Ein vollelektrischer VW ID. Buzz hat einen neuen Guinness-Weltrekord aufgestellt. Das Fahrzeug umrundete die Welt in 100 Tagen und legte dabei 28.000 Kilometer zurück. Die Fahrt führte durch 33 Länder und endete erfolgreich in Hannover.
Wichtige Erkenntnisse
- Der VW ID. Buzz absolvierte eine Weltumrundung in 100 Tagen.
- Insgesamt wurden 28.000 Kilometer in 33 Ländern zurückgelegt.
- Die Reise zeigte Herausforderungen bei der Ladeinfrastruktur auf.
- Der Rekord unterstreicht die Langstreckentauglichkeit von Elektrofahrzeugen.
Weltumrundung in Rekordzeit
Der Fahrer Rainer Zietlow und sein Team starteten die Weltreise am 22. Mai 2023 in Hannover. Sie kehrten am 29. August 2023 nach 100 Tagen an denselben Ort zurück. Die Route führte über fünf Kontinente und durch zahlreiche Zeitzonen. Dies markiert einen neuen Maßstab für Elektrofahrzeuge auf Langstrecken.
Das Team überquerte dabei Europa, Asien, Nordamerika und Afrika. Die Logistik war komplex. Fähren und Frachtflugzeuge transportierten den ID. Buzz über Ozeane. Die eigentliche Fahrt erfolgte ausschließlich auf der Straße mit Stromantrieb.
Fakten zur Fahrt
- Start und Ziel: Hannover, Deutschland
- Reisedauer: 100 Tage
- Zurückgelegte Strecke: 28.000 Kilometer
- Bereiste Länder: 33
- Verbrauch: Durchschnittlich 21,7 kWh pro 100 Kilometer
Herausforderungen der Ladeinfrastruktur
Während der Weltreise stieß das Team immer wieder auf Schwierigkeiten bei der Ladeinfrastruktur. Besonders in abgelegenen Regionen war die Verfügbarkeit von Ladestationen begrenzt. Rainer Zietlow berichtete von langen Wartezeiten und der Notwendigkeit, kreative Lösungen zu finden.
In einigen Ländern mussten die Fahrer auf Notlösungen zurückgreifen. Dazu gehörten das Aufladen an Campingplätzen oder Hotelsteckdosen. Diese Erfahrungen verdeutlichen, dass die globale Ladeinfrastruktur noch nicht flächendeckend für Elektromobilität ausgelegt ist. Besonders außerhalb Europas und Nordamerikas gab es Defizite.
„Die Reise zeigte uns deutlich, wo die Elektromobilität noch Nachholbedarf hat. Die Ladeinfrastruktur ist der Schlüssel für die Akzeptanz von E-Autos weltweit“, sagte Rainer Zietlow nach seiner Rückkehr.
Ladezeiten und Strategien
Das Team plante die Ladestopps sorgfältig. Sie nutzten vor allem Schnellladestationen, wo verfügbar. Die durchschnittliche Ladezeit an einer Schnellladesäule betrug etwa 30 bis 45 Minuten, um den Akku von 10% auf 80% zu laden. Dies erlaubte dem Team, die Reise zügig fortzusetzen.
In Regionen mit schlechter Infrastruktur mussten längere Pausen eingeplant werden. Manchmal dauerte es mehrere Stunden, bis der Akku ausreichend geladen war. Dies beeinflusste den Zeitplan erheblich, doch das Team hielt am Ziel fest.
Technik des VW ID. Buzz
Der eingesetzte VW ID. Buzz war ein serienmäßiges Modell. Es verfügte über eine Batteriekapazität von 77 kWh. Die Reichweite beträgt laut Herstellerangaben bis zu 423 Kilometer (WLTP). Für die Weltumrundung war keine spezielle Modifikation am Antriebsstrang notwendig.
Das Fahrzeug bewies seine Robustheit und Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen. Es durchquerte Wüstenregionen und Gebirgspässe. Die Klimaanlage und Heizung funktionierten auch bei extremen Temperaturen einwandfrei. Dies ist ein wichtiger Aspekt für die Langstreckentauglichkeit von Elektrofahrzeugen.
Hintergrund des Rekords
Guinness World Records zertifiziert außergewöhnliche Leistungen. Für die Kategorie der schnellsten Weltumrundung mit einem Elektrofahrzeug gelten strenge Regeln. Dazu gehören die genaue Dokumentation der Strecke, Ladevorgänge und der gesamte Reiseverlauf. Das Team von Rainer Zietlow erfüllte alle Anforderungen.
Bedeutung für die Elektromobilität
Dieser Weltrekord sendet ein starkes Signal für die Zukunft der Elektromobilität. Er zeigt, dass Elektrofahrzeuge nicht nur für den Stadtverkehr geeignet sind. Sie können auch extreme Distanzen und schwierige Bedingungen meistern. Dies widerlegt Vorurteile bezüglich der Reichweitenangst.
Die Erfahrungen mit der Ladeinfrastruktur liefern wichtige Erkenntnisse für Politik und Wirtschaft. Sie unterstreichen die Notwendigkeit, den Ausbau globaler Ladenetze zu beschleunigen. Nur so kann die Elektromobilität ihr volles Potenzial entfalten und zu einer nachhaltigen Verkehrswende beitragen.
Die Reise des ID. Buzz ist ein Meilenstein. Sie demonstriert die Machbarkeit und das Potenzial von Elektrofahrzeugen für den weltweiten Einsatz. Dies könnte andere Hersteller und Fahrer ermutigen, ähnliche Projekte in Angriff zu nehmen.




