New Jersey hat umfassende Maßnahmen zur Förderung sauberer Energie und zur Senkung der Energiekosten beschlossen. Die Neuerung umfasst eine massive Erweiterung des Gemeinschaftssolarprogramms, neue Solaranlagen und die Unterstützung großer Batteriespeichersysteme. Diese Schritte sollen die Energieversorgung des Bundesstaates stabilisieren und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren.
Wichtige Eckpunkte
- Erweiterung des Gemeinschaftssolarprogramms um 3 GW.
- Genehmigung von drei Batteriespeicherprojekten mit 355 MW.
- Ausschreibung für weitere 645 MW Speicherkapazität.
- Neues schwimmendes Solarkraftwerk mit 10 MW am Wanaque Reservoir.
- Ziel: 3.750 MW neue Solarenergie bis 2026.
Massive Erweiterung des Gemeinschaftssolarprogramms
Die New Jersey Board of Public Utilities (NJBPU) hat eine historische Erweiterung des Gemeinschaftssolarprogramms genehmigt. Dieses Programm wird um 3 Gigawatt (GW) erweitert. Dies ist die größte Steigerung in der Geschichte des Bundesstaates.
Gemeinschaftssolarprojekte ermöglichen es Mietern und Hausbesitzern ohne eigene Dachanlagen, von Solarenergie zu profitieren. Besonders Haushalte mit niedrigem bis mittlerem Einkommen können so ihre Energiekosten senken. Bisher nahmen 37.000 Nutzer am Programm teil. Die Erweiterung könnte bis zu 450.000 weitere Teilnehmer erreichen.
Fakten zur Solarenergie
- 3 GW zusätzliche Solarkapazität.
- Davon 1.555 MW für den Energieversorger PSE&G.
- 300 MW sind speziell für Projekte auf Deponien vorgesehen.
- Potenzielle Teilnehmerzahl steigt von 37.000 auf 450.000.
Neue Solarprojekte und innovative Ansätze
Neben der Erweiterung des Gemeinschaftssolarprogramms hat die NJBPU drei Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtleistung von 24,1 MW im Rahmen des Competitive Solar Incentive (CSI)-Programms genehmigt. Eines dieser Projekte ist besonders bemerkenswert.
Es handelt sich um eine 10 MW schwimmende Solaranlage am Wanaque Reservoir. Dieses Projekt wird nach Angaben der Behörde die größte schwimmende Solaranlage in den Vereinigten Staaten sein. Sie wird für die North Jersey District Water Supply Commission gebaut.
Hintergrund: Competitive Solar Incentive (CSI)
Das CSI-Programm vergibt Solar Renewable Energy Certificates (SRECs) an Projekte durch ein wettbewerbsorientiertes Ausschreibungsverfahren. Es ist ein zentraler Bestandteil von New Jerseys Ziel, bis 2026 insgesamt 3.750 MW neue Solarenergie zu installieren.
Vierte Runde des CSI-Programms gestartet
Eine vierte Runde des CSI-Programms ist bereits angelaufen. Diese Runde beinhaltet eine neue Tranche für Projekte ab 20 MW. Die Angebotsphase hat diese Woche begonnen und endet am 24. April 2026. Dies zeigt das Engagement des Bundesstaates für den Ausbau der Solarenergie.
Förderung von Batteriespeichersystemen
Parallel zum Solarausbau hat die NJBPU Anreize für drei große Batteriespeicherprojekte (BESS) genehmigt. Diese Projekte haben eine Gesamtleistung von 355 MW. Sie sind Teil der ersten Runde des Garden State Energy Storage Program (GSESP).
Diese Batteriesysteme sollen flexible, bedarfsgerechte Energie für das PJM-Netz bereitstellen. Sie tragen dazu bei, Engpässe in der Netzkapazität zu mildern. Die Nachfrage nach Strom steigt rasant, teilweise durch neue Rechenzentren. Dies belastet das Stromnetz und treibt die Preise in die Höhe. Energiespeicher sind hier eine wichtige Lösung.
„Solar- und Batteriespeicher sind die schnellsten und kostengünstigsten Wege, neue Stromerzeugung aufzubauen. Die heutigen Maßnahmen fördern die Ziele von Gouverneurin Sherrill für saubere Energie und setzen das Engagement des Vorstands fort, Erschwinglichkeit und die Förderung sauberer, innerstaatlicher Energieressourcen in Einklang zu bringen“, sagte Christine Guhl-Sadovy, Präsidentin der NJBPU.
Zweite Runde des GSESP eröffnet
Eine zweite Runde des GSESP wurde ebenfalls zur Ausschreibung eröffnet. Hier werden Angebote für zusätzliche Speicherkapazitäten von 645 MW eingeholt. Diese Tranche 2 steht eigenständigen BESS-Projekten sowie Solar-Plus-Speicher-Projekten offen, die nicht für andere staatliche Anreizprogramme in Frage kommen.
Die Maßnahmen reagieren direkt auf das schnelle Lastwachstum. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Stabilität und Erschwinglichkeit der Energieversorgung in New Jersey langfristig zu sichern.
Ziele und Auswirkungen
- 355 MW Batteriespeicher in der ersten Runde genehmigt.
- Ausschreibung für weitere 645 MW Speicherkapazität.
- Sicherung der Netzstabilität durch flexible Energiebereitstellung.
- Senkung der Energiekosten für Verbraucher.
Gouverneurin Sherrills Fokus auf Energieerschwinglichkeit
Gouverneurin Mikie Sherrill hat die Energieerschwinglichkeit zu einer Priorität ihrer Amtszeit gemacht. Kurz nach ihrem Amtsantritt Ende Januar unterzeichnete sie mehrere Anordnungen. Diese zielten darauf ab, die Energiekosten durch den Ausbau von Solar- und Speicheranlagen in New Jersey zu senken.
Die aktuellen Beschlüsse der NJBPU sind eine direkte Umsetzung dieser politischen Vorgaben. Sie zeigen, dass New Jersey entschlossen ist, den Übergang zu sauberer Energie voranzutreiben und gleichzeitig die wirtschaftliche Belastung für die Bürger zu minimieren. Der Bundesstaat setzt auf eine Kombination aus dezentraler Erzeugung und großer Speicherkapazität, um eine robuste und nachhaltige Energiezukunft zu schaffen.
Die Entwicklung in New Jersey könnte ein Modell für andere Bundesstaaten sein, die ähnliche Herausforderungen im Bereich Energieversorgung und Kosten bewältigen müssen. Der Fokus auf Gemeinschaftssolar und die Integration von Batteriespeichern sind innovative Ansätze zur Beschleunigung der Energiewende.





