzelnen Beträge oft kleiner als bei Überweisungen.
Die Werte der Kartenzahlungen sind im Vergleich dazu geringer, da sie hauptsächlich für kleinere und mittlere Einkäufe verwendet werden. Dennoch trägt ihr hohes Transaktionsvolumen maßgeblich zum gesamten bargeldlosen Zahlungsverkehr bei.
Rückgang der Geldausgabeautomaten
Die Nutzung von Bargeld nimmt tendenziell ab, was sich auch in der Infrastruktur widerspiegelt. Die Zahl der im Inland von deutschen Zahlungsdienstleistern betriebenen Geldausgabeautomaten sinkt kontinuierlich. Zum Jahresende 2025 gab es noch rund 48.000 Geräte. Im Vorjahr waren es noch etwa 49.700.
Dies entspricht einem Rückgang von 3 Prozent. Auch die Zahl der Bankautomaten mit Überweisungsfunktion im Inland verringerte sich. Sie sank um 4 Prozent auf rund 21.700 Geräte. Dieser Trend zeigt, dass Banken und Sparkassen ihre Infrastruktur an die veränderten Nutzungsgewohnheiten der Kunden anpassen.
Infrastruktur im Wandel
- Geldausgabeautomaten: 48.000 (-3%)
- Bankautomaten mit Überweisungsfunktion: 21.700 (-4%)
- Bezahlterminals im Handel: 1,3 Millionen (+11%)
Mehr Bezahlterminals im Handel
Gleichzeitig steigt die Zahl der Bezahlterminals im Handel. Dies ist eine direkte Folge der zunehmenden Kartenzahlungen. Die Zahl der Terminals im Inland stieg um 11 Prozent auf rund 1,3 Millionen Geräte. Dies erleichtert es den Kunden, bargeldlos zu bezahlen und unterstützt den Trend zur digitalen Zahlung.
Der Handel reagiert auf die Kundenwünsche und investiert in moderne Zahlungsinfrastrukturen. Dies ist wichtig, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Kunden ein reibungsloses Einkaufserlebnis zu bieten. Die Verfügbarkeit von Terminals ist ein Schlüsselfaktor für die Akzeptanz von Kartenzahlungen.
Die Entwicklung im deutschen Zahlungsverkehr zeigt eine klare Verschiebung hin zu digitalen und schnellen Zahlungsmethoden. Während Bargeld weiterhin eine Rolle spielt, gewinnen Karten und Instant-Überweisungen immer mehr an Bedeutung. Die Anpassung der Infrastruktur ist eine logische Konsequenz dieser Veränderungen.





