Die Waratah Super Batterie in Australien, ein wichtiges Element der nationalen Stromversorgung, wird im dritten Quartal 2026 einen Ersatztransformator erhalten. Diese Entwicklung folgt auf einen schwerwiegenden Transformatorausfall im Oktober, der umfangreiche Reparaturen und logistische Herausforderungen nach sich zog. Der Entwickler Akaysha Energy arbeitet intensiv daran, die volle Kapazität der Anlage wiederherzustellen.
Wichtige Punkte
- Ersatztransformator HVT3 wird im dritten Quartal 2026 geliefert.
- Der ursprüngliche Transformator erlitt im Oktober einen schweren internen Defekt.
- Die Anlage arbeitet weiterhin mit 350 MW, um Netzdienste zu gewährleisten.
- Gesamtschäden werden auf 50 bis 80 Millionen australische Dollar geschätzt.
- Die vollständige Wiederherstellung auf 850 MW ist für Ende 2026 geplant.
Hintergrund des Transformatorausfalls
Im Oktober ereignete sich ein erheblicher Defekt am HVT3-Transformator der Waratah Super Batterie. Dieser interne Fehler führte zu umfangreichen Wicklungsschäden und einem Überdruckereignis. Infolgedessen riss die Tankwand des Transformators nahe der Basis, wodurch das Öl in den Auffangbereich abfloss.
Die genaue Ursache dieses Fehlers wird noch untersucht. Akaysha Energy hat jedoch umgehend Maßnahmen ergriffen. Das Unternehmen beauftragte seinen Generalunternehmer, Consolidated Power Projects Australia, mit der Beschaffung eines Ersatzes. Der Hersteller, Wilson Transformer Company, hat bereits mit der Produktion begonnen, nachdem alle notwendigen Langlaufartikel gesichert wurden.
Faktencheck
Der Bau eines neuen Hauptleistungstransformators erfordert in der Regel 12 bis 18 Monate. Die lokale Fertigungskapazität in Australien ermöglicht jedoch kürzere Lieferzeiten und eine engere Überwachung des Prozesses.
Finanzielle Auswirkungen und Schadensschätzung
Der Ausfall des Transformators hat erhebliche finanzielle Folgen. Dr. Tom Harries, Partner bei NARDAC, einem Spezialmakler für Energiespeicherversicherungen, schätzt die gesamten Verluste auf 50 bis 80 Millionen australische Dollar (etwa 32 bis 51 Millionen US-Dollar).
"Wenn das Projekt die Transformatoren innerhalb von sechs Monaten ersetzen kann, möglicherweise unter einer Anlaufverzögerungsdeckung, könnte der Verlust nur 50 Millionen australische Dollar betragen", erklärte Dr. Harries.
Er fügte hinzu, dass dies stark von der schnellen Beschaffung der Transformatoren abhänge; andernfalls sei ein wesentlich höherer Schaden zu erwarten. Die Versicherung spielt eine entscheidende Rolle bei der Abfederung dieser Kosten.
Betrieb und Netzstabilität
Trotz des Ausfalls des HVT3-Transformators und der vorsorglichen Abschaltung des zweiten Transformators (HVT2) bleibt die Waratah Super Batterie teilweise in Betrieb. Sie liefert weiterhin 350 MW Leistung und erfüllt damit ihre kritischen System Integrity Protection Scheme (SIPS)-Verpflichtungen. Die Anlage überwacht 36 Übertragungsleitungen in Echtzeit und reagiert innerhalb von Sekunden auf Netzstörungen. Sie fungiert als "riesiger Stoßdämpfer für das Stromnetz" Australiens.
Hintergrund: Waratah Super Batterie
Die Waratah Super Batterie ist ein Batteriespeichersystem mit einer Kapazität von 850 MW/1.680 MWh. Sie befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks Munmorah nahe Budgewoi. Ihre Hauptaufgabe ist es, kritische Netzdienstleistungen für Australiens National Electricity Market (NEM) bereitzustellen. Die SIPS-Vereinbarung mit dem Übertragungsnetzbetreiber Transgrid ermöglicht es, Signale an die Batterie zu senden, um Energie ins Netz einzuspeisen und gleichzeitig gekoppelte Generatoren zur Anpassung ihrer Leistung anzuweisen.
Wiederherstellungsplan und zukünftige Kapazität
Der Ersatztransformator für HVT3 wird im dritten Quartal 2026 erwartet. Gleichzeitig wird der zweite Transformator (HVT2) im Rahmen eines festgelegten Arbeitsplans überarbeitet. Ziel ist es, alle drei Transformatoren bis Ende 2026 wieder in Betrieb zu nehmen. Damit soll die Anlage ihre volle Leistung von 850 MW wieder erreichen.
Die Einrichtung durchlief kürzlich eine geplante Abschaltung der Nebenanlagen vom 20. November bis zum 2. Dezember 2025. Diese Wartungsarbeiten wurden in Abstimmung mit AEMO und Transgrid durchgeführt. Der Zeitpunkt fiel mit steigendem Sommerbedarf und den anhaltenden Herausforderungen bei der Steuerung der intermittierenden erneuerbaren Energien im National Electricity Market zusammen.
Lokale Fertigung als Vorteil
Die Entscheidung für einen lokalen Hersteller wie Wilson Transformer Company hat Vorteile. Lokale Fertigung ermöglicht nicht nur schnellere Lieferzeiten, sondern auch eine engere Überwachung des gesamten Reparaturprozesses. Alle Diagnosen, Korrekturen und Wiederinbetriebnahmen werden im Inland durchgeführt. Dies minimiert logistische Komplexität und beschleunigt die Wiederherstellung der vollen Betriebsfähigkeit der Batterie.
Die anhaltende Funktionsfähigkeit der Waratah Super Batterie, wenn auch mit reduzierter Kapazität, unterstreicht die Robustheit und Ausfallsicherheit, die in groß angelegte Batteriespeichersysteme integriert sind. Die vollständige Wiederherstellung wird einen entscheidenden Beitrag zur Stabilität des australischen Stromnetzes leisten.





