Mash, eine Motorradmarke bekannt für ihre Retro-Modelle, betritt den Markt der sportlichen Mittelklasse mit der neuen K750. Dieses Modell wird in China gefertigt und ist bereits seit einiger Zeit unter anderen Namen in Südeuropa erhältlich. Die K750 kombiniert Schweizer Ingenieurskunst mit italienischem Design und bietet moderne Technik zu einem wettbewerbsfähigen Preis.
Wichtige Fakten zur Mash K750
- Die Mash K750 ist ein modernes Sportmotorrad im Mittelklassesegment.
- Produktion findet in China bei Jinan Jedi Motorcycle Technology statt.
- Der Motor wurde vom Schweizer Dienstleister Suter Industries entwickelt.
- Das Design stammt vom italienischen Studio Marabese.
- Die K750 ist in Spanien und Portugal als Jedi K750 oder Mitt 775R bekannt.
- Der Preis liegt bei 7699 Euro in Deutschland.
Ein internationaler Mix: Entwicklung und Produktion
Die Mash K750 ist ein Beispiel für globale Zusammenarbeit in der Motorradbranche. Während die Marke Mash französisch ist und für ihre Retro-Bikes bekannt war, wird die K750 in China bei Jinan Jedi Motorcycle Technology produziert. Dort ist das Modell bereits seit Anfang 2024 als Jedi K750 auf dem Markt. Auch in Spanien war sie schon im vergangenen Jahr unter dem Namen Mitt 775R erhältlich.
Diese internationale Verflechtung zeigt, wie Hersteller heute über Ländergrenzen hinweg zusammenarbeiten, um neue Modelle zu entwickeln und zu produzieren. Die K750 bringt Mash in das beliebte Segment der sportlichen Mittelklasse, was dem Unternehmen größere Verkaufschancen eröffnen könnte als die bisherigen, eher nostalgischen Modelle.
Produktions-Fakten
- Hersteller: Jinan Jedi Motorcycle Technology (China)
- Motor-Entwicklung: Suter Industries (Schweiz)
- Design: Studio Marabese (Italien)
- Marken: Mash (Frankreich), Jedi (China), Mitt (Spanien/Portugal)
Moderne Technik für die Gegenwart
Anders als die luftgekühlten Einzylindermotoren der Retro-Modelle verfügt die K750 über einen modernen, flüssigkeitsgekühlten Reihenzweizylinder. Dieser Motor wurde von dem renommierten Schweizer Ingenieursdienstleister Suter Industries entwickelt. Eskil Suter, ein ehemaliger 250er-WM-Fahrer, hat sich als Motorenentwickler einen Namen gemacht.
Der Motor hat einen Hubraum von 730 cm³ und leistet 78 PS bei 8500 U/min. Das maximale Drehmoment beträgt 69 Nm bei 6900 U/min. Diese Leistungsdaten positionieren die K750 direkt im Wettbewerb mit anderen Sportbikes der Mittelklasse.
Design aus Italien: Form trifft Funktion
Das Design der K750 stammt vom italienischen Studio Marabese. Das Studio ist bekannt für seine Arbeit mit vielen namhaften Herstellern über die letzten 40 Jahre. Die K750 präsentiert sich mit einer schnittigen Vollverkleidung, die nahtlos in die Tankabdeckung übergeht. Die Lackierung in Rot und Weiß unterstreicht den sportlichen Charakter.
Auffällig sind die Gussfelgen mit gekreuzten Speichen und das knappe Heck. Ein langer Ausleger trägt den Kennzeichenträger und die Blinker. Die LED-Rücklichter sind zweigeteilt und befinden sich unter dem Fahrersitz. Die Sitzhöhe beträgt 790 mm.
"Das Design der K750 ist modern und elegant. Die fließenden Linien und die Farbkombination verleihen ihr eine dynamische Ausstrahlung, die man von einem Sportmotorrad erwartet."
Einarmschwinge und Auspuff
Obwohl Einarmschwingen optisch viel hermachen, sind sie heutzutage oft schwerer als Zweiarmschwingen. Die K750 verfügt über eine solche Einarmschwinge, die das Hinterrad besonders gut zur Geltung bringt. Die gefrästen Aluminium-Fußrasten sind ein weiteres Detail, das einen hochwertigen Eindruck hinterlässt. Der sehr kurze Auspuff ist unauffällig in die Verkleidung integriert, während der voluminöse Vorschalldämpfer unter dem Motor verborgen ist.
