Mercedes-Benz hat die C-Klasse umfassend überarbeitet. Die Modellpflege konzentriert sich vor allem auf technische Neuerungen, insbesondere das neue MB.OS Infotainmentsystem. Optisch gibt es nur dezente Anpassungen. Alle Motoren bleiben weiterhin elektrisch unterstützt.
Wichtige Punkte
- Neues MB.OS Infotainmentsystem mit Künstlicher Intelligenz
- Dezente optische Anpassungen an Front und Kühlergrill
- Weiterentwickeltes Matrix-Licht mit 40 Prozent größerem Leuchtfeld
- Alle Motoren weiterhin als Mild- oder Plug-in-Hybride verfügbar
- Plug-in-Hybride bieten bis zu 100 km elektrische Reichweite
- Bestellstart am 18. August, Preise ab 48.844 Euro
Technologie im Fokus: Das neue MB.OS System
Das Herzstück der Überarbeitung ist das modernisierte Infotainmentsystem MB.OS. Es soll den Alltag des Fahrers erleichtern. Eine integrierte Künstliche Intelligenz ermöglicht beispielsweise die Suche nach passenden Podcasts oder Musiktiteln direkt aus einem Gesprächskontext heraus. Das System kann diese dann auch sofort starten.
Darüber hinaus erweitert MB.OS seine Informationsdienste. Es zeigt nun Aktien- und Währungskurse sowie aktuelle Pistenbedingungen im Winter an. Der App-Store bietet mittlerweile über 40 verschiedene Programme. Ein verbessertes Soundsystem passt den Klang an die belegten Sitze an, was über die Gurtschlösser erkannt wird.
Faktencheck Infotainment
- MB.OS: Neues Infotainmentsystem
- Künstliche Intelligenz: Findet Musik und Podcasts aus Gesprächskontext
- Informationsdienste: Aktien, Währungskurse, Pistenbedingungen
- App-Store: Über 40 verfügbare Programme
- Soundsystem: Passt sich an Sitzbelegung an
Äußere Erscheinung und Beleuchtung
Die optischen Änderungen an der C-Klasse sind zurückhaltend. Die Frontpartie wurde leicht modifiziert, insbesondere im Bereich der Scheinwerfer. Der Kühlergrill zeigt eine neue Form und kann jetzt sogar leuchten. Mercedes-Benz führt auch frische Lackierungen in Silber und Grau ein, die das Design entweder elegant oder charaktervoll unterstreichen sollen. Dazu kommen einige neue Felgendesigns.
Ein technisches Highlight ist das weiterentwickelte Matrix-Licht. Es verspricht einen echten Mehrwert. Das Beleuchtungsfeld soll sich um 40 Prozent vergrößert haben, während der Strombedarf gleichzeitig halbiert wurde. Mikro-LED-Technologie macht dies möglich. Eine Teilfernlichtfunktion soll zudem die Erkennung von schlecht beleuchteten Verkehrsteilnehmern verbessern, ohne andere Fahrer zu blenden.
"Die C-Klasse hat das umfassendste technische Upgrade in ihrer Geschichte erhalten."
Antriebsvarianten: Elektrisch unterstützt und effizient
Alle Motoren der überarbeiteten C-Klasse verfügen weiterhin über eine elektrische Unterstützung. Die Benziner und Diesel sind als Mild-Hybride mit einem 48-Volt-Starter-Generator ausgestattet, der 17 kW Leistung und bis zu 205 Nm Drehmoment beisteuert. Die Leistungsspanne der Verbrennungsmotoren liegt zwischen 120 kW und 190 kW. Die stärkeren Benziner und der leistungsstärkste Diesel sind optional mit Allradantrieb erhältlich.
Die Modelle C 200, C 250 und C 300 nutzen nun einen Zweiliter-Vierzylinder, intern M254 EVO genannt. Mercedes hat Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung umgesetzt. Dazu gehören eine Verdichtung von 12:1, ein elektrischer Zusatzverdichter zur Minimierung des Turbolochs und der Miller-Zyklus zur Steigerung des thermischen Wirkungsgrades. Der Verbrauch des C 200 als T-Modell wird mit 6,4 bis 7,0 Litern angegeben, was dem bisherigen Niveau entspricht.
Hintergrund: T-Modell in Westeuropa
Das T-Modell, also der Kombi, ist in Westeuropa traditionell deutlich gefragter als die Limousine. Dies unterstreicht die Bedeutung dieser Karosserievariante für Mercedes-Benz in wichtigen Märkten.
Plug-in-Hybride mit hoher Reichweite
Eine zentrale Rolle, insbesondere im Flottengeschäft, spielen die Plug-in-Hybride (PHEV). Die Batterie verfügt über einen nutzbaren Energiegehalt von 19,53 kWh. Sie kann dreiphasig an Wechselstrom mit bis zu 11 kW und an Gleichstrom mit bis zu 55 kW geladen werden. Die elektrische WLTP-Reichweite beträgt bis zu 100 km.
Im C 300 e kommt der M254 EVO-Verbrenner des C 250 mit 160 kW zum Einsatz. Der C 400 e 4Matic nutzt den 190 kW starken Verbrenner des C 300. Der Elektromotor leistet in beiden Varianten 100 kW und liefert 440 Nm Drehmoment. Der Allradantrieb ist im C 400 e 4Matic Standard und im C 300 e optional verfügbar.
Ein wichtiger Hinweis für potenzielle Käufer: Der Gepäckraum der Plug-in-Hybride fällt 130 bis 140 Liter kleiner aus als bei den Mild-Hybrid-Modellen. Die Limousine bietet 315 Liter, der Kombi 360 Liter Kofferraumvolumen.
Preise und Marktpositionierung
Die überarbeitete C-Klasse kann ab dem 18. August bestellt werden. Der Einstiegspreis für das Basismodell C 200 Limousine liegt bei 48.844 Euro. Das T-Modell C 200 startet bei 50.391 Euro. Das vorläufige Topmodell, der C 400 e als T-Modell, kostet ohne weitere Extras 75.095 Euro. Damit bewegt sich dieses Modell preislich im Bereich der rein elektrischen C-Klasse Varianten, die allerdings nicht als Kombi angeboten werden.
Mercedes-Benz fährt in dieser Klasse weiterhin zweigleisig: Die Verbrenner erhalten eine Modellpflege, während die batterieelektrischen Varianten auf einer neuen Plattform stehen. Diese Strategie spiegelt die aktuelle Marktentwicklung wider, in der sowohl Verbrenner als auch Elektrofahrzeuge ihre Berechtigung haben. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich der Markt zwischen den verschiedenen Antriebsarten weiterentwickelt.





