Spearmint Energy, ein Entwickler und Betreiber von Batteriespeichern, hat die Standortgenehmigung für das Midwater Energy Storage Project erhalten. Dieses Großprojekt mit einer Kapazität von 150 MW/600 MWh befindet sich in Freeborn County, Minnesota, USA. Die Genehmigung wurde von der Minnesota Public Utilities Commission (MPUC) erteilt und markiert einen wichtigen Schritt für die Energiespeicherung in der Region.
Wichtige Fakten
- Spearmint Energy erhält Genehmigung für 150 MW/600 MWh Midwater Projekt.
- Standort ist Freeborn County, Minnesota, angrenzend an die Glenworth Umspannstation.
- Gesamtkapitalkosten von etwa 457 Millionen US-Dollar erwartet.
- Midwater ist Spearmints zweites genehmigtes Projekt in Minnesota.
- Design basiert auf Teslas Megapack 2XL Lithium-Eisenphosphat-Lösung.
Ein weiterer Meilenstein für Spearmint Energy in Minnesota
Die Entscheidung der MPUC, die Standortgenehmigung für das Midwater Energy Storage Project zu erteilen, ist ein bedeutender Erfolg für Spearmint Energy. Das Unternehmen plant, das Batteriespeichersystem (BESS) auf einer Fläche von 10 bis 20 Hektar privatem Land zu errichten. Dieses Land liegt strategisch günstig neben der Glenworth Umspannstation, nahe dem Minnesota Highway 65 in Freeborn County.
Das Midwater-Projekt ist nicht das erste seiner Art für Spearmint in Minnesota. Bereits 2025 wurde das 150 MW/600 MWh Snowshoe Energy Storage Project des Unternehmens in Olmsted County genehmigt. Dieses war das erste eigenständige Batteriespeicherprojekt, das im Bundesstaat zugelassen wurde. Die jüngste Genehmigung unterstreicht Spearmints Engagement und seine wachsende Präsenz im Energiespeichermarkt Minnesotas.
Faktencheck: Midwater Projektkosten
Die Gesamtkapitalkosten für das Midwater BESS-Projekt werden voraussichtlich rund 457 Millionen US-Dollar betragen. Die Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer des Projekts, einschließlich Arbeits- und Materialkosten, werden auf etwa 246 Millionen US-Dollar geschätzt.
Technologie und Finanzierung des Großprojekts
Das vorläufige Design des Midwater-Projekts sieht eine modulare Anordnung von Gehäusen vor. Diese basieren auf Teslas Megapack 2XL Lithium-Eisenphosphat (LFP) BESS-Lösung. Diese Technologie ist bekannt für ihre Effizienz und Langlebigkeit im Bereich der Energiespeicherung.
Die Finanzierung solcher Großprojekte erfordert erhebliche Investitionen. Spearmint Energy hat im letzten Monat eine erweiterte Kreditfazilität in Höhe von 325 Millionen US-Dollar gesichert. Partner bei dieser Finanzierung sind Nuveen Energy Infrastructure Credit, Elda River Capital Management, Harrison Street Asset Management und Aiga Capital Partners. Diese Mittel sollen das bestehende Portfolio des Unternehmens voranbringen, darunter die BESS-Projekte Tierra Seca (100 MW/200 MWh), Seven Flags (100 MW/200 MWh) und Revolution (150 MW/300 MWh).
„Die Genehmigung für Midwater ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Energiesicherheit und den Übergang zu sauberer Energie in Minnesota. Wir sind stolz darauf, unsere Projekte in diesem zukunftsweisenden Bundesstaat voranzutreiben.“
Frühere Finanzierungserfolge
Vor der jüngsten Kreditfazilität sicherte sich Spearmint bereits rund 450 Millionen US-Dollar Projektfinanzierung. Diese war für Red Egret bestimmt, ein 300 MW/600 MWh BESS-Projekt, das derzeit in Texas City, Texas, gebaut wird. Diese Finanzierungsrunden zeigen das Vertrauen der Investoren in Spearmints Strategie und die wachsende Bedeutung von Batteriespeicherlösungen.
Hintergrund: Virtuelle Kraftwerke in Minnesota
Im April genehmigte die MPUC eine Erweiterung des Capacity*Connect-Programms von Xcel Energy um 200 MW. Dieses Programm ist ein virtuelles Kraftwerk (VPP), das ein Netzwerk von unternehmenseigenen, gemeindebasierten BESS-Anlagen bereitstellt. Diese werden dann zu einem VPP zusammengefasst. Das Programm und die Entscheidung der MPUC waren umstritten, wobei einige Clean-Energy-Handelsgruppen Bedenken hinsichtlich des Designs äußerten. Die MPUC forderte von Xcel regelmäßige Statusberichte und eine unabhängige Überprüfung, um einen hohen Wert für die Verbraucher zu gewährleisten und das Engagement des Staates für den Übergang zu sauberer Energie aufrechtzuerhalten.
Die Rolle von Batteriespeichern im Energiemix
Batteriespeichersysteme wie das Midwater-Projekt spielen eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des Stromnetzes und der Integration erneuerbarer Energien. Sie können überschüssigen Strom speichern, der beispielsweise aus Solar- oder Windkraftanlagen erzeugt wird, und diesen bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen. Dies hilft, Schwankungen in der Stromversorgung auszugleichen und die Zuverlässigkeit des Netzes zu erhöhen.
Der Ausbau solcher Speicherkapazitäten ist unerlässlich, um die Klimaziele zu erreichen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Minnesota hat sich ehrgeizige Ziele für den Übergang zu sauberer Energie gesetzt, und Projekte wie Midwater tragen maßgeblich dazu bei, diese Ziele zu verwirklichen. Die Unterstützung durch staatliche Genehmigungsbehörden wie die MPUC ist dabei von großer Bedeutung.
- Netzstabilität: Batteriespeicher gleichen Schwankungen im Stromnetz aus.
- Erneuerbare Integration: Sie ermöglichen eine bessere Nutzung von Solar- und Windenergie.
- Klimaziele: Der Ausbau trägt zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei.
Die fortgesetzte Entwicklung und Genehmigung von Energiespeicherprojekten in Minnesota zeigt das wachsende Bewusstsein für die Notwendigkeit robuster Infrastrukturen für erneuerbare Energien. Spearmint Energy positioniert sich mit seinen Projekten als wichtiger Akteur in diesem dynamischen Markt.