Ausstattung und Fahrwerk der Mash K750
Die Front der K750 wird von einem hochformatigen LED-Scheinwerfer dominiert, dessen Form an ältere KTM-Modelle erinnert. Zwei geschwungene LED-Tagfahrlichter rahmen ihn ein. Eine Besonderheit sind die vorderen Blinker: Es gibt zwei schmale LED-Blinker an der Verkleidung und zwei weitere, die in die Rückspiegel integriert sind.
Das Fahrwerk basiert auf einem Aluminium-Doppelschleifenrahmen. Vorn arbeitet eine gold eloxierte Upside-down-Gabel von Showa, die sich in Zug- und Druckstufe einstellen lässt. Hinten ist ein Federbein verbaut, dessen Vorspannung variabel ist. Bei den Bremsen setzt Mash auf Qualität: Zwei radiale Vierkolbenbremszangen von Brembo verzögern an 298-mm-Bremsscheiben im Wave-Design. Das ABS-System stammt von Bosch.
Moderne Cockpit-Technologie
- Display: Fünf Zoll großes TFT-Display
- Konnektivität: Bluetooth-Verbindung zum Smartphone
- Keyless Entry: Serienmäßig
- Zusatzfunktionen: Reifendruckanzeige, USB-A-Steckdose
Elektronische Assistenzsysteme wie Schlupfregelung, Quickshifter oder verschiedene Fahrmodi sind bei der K750 jedoch nicht vorhanden. Die Reifendimensionen sind Standard: 120/70-17 vorn und 180/55-17 hinten. Als Erstausrüstung kommt der Michelin Power 5 zum Einsatz, ein bewährter Reifen.
Gewicht und Preis: Eine Abwägung
Trotz ihres schlanken Aussehens ist die Mash K750 mit einem Leergewicht von 217 kg (mit vollem 14-Liter-Tank) kein Leichtgewicht. Für ein Sportbike in dieser Hubraumklasse ist das ein vergleichsweise hohes Gewicht. Dies könnte die Agilität in bestimmten Fahrsituationen beeinflussen.
Der Preis von 7699 Euro in Deutschland ist jedoch attraktiv. Er macht die K750 zu einer potenziell günstigen Alternative im Segment der Sportmotorräder. Die dreijährige Garantie, die Mash auf das Modell gewährt, ist ebenfalls ein Pluspunkt.
Vergleich zur Mitt 775R
Die spanische Mitt 775R ist baugleich mit der Mash K750, wird jedoch für 6995 Euro angeboten. Mitt gibt eine Leistung von 80 PS und ein Leergewicht von 205 kg an. Die Diskrepanz von 2 PS und 12 kg bei identischen Motorrädern ist bemerkenswert. Ein möglicher Grund für den Gewichtsunterschied könnte die Nichtberücksichtigung des Kraftstoffs sein, wobei 14 Liter Benzin zwischen 10,5 und 11 kg wiegen.
Interessenten sollten beachten, dass Mitt in Deutschland bisher nur einen Händler hat, während Mash hierzulande deutlich besser vertreten ist.
Die Mash K750 bietet eine interessante Mischung aus Design, Technik und Preis. Sie ist ein weiteres Beispiel dafür, wie der globale Motorradmarkt sich entwickelt und neue Akteure etabliert werden. Für Fahrer, die ein modernes Sportbike mit guter Ausstattung zu einem fairen Preis suchen, könnte die K750 eine Überlegung wert sein.
- Motor: Flüssigkeitsgekühlter Reihenzweizylinder
- Hubraum: 730 cm³
- Leistung: 78 PS bei 8500 U/min
- Drehmoment: 69 Nm bei 6900 U/min
- Bremsen vorn: Zwei Brembo Vierkolbenbremszangen, 298 mm Wave-Scheiben
- ABS: Bosch
- Gewicht (vollgetankt): 217 kg
- Preis: 7699 Euro





