Der humanoide Roboter Optimus von Tesla hat offenbar einen bedeutenden Fortschritt in seiner Geschicklichkeit erzielt. Laut Robyn Denholm, der Vorsitzenden des Tesla-Verwaltungsrates, ist der Roboter nun in der Lage, Wäsche zu falten. Diese Entwicklung deutet auf eine verbesserte Feinmotorik hin, was eine große Herausforderung in der Robotik darstellt.
Wichtige Erkenntnisse
- Optimus kann laut Tesla-Vorsitzender Robyn Denholm Wäsche falten.
- Diese Fähigkeit zeigt Fortschritte in der Feinmotorik des Roboters.
- Elon Musk bezeichnete die Hände als größte elektromechanische Herausforderung.
- Tesla strebt eine jährliche Produktion von 1 Million Optimus-Einheiten an.
- Ein öffentlicher Beweis für das Wäschefalten steht noch aus.
Ein Sprung in der Roboter-Geschicklichkeit
Die Behauptung, Optimus könne Wäsche falten, wurde von Robyn Denholm während eines Interviews mit CNBC geäußert. Sie betonte, dass sie den Roboter persönlich im Labor bei dieser Aufgabe gesehen habe. Das Falten von Wäsche gilt als besonders schwierig für Roboter, da es das präzise Manipulieren weicher, verformbarer Objekte erfordert.
Denholm hob weitere Fähigkeiten des Roboters hervor. "Optimus kann den Tisch wirklich gut abwischen. Er kann Ihnen Dinge reichen. Man kann ihm tatsächlich die Hand schütteln. Die taktile Beschaffenheit seiner Hand ist tatsächlich sehr gut", sagte sie. Diese Aussagen deuten darauf hin, dass Optimus bereits eine Reihe von Aufgaben bewältigen kann, die eine gewisse Interaktion mit Menschen und Objekten erfordern.
Faktencheck
- Herausforderung: Das Falten von Wäsche gilt in der Robotik als "klassisch schwierig", da es das Handling von weichen, unregelmäßigen Objekten erfordert.
- Bestätigung: Robyn Denholm, Tesla Board Chair, bestätigte die Fähigkeit im Labor.
- Einsatzort: Optimus ist bereits in den Tesla-Büros in Palo Alto im Einsatz.
Musks Vision für die Hände des Roboters
Die Kommentare von Denholm kommen kurz nach Teslas Quartalsbericht für Q3 2025. In dieser Telefonkonferenz hatte CEO Elon Musk die Hand und den Unterarm als die "größte elektromechanische Herausforderung" des gesamten Projekts bezeichnet. Er ging sogar so weit zu sagen, dass dieser Teil "schwieriger ist als der gesamte Rest des Roboters".
Musk hat hohe Erwartungen an die manuellen Fähigkeiten von Optimus. Langfristig soll der Roboter Aufgaben ausführen können, die so filigran sind wie chirurgische Eingriffe. Die Fähigkeit, Wäsche zu falten, wäre ein direkter, wenn auch anekdotischer, Fortschrittsbericht zu dieser spezifischen und hochpriorisierten Herausforderung.
"Die Hand und der Unterarm sind die größte elektromechanische Herausforderung des gesamten Projekts, schwieriger als der gesamte Rest des Roboters."
Elon Musk, CEO Tesla
Software und Produktion im Fokus
Parallel zur Entwicklung der Hardware verfolgt Tesla ehrgeizige Ziele bei der Software und der Fertigung. Das Unternehmen arbeitet an einem einheitlichen KI-Modell, das als "Gehirn" sowohl für seine selbstfahrenden Autos als auch für den Optimus-Roboter dienen soll. Diese Strategie, die von KI-Chef Ashok Elluswamy vorangetrieben wird, soll die riesigen Datenmengen aus Teslas Fahrzeugflotte nutzen, um die Fähigkeit des Roboters zur Navigation in realen Umgebungen zu beschleunigen.
Hintergrundinformationen
Tesla strebt eine vertikale Integration an, da die Lieferkette für humanoide Roboterkomponenten derzeit "nicht existent" ist. Das bedeutet, dass Tesla die meisten Teile intern fertigen muss, um seine ehrgeizigen Produktionsziele zu erreichen. Diese Strategie ist typisch für Tesla, das auch bei seinen Elektrofahrzeugen einen hohen Grad an Eigenfertigung aufweist.
Auf der Fertigungsseite hat Tesla bestätigt, dass es die ersten Optimus-Produktionslinien installiert. Das ehrgeizige Ziel ist es, schließlich eine Linie zu bauen, die eine Million Einheiten pro Jahr produzieren kann. Angesichts einer "nicht existierenden" Lieferkette für humanoide Roboterkomponenten muss Tesla die meisten Teile intern fertigen.
Ausblick und nächste Schritte
Obwohl Denholms Update vielversprechend ist, wurde noch keine öffentliche Demonstration der Wäschefalt-Aufgabe veröffentlicht. Sollte sich die Fähigkeit bestätigen, wäre dies ein wichtiger Meilenstein. Es würde signalisieren, dass die Entwicklung der komplexesten Komponenten des Roboters mit dem Ziel eines "produktionsreifen" V3-Prototyps Schritt hält. Elon Musk hatte diesen Prototyp für das erste Quartal 2026 angekündigt.
Die Integration von Hardware- und Softwarefortschritten ist entscheidend für den Erfolg von Optimus. Wenn der Roboter tatsächlich komplexe Aufgaben wie das Falten von Wäsche autonom und zuverlässig ausführen kann, rückt die Vision von humanoiden Robotern im Alltag einen großen Schritt näher.
- V3 Prototyp: Ein produktionsreifer V3-Prototyp wird für Q1 2026 erwartet.
- KI-Strategie: Ein einheitliches KI-Modell für Autos und Roboter soll die Entwicklung beschleunigen.
- Produktionsziel: Langfristig sollen 1 Million Optimus-Einheiten pro Jahr gefertigt werden.





