Mazda erweitert sein Angebot im Bereich Elektromobilität mit der Vorstellung des neuen CX-6e. Das vollelektrische SUV soll die Lücke schließen und die Präsenz der Marke im wachsenden E-Segment stärken. Mit einer Reichweite von bis zu 484 Kilometern und einer Ladezeit von nur 24 Minuten für 10 auf 80 Prozent setzt Mazda auf alltagstaugliche Technik.
Wichtige Details zum CX-6e
- Reichweite von bis zu 484 km (WLTP)
- Ladezeit 10-80% in 24 Minuten
- Heckantrieb mit 190 kW Leistung
- Startpreis ab 49.990 Euro
- Großes Glasdach und Gestensteuerung serienmäßig
Mazdas Strategie für Elektromobilität
Mazda verfolgt eine klare Strategie, um im Wettbewerb der Elektrofahrzeuge aufzuschließen. Der CX-6e ist hierbei ein zentraler Baustein. Das neue SUV soll die Schwächen der bereits vorgestellten Limousine 6e ausgleichen und mit verbesserten Eigenschaften überzeugen. Der Markt für Elektro-SUVs wächst stetig, und Mazda möchte diesen Trend aktiv mitgestalten.
Die Entscheidung, ein SUV als nächstes Elektrofahrzeug zu präsentieren, ist strategisch. SUVs sind weiterhin sehr beliebt bei den Konsumenten. Mazda setzt dabei auf eine Mischung aus bewährter Technik und innovativen Ansätzen im Innenraumdesign.
Design und Innenraum: Japanische Philosophie trifft Moderne
Der CX-6e misst 4,85 Meter in der Länge und bietet einen Radstand von 2,9 Metern. Trotz dieser Maße fällt das Kofferraumvolumen mit 468 Litern etwas kleiner aus als bei manchen Konkurrenten. Ein Beispiel ist der Skoda Enyaq, der bei kürzerer Gesamtlänge über 100 Liter mehr Stauraum bietet. Dafür verfügt der Mazda über ein 83 Liter großes Ablagefach unter der vorderen Haube, das mehr als nur Platz für das Ladekabel bietet.
Das Interieur des CX-6e ist von der japanischen Philosophie „ma“ inspiriert, die den „leeren Raum zwischen Objekten“ betont. Dies soll ein Gefühl von Weite und Ruhe vermitteln. Mazda hat in den letzten Jahren einen guten Ruf für Materialauswahl und Verarbeitungsqualität aufgebaut, was sich auch im CX-6e widerspiegeln soll.
Faktencheck Interieur
- Glasdach: Ein großes, nicht zu öffnendes Glasdach ist immer serienmäßig.
- Sonnenschutz: Anders als in der Limousine ist ein Rollo zur Verschattung bereits in der Grundausstattung enthalten.
- Bildschirmlandschaft: Ein riesiger Bildschirm erstreckt sich von der Mitte bis vor den Beifahrer.
Innovative Bedienung durch Gestensteuerung
Ein Highlight im Innenraum ist die neue Gestensteuerung. Mit festen Belegungen können verschiedene Funktionen ausgelöst werden. Eine Faustgeste könnte beispielsweise das Navigationssystem anweisen, den Weg zur Arbeit zu berechnen. Eine Herz-Geste fügt den aktuell laufenden Song zu einer persönlichen Playlist hinzu. Die Idee, Funktionen per Geste zu steuern, ist ein mutiger Schritt, der im Alltag auf seine Praxistauglichkeit getestet werden muss.
„Die Gestensteuerung bietet neue Interaktionsmöglichkeiten, die den Fahrkomfort erhöhen sollen. Es bleibt spannend zu sehen, wie gut diese im täglichen Gebrauch funktionieren.“
Zusätzlich zur Gestensteuerung bietet die teurere Ausstattungslinie einen digitalen Innenspiegel. Dieser ersetzt den herkömmlichen Spiegel durch ein Display, das ein Bild von einer Kamera in der Heckscheibe anzeigt. Dies ist besonders praktisch für Fahrer, die ihr Fahrzeug oft bis unter das Dach beladen.
Antrieb und Leistung des CX-6e
Der Mazda CX-6e wird zunächst in einer Version angeboten, die einen Elektromotor mit 190 kW (etwa 258 PS) und einen Brutto-Energiegehalt von 78 kWh kombiniert. Das Gewicht der Batterie beträgt 550 kg. Der CX-6e beschleunigt in 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h.
Eine Besonderheit ist der Verzicht auf Allradantrieb, zumindest vorerst. Der CX-6e kommt ausschließlich mit Heckantrieb. Dies ist eine eigenwillige Entscheidung in einem Segment, in dem viele Konkurrenten Allradantrieb anbieten.
Ladeleistung und Reichweite
Der CX-6e lädt von 10 auf 80 Prozent in nur 24 Minuten. Die maximale Ladeleistung liegt bei 195 kW. Im WLTP-Zyklus liegt der Verbrauch zwischen 18,9 und 19,4 kWh pro 100 Kilometer. Die maximale Reichweite variiert je nach Bereifung zwischen 468 und 484 Kilometern.
Preisgestaltung und Garantie
Mazda positioniert den CX-6e preislich attraktiv. Das Basismodell „Takumi“ startet bei 49.990 Euro. Dieser Preis gilt als fair kalkuliert, insbesondere angesichts der umfangreichen Serienausstattung. Mazda bietet zudem eine sechsjährige Garantie bis zu 150.000 Kilometern ohne zusätzliche Kosten. Dies ist ein starkes Versprechen an die Haltbarkeit und ein klarer Vorteil gegenüber vielen Mitbewerbern, die für ähnliche Garantieleistungen oft vierstellige Aufpreise verlangen.
Ein Punkt, der noch optimiert werden könnte, ist das Wartungsintervall. Mit 20.000 Kilometern oder 12 Monaten erscheint es im Vergleich zu einigen Konkurrenten etwas kurz. Eine Ausdehnung auf 30.000 Kilometer oder 24 Monate wäre wünschenswert.
- Startpreis: 49.990 Euro für das Basismodell „Takumi“
- Garantie: Sechs Jahre oder 150.000 km ohne Aufpreis
- Wartung: Intervall von 20.000 km oder 12 Monaten
Konkurrenzfähiges Angebot
Obwohl der CX-6e keine technischen Daten aufweist, die an die Spitze des Segments gehören, bietet Mazda ein durchdachtes Gesamtpaket. Der attraktive Preis in Kombination mit der langen Garantie und einer soliden Reichweite macht den CX-6e zu einer ernstzunehmenden Option im Elektro-SUV-Markt. Mazda setzt darauf, Kunden mit einem ausgewogenen Verhältnis von Preis, Ausstattung und Qualität zu überzeugen.
Die Markteinführung des CX-6e ist ein wichtiger Schritt für Mazda, um seine Position in der Elektromobilität zu festigen. Es bleibt abzuwarten, wie das neue Modell von den Kunden angenommen wird und welchen Einfluss es auf Mazdas zukünftige Elektrostrategie haben wird.





