Kawasaki belebt die beliebte KLE 500 wieder. Das neue Modell, eine vielseitige Enduro mit einem 451 cm³ Zweizylinder, richtet sich an Fahrer der A2-Klasse. Sie kombiniert moderne Technik mit Offroad-Fähigkeiten und soll ab März erhältlich sein.
Wichtige Punkte
- Die neue Kawasaki KLE 500 ist eine Enduro für die A2-Führerscheinklasse.
- Sie verfügt über einen 451 cm³ Reihenzweizylinder und bietet 48 PS.
- Das Modell ist geländetauglich dank langer Federwege und 21-Zoll-Vorderrad.
- Zwei Varianten sind verfügbar: KLE 500 und die besser ausgestattete KLE 500 SE.
- Der Verkaufsstart ist für März geplant, Preise beginnen bei 6895 Euro.
Die Rückkehr einer Legende: Kawasaki KLE 500
Kawasaki hat die KLE 500 neu interpretiert. Das ursprüngliche Modell, das ab 1991 erfolgreich war, diente als Vorbild. Die Neuauflage zielt darauf ab, die bewährten Eigenschaften eines Dual-Purpose-Bikes in die heutige Zeit zu übertragen. Der Fokus liegt auf einer Mischung aus Straßentauglichkeit und moderaten Geländeeigenschaften.
Der Markt für Enduros der 48-PS-Klasse wächst. Besonders chinesische und indische Hersteller drängen mit günstigen, aber offroadtauglichen Modellen auf den Markt. Kawasaki reagiert auf diesen Trend mit der neuen KLE 500.
Faktencheck
- Motor: 451 cm³ Reihenzweizylinder
- Leistung: 48 PS (35 kW)
- Federweg vorne: 210 mm
- Federweg hinten: 200 mm
- Tankinhalt: 16 Liter
- Reichweite: Theoretisch bis zu 400 km
- Verbrauch: 4 Liter / 100 km (Norm)
Motor und Rahmen: Bewährte Technik neu verpackt
Für den Antrieb der neuen KLE 500 setzt Kawasaki auf einen bewährten Motor. Es ist der 451 cm³ Zweizylinder, der bereits in Modellen wie der Z 500 und Ninja 500 zum Einsatz kommt. Dieser Motor ist für seinen durchzugsstarken Charakter bekannt, was im Gelände von Vorteil ist.
Das Rückgrat des Motorrads bildet ein robuster Stahl-Gitterrohrrahmen mit Unterzügen. Diese Konstruktion umschließt den Motor und sorgt für Stabilität. Das moderne Design der Verkleidung mit klaren Kanten und glatten Flächen kontrastiert mit dem eher traditionellen, steil aufragenden Tank. Zwei kleine LED-Scheinwerfer prägen die Frontansicht.
Varianten und Ausstattung
Kawasaki bietet die KLE 500 in zwei Versionen an: der Standard-KLE 500 und der besser ausgestatteten KLE 500 SE. Die SE-Variante verfügt über zusätzliche Features wie Handprotektoren, einen größeren Motorschutz und einen höheren Windschild. Beide Modelle bieten einen dreifach höhenverstellbaren Windschild und transparente Kunststoffverkleidungen an den Seiten, die den Fahrer zusätzlich schützen.
Fahrwerk und Bremsen: Offroad-Performance im Fokus
Das Fahrwerk der KLE 500 ist auf Geländetauglichkeit ausgelegt. Es kommen Komponenten des Herstellers KYB zum Einsatz. Vorn arbeitet eine nicht einstellbare Upside-down-Gabel mit einem Federweg von 210 mm. Hinten sorgt ein in der Vorspannung verstellbares Federbein mit Uni-Trak-Umlenksystem für 200 mm Federweg.
Hintergrund: A2-Klasse
Die A2-Führerscheinklasse erlaubt das Fahren von Motorrädern mit einer Motorleistung von maximal 35 kW (48 PS) und einem Leistungsgewicht von nicht mehr als 0,2 kW/kg. Viele Hersteller bieten Modelle an, die speziell für diese Klasse entwickelt oder gedrosselt werden, um auch jüngeren Fahrern den Einstieg zu ermöglichen. Die Kawasaki KLE 500 passt perfekt in dieses Segment.
Drahtspeichenfelgen und ein großes 21-Zoll-Vorderrad unterstreichen die Offroad-Ambitionen der KLE 500. Für die Verzögerung ist am Vorderrad ein schwimmend gelagerter Doppelkolbenbremssattel von Nissin zuständig, der auf eine 300 mm große Bremsscheibe wirkt. Ein wichtiges Detail für Geländefahrer ist der rote Schalter am linken Lenkerende, mit dem das ABS deaktiviert werden kann.
Ergonomie und Konnektivität
Die Sitzbank der KLE 500 ist zweigeteilt und kann optional gegen niedrigere Polster ausgetauscht werden. Die vordere Sitzkontur ist schmal gestaltet, um auch kleineren Fahrern einen sicheren Bodenkontakt zu ermöglichen. Kawasaki hat seine langjährige Erfahrung aus dem Motocross-Bereich genutzt, um die Position von Lenker und Fußrasten optimal für das Fahren im Stehen anzupassen.
Die gezackten Aluminium-Fußrasten verfügen über vibrationsdämpfende Gummieinlagen, die für den Offroad-Einsatz einfach entfernt werden können. Eine Anti-Hopping-Kupplung verhindert Schläge auf das Hinterrad beim schnellen Herunterschalten. Dies erhöht die Kontrolle und den Fahrkomfort, besonders unter anspruchsvollen Bedingungen.
"Die neue KLE 500 vereint die Robustheit und Geländetauglichkeit des Originals mit moderner Technik und einer A2-freundlichen Motorisierung. Ein spannendes Paket für Einsteiger und erfahrene Enduro-Fahrer gleichermaßen."
Im Cockpit findet sich ein fünf Zoll großes LC-Display in der Standardversion. Die KLE 500 SE wartet sogar mit einem 4,3-Zoll-TFT-Display auf. Beide Varianten bieten Smartphone-Konnektivität, was moderne Informations- und Navigationsmöglichkeiten eröffnet.
Reichweite und Preis
Mit einem 16-Liter-Tank bietet die KLE 500 eine solide Basis für längere Fahrten. Der sparsame Zweizylinder soll laut Norm nur 4 Liter auf 100 km verbrauchen. Dies ermöglicht eine theoretische Reichweite von bis zu 400 km, was die KLE 500 auch für Touren über unbefestigte Wege attraktiv macht.
Die Markteinführung der Kawasaki KLE 500 und KLE 500 SE ist für März geplant. Die Preise beginnen bei 6895 Euro für die Standardversion und 7695 Euro für die SE-Variante, jeweils inklusive Liefernebenkosten. Damit positioniert sich Kawasaki im wettbewerbsintensiven Segment der A2-Enduros.
Die neue KLE 500 ist eine ernstzunehmende Option für Motorradfahrer, die ein vielseitiges Bike für den Alltag und leichte Offroad-Abenteuer suchen. Ihre Ausstattung und der wettbewerbsfähige Preis machen sie zu einer interessanten Wahl in ihrer Klasse.





