Das Energieunternehmen Aukera hat eine Finanzierungszusage über 460 Millionen Euro erhalten. Diese Mittel sollen den Ausbau von Solar- und Batteriespeicherprojekten in fünf europäischen Ländern vorantreiben. Die Investition kommt von der US-amerikanischen Investmentgesellschaft EIG und ermöglicht Aukera, seine ehrgeizigen Wachstumspläne zu verwirklichen.
Wichtige Erkenntnisse
- Aukera erhält 460 Millionen Euro für den Ausbau erneuerbarer Energien.
- Die Finanzierung stammt hauptsächlich vom US-Investor EIG.
- Projekte in Großbritannien, Rumänien, Belgien, Deutschland und Italien werden gefördert.
- Flaggschiffprojekt ist der 250MW/500MWh Batteriespeicher in Gura Ialomitei, Rumänien.
- Europa muss die Speicherkapazität bis 2030 vervierfachen, um die EU-Ziele zu erreichen.
Massive Investition in grüne Infrastruktur
Aukera, ein Entwickler für erneuerbare Energien und Batteriespeicher, hat eine strukturierte Kreditfazilität in Höhe von 460 Millionen Euro abgeschlossen. Diese bedeutende Finanzspritze ist entscheidend für die Weiterentwicklung der Projektpipeline in den Schlüsselmärkten Europas. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung, den Bau und den Betrieb von Batteriespeichersystemen (BESS), Photovoltaikanlagen (PV) sowie Hybridprojekten, die Solar- und Speicherlösungen kombinieren.
Die Finanzierung wurde letzte Woche, am 2. September, bekannt gegeben. Hauptinvestor ist EIG, eine institutionelle US-amerikanische Investmentgesellschaft mit Sitz in Washington D.C. Ursprünglich umfasste die Investitionszusage 200 Millionen Euro, mit einer Akkordeon-Funktion von bis zu 250 Millionen Euro. Diese wurde nun in eine zweite Tranche von 260 Millionen Euro umgewandelt, was die Gesamtsumme auf 460 Millionen Euro erhöht.
Faktencheck: Aukera
- Gründung: Brüssel, Belgien
- Gründungsunterstützer: AtlasInvest (Belgien), Reggeborgh (Niederlande), SFPIM (Belgischer Staatsfonds)
- Aktive Märkte: Großbritannien, Rumänien, Belgien, Deutschland, Italien
- Projekte in Bau/Betrieb: Nahezu ein Gigawatt
Strategisches Wachstum in fünf europäischen Märkten
Die jüngste Investition ermöglicht es Aukera, in die nächste Wachstumsphase einzutreten. Das Unternehmen plant, die Entwicklung, Finanzierung, den Bau und den Betrieb von Anlagen im großen Maßstab voranzutreiben. Aukera ist in wichtigen europäischen Ländern wie dem Vereinigten Königreich, Rumänien, Belgien, Deutschland und Italien aktiv.
Die geografische Ausrichtung unterstreicht die Strategie, die Energiewende in verschiedenen Regionen Europas zu unterstützen. Jedes dieser Länder bietet spezifische Möglichkeiten für den Ausbau erneuerbarer Energien und Batteriespeicher, um die Netzstabilität zu gewährleisten und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.
Flaggschiffprojekte treiben die Entwicklung voran
Ein zentrales Projekt von Aukera ist das eigenständige Batteriespeichersystem Gura Ialomitei in Rumänien. Mit einer Kapazität von 250 MW/500 MWh stellt es einen der größten Speicher in der Region dar. Die erste Phase mit 150 MW/300 MWh wurde im Juni 2026 kommerziell in Betrieb genommen. Für die zweite Phase sicherte sich Aukera nur einen Monat später die Finanzierung von der Internationalen Finanz-Corporation (IFC) der Weltbank.
„Europa muss seine Batteriespeicherkapazität mindestens vervierfachen, um das 200 GW-Ziel der Europäischen Union bis 2030 zu erreichen.“
Hintergrund: Europas Energieziele
Die Europäische Union hat sich ehrgeizige Ziele für die Energiewende gesetzt. Bis 2030 soll ein erheblicher Anteil der Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. Batteriespeicher spielen dabei eine Schlüsselrolle, da sie die volatile Natur von Solar- und Windenergie ausgleichen und die Netzstabilität sichern können.
Die Notwendigkeit, die Speicherkapazität drastisch zu erhöhen, ist ein wiederkehrendes Thema in der europäischen Energiepolitik. Dies erfordert nicht nur erhebliche Investitionen, sondern auch die Entwicklung robuster Infrastrukturen und die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg.
Weitere wichtige Projekte in Belgien und Großbritannien
Ein weiteres Großprojekt ist der 170 MW/340 MWh Batteriespeicher „Project Volt“ in La Louvière, Belgien. Der Finanzierungsabschluss für dieses Projekt, das in einem Joint Venture mit der Weerts Group entwickelt wird, erfolgte Anfang des Sommers. Project Volt profitiert von einem 15-Jahres-Vertrag mit dem belgischen Kapazitätsvergütungsmechanismus (CRM), einem Markt für Kapazitätsbereitstellung, der die Investitionssicherheit erhöht.
Auch im Vereinigten Königreich schreitet die Entwicklung voran. Im September 2025 erhielt Aukera die lokale Baugenehmigung für ein 250 MW/1.000 MWh BESS-Projekt. Der Stadtrat von York in Nordengland bewertete die Umweltschutzvorteile des Projekts als höher als mögliche lokale Beeinträchtigungen. Dies zeigt die zunehmende Akzeptanz und Anerkennung der Rolle von Energiespeichern für eine nachhaltige Zukunft.
Herausforderungen und Chancen
Die Mitbegründer von Aukera, Catalin Breaban und Pascal Emsens, betonen die Dringlichkeit des Ausbaus. Sie sind überzeugt, dass Europa seine Batteriespeicherkapazität mindestens vervierfachen muss, um das 200 GW-Ziel der EU bis 2030 zu erreichen. Dies erfordert nicht nur Kapital, sondern auch erfahrene Teams und Plattformen, die in der Lage sind, komplexe Infrastrukturprojekte wiederholt, pünktlich und im Rahmen des Budgets in verschiedenen Märkten zu realisieren.
„Diese Fazilität mit EIG gibt Aukera die finanzielle Tiefe, genau das zu tun“, so die Mitbegründer. Die Investition ist ein klares Zeichen für das Vertrauen in Akeras Geschäftsmodell und die wachsende Bedeutung von Batteriespeichersystemen für die europäische Energiesicherheit und Klimaziele.
- Finanzierungsvolumen: 460 Millionen Euro
- Lead-Investor: EIG (USA)
- Schlüsselmärkte: UK, Rumänien, Belgien, Deutschland, Italien
- Gesamtkapazität in Bau/Betrieb: Nahezu 1 GW
Die Entwicklung solcher großflächigen Projekte ist entscheidend, um die Integration erneuerbarer Energien in das europäische Stromnetz zu optimieren. Sie tragen dazu bei, Schwankungen in der Stromerzeugung auszugleichen und die Versorgungssicherheit zu erhöhen, was für die gesamte Region von Vorteil ist.





