Die VW-Tochter Moia und der Fahrdienstleister Uber starten eine neue Phase ihrer Zusammenarbeit. Sie testen autonome Kleinbusse auf Basis des VW ID. Buzz im Straßenverkehr von Los Angeles. Ziel ist es, fahrerlose Ride-Hailing-Dienste anzubieten, beginnend Ende 2026 für Uber-Kunden.
Wichtige Punkte
- Moia und Uber testen autonome VW ID. Buzz in Los Angeles.
- Erste Fahrten für Uber-Kunden ab Ende 2026 geplant.
- Testflotte soll auf über 100 autonome ID. Buzz ausgebaut werden.
- Langfristiges Ziel: Tausende Fahrzeuge weltweit und europäische Expansion.
- Uber kooperiert auch mit Rivian, Lucid und Zoox für autonome Dienste.
Start der Testphase in Kalifornien
Moia und Uber haben angekündigt, in Los Angeles mit Testfahrten autonomer Fahrzeuge zu beginnen. Diese Fahrzeuge basieren auf dem VW ID. Buzz und wurden von Moia entwickelt. Die Initiative ist ein wichtiger Schritt in der strategischen Partnerschaft beider Unternehmen, die letztes Jahr begann.
Während der Testphase wird die Flotte von Moia America auf über 100 autonome ID. Buzz-Fahrzeuge anwachsen. Ähnlich wie bei Teslas Robotaxis wird bei diesen Fahrten ein Sicherheitsfahrer an Bord sein. Dies soll die Sicherheit gewährleisten, während die Technologie weiterentwickelt wird.
Wissenswertes
Die Alphabet-Tochter Waymo betreibt in Los Angeles bereits vollständig fahrerlose Robotaxis. Dies zeigt, dass der Markt für autonome Fahrdienste in der Stadt bereits aktiv ist.
Ziele und Zeitplan für autonome Fahrten
Uber-Kunden sollen ab Ende 2026 die Möglichkeit haben, erste Fahrten mit den autonomen Moia-Fahrzeugen über die Uber-Plattform zu buchen. Dies markiert einen entscheidenden Meilenstein für die kommerzielle Nutzung der Technologie.
„Dieser nächste Schritt von Moia America und Uber zeigt, wie viel Dynamik hinter der Strategie steckt, autonome Mobilität in den realen Betrieb zu bringen“, sagte Sascha Meyer, Chief Commercial Officer Volkswagen Autonomous Mobility und Geschäftsführer Moia GmbH.
Er betonte weiter, dass die Kombination der Moia Turnkey-Solution mit dem globalen Netzwerk von Uber einen skalierbaren Weg zu fahrerlosen Ride-Hailing-Diensten schafft. Los Angeles ist dabei der erste Markt, weitere Städte sollen in den kommenden Jahren folgen.
Expansion über die Testphase hinaus
Die Pläne gehen weit über die anfängliche Testflotte hinaus. Moia America und Uber streben den Aufbau einer Flotte von mehreren Tausend autonomen ID. Buzz-Fahrzeugen an. Diese sollen in verschiedenen US-Märkten fahrerlose Ride-Hailing-Dienste anbieten.
Langfristig verfolgen die Unternehmen das Ziel, autonome Fahrdienste weltweit zu etablieren. Dies unterstreicht das globale Potenzial und die Ambitionen in diesem Sektor.
Moia in Europa und die Rolle von Moia America
Anfang 2026 wurde das VW-Unternehmen „Volkswagen ADMT“ in Moia America umbenannt. Dieser neue Name soll die Verbindung zur europäischen Präsenz von Moia stärken.
In Europa plant Moia, autonome Fahrdienste in Städten wie Hamburg, Berlin, München und Oslo voranzutreiben. In Oslo arbeitet Moia bereits mit der Verkehrsgesellschaft Ruter und Holo zusammen, einem Spezialisten für den Betrieb autonomer Fahrzeuge.
Hintergrund Moia
Moia ist eine Tochtergesellschaft von Volkswagen, die sich auf Mobilitätsdienste konzentriert. Das Unternehmen ist bekannt für seine Ridepooling-Dienste und seine Forschung im Bereich des autonomen Fahrens.
Moia strebt an, bis 2027 eine Typgenehmigung für den ID. Buzz AD (Autonomous Driving) in der Europäischen Union zu erhalten. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Einführung der Technologie auf dem europäischen Markt.
Umfassende Partnerstrategie von Uber
Uber setzt im Bereich des autonomen Fahrens nicht auf einen einzigen Partner. Das Unternehmen verfolgt eine breite Strategie und kooperiert mit mehreren Technologie- und Automobilunternehmen. Dies zeigt, wie wichtig Uber die Entwicklung fahrerloser Dienste ist.
Weitere prominente Kooperationen Ubers
- Rivian: Uber kündigte eine Zusammenarbeit mit dem Tesla-Rivalen Rivian an. In den nächsten Jahren sollen bis zu 50.000 vollautonome Robotaxis auf den Markt kommen. Uber plant, bis 2031 1,25 Milliarden US-Dollar in Rivian zu investieren, wenn bestimmte Ziele im autonomen Fahren erreicht werden.
- Lucid: Bereits im Juli 2025 schloss Uber einen ähnlichen Vertrag mit Lucid. Dieser umfasste eine Anfangsinvestition von 300 Millionen US-Dollar für autonome Fahrzeuge.
- Zoox (Amazon-Tochter): Eine Partnerschaft mit Amazons Robotaxi-Tochter Zoox ermöglicht es Uber-Nutzern, fahrerlose Robotaxis in einigen US-Städten zu bestellen. Der Start ist in Las Vegas geplant, gefolgt von Los Angeles im nächsten Jahr.
- Waymo (Google-Schwesterfirma): In Austin, Atlanta und Phoenix können Kunden über die Uber-App bereits fahrerlose Fahrzeuge von Waymo bestellen. Ab Ende 2026 sollen Waymo-Robotaxis auch in London verfügbar sein.
- Pony.ai und Verne: In Kroatien arbeitet Uber mit dem chinesischen Robotaxiunternehmen Pony.ai und dem kroatischen Start-up Verne zusammen, um autonome Taxis anzubieten.
Diese vielfältigen Partnerschaften unterstreichen Ubers Engagement, an der Spitze der autonomen Mobilitätsrevolution zu stehen. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Anbietern will Uber ein breites und zuverlässiges Angebot an fahrerlosen Diensten aufbauen.
Die Entwicklung autonomer Fahrzeuge ist ein komplexes Feld, das immense Investitionen und technologische Fortschritte erfordert. Die Partnerschaft zwischen Moia und Uber ist ein weiteres Beispiel dafür, wie große Unternehmen zusammenarbeiten, um diese Vision Realität werden zu lassen.





