Quinbrook Infrastructure Partners hat die Genehmigungsprüfung für die zweite Phase seines Supernode Batteriespeichersystems (BESS) in Australien eingeleitet. Die geplante Erweiterung um 780 MW folgt auf die erfolgreiche Inbetriebnahme der ersten Phase des Projekts in Queensland, die bereits 260 MW/619 MWh in das Stromnetz einspeist.
Wichtige Erkenntnisse
- Quinbrook plant eine Erweiterung des Supernode BESS um 780 MW in Queensland.
- Die erste Phase des Projekts mit 260 MW/619 MWh ist bereits erfolgreich in Betrieb.
- Das System stabilisiert das Netz und integriert erneuerbare Energien.
- Gesamtkapazität soll bis 2027 auf 780 MW/3.074 MWh steigen.
- Finanzierung für die ersten beiden Phasen beträgt 722 Millionen AUD.
Erfolgreicher Start der ersten Phase
Die erste Phase des Supernode-Projekts, eine Anlage mit 260 MW Leistung und 619 MWh Speicherkapazität, ist seit Anfang des Jahres kommerziell in Betrieb. Sie befindet sich am Umspannwerk South Pine in Queensland und speist ihre volle Leistung in das Stromnetz von Queensland und den National Electricity Market (NEM) ein.
Ein 12-jähriger Tolling-Vertrag mit Origin Energy sichert die Abnahme der Kapazität. Die Anlage wurde entwickelt, um die Netzstabilität, Flexibilität und Absicherung zu verbessern. Sie optimiert die Nutzung erneuerbarer Energien sowohl in Spitzen- als auch in Nebenlastzeiten.
Fakten zum Supernode Projekt
- Standort: Umspannwerk South Pine, Queensland, Australien
- Phase 1 Kapazität: 260 MW / 619 MWh
- Phase 2 geplante Kapazität: 780 MW
- Geschätzte Gesamtleistung bis 2027: 780 MW / 3.074 MWh
- Technologie: Lithium-Ionen-Batterien in Container-Einheiten
Details zur zweiten Ausbaustufe
Die zweite Ausbaustufe des Supernode-Projekts wurde dem australischen Umweltministerium (EPBC Act) zur Prüfung vorgelegt. Dieses Vorhaben umfasst eine Projektfläche von etwa 41 Hektar. Das Gebiet erstreckt sich über zwei angrenzende Grundstücke und eine Straßenreserve.
Der vorgeschlagene Bau beinhaltet ein 780 MW Batteriespeichersystem und eine Umspannwerkanlage. Dazu gehören auch unterstützende Infrastrukturen wie interne Straßen, Parkplätze, Schaltanlagen, Transformatoren, Büros und Lagerbereiche.
„Die strategische Lage des Supernode-Projekts, angrenzend an Queenslands zentrales Stromübertragungsnetz, wo täglich etwa 80% des Stroms des Bundesstaates fließen, ermöglicht der Anlage eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung des Netzes und der Unterstützung der Integration erneuerbarer Energiequellen.“
Technologie und Umweltschutz
Das BESS wird Lithium-Ionen-Batterietechnologie verwenden. Die Komponenten sind in containerähnlichen Einheiten untergebracht, ähnlich der Größe von Schiffscontainern. Das Umspannwerk wird das BESS an das Netz anbinden und wichtige elektrische Ausrüstung wie Schaltanlagen, Leistungsschalter und Steuerungssysteme beherbergen.
Ein umfassendes Wassermanagementsystem ist ebenfalls geplant. Es soll den Regenwasserabfluss steuern und die Einhaltung von Umweltstandards gewährleisten. Das System umfasst Regenwasserbecken, Entwässerungskanäle und Überflutungswege, die für kleinere und größere Wetterereignisse ausgelegt sind.
Hintergrund zum Projektgebiet
Das Projektgebiet wurde zuvor als landwirtschaftliche Forschungsstation genutzt. Es besteht aus gerodetem, degradiertem Land. Lokale Bereiche mit Rest- und Nachwuchsvegetation liegen außerhalb des eigentlichen Entwicklungsbereichs. Quinbrook hat potenzielle Umweltauswirkungen identifiziert und im EPBC-Antrag Minderungsmaßnahmen dargelegt, um diesen Bedenken zu begegnen.
Strategische Bedeutung für die Energiewende
Das Supernode-Projekt ist strategisch günstig gelegen. Es grenzt an Queenslands zentrales Stromübertragungsnetz. Über dieses Netz fließen täglich etwa 80 Prozent des Stroms des Bundesstaates. Dies ermöglicht der Anlage, eine entscheidende Rolle bei der Netzstabilisierung und der Integration erneuerbarer Energiequellen zu spielen.
Phase Zwei, die sich derzeit in der behördlichen Prüfung befindet, wird die Kapazität des Projekts weiter erhöhen. Bis 2027 soll die Gesamtkapazität auf 780 MW Leistung und 3.074 MWh Speicherkapazität ansteigen.
Zukünftige Erweiterungen und neue Technologien
Quinbrook hat auch Pläne für eine vierte Ausbaustufe angekündigt. Diese Phase wird die Implementierung ihrer EnerQB Langzeit-Energiespeicherlösung (LDES) umfassen. EnerQB wurde in Zusammenarbeit mit CATL entwickelt.
Das Unternehmen plant, etwa 3 GW der EnerQB-Technologie in ganz Australien einzusetzen. Dies entspricht einer Speicherkapazität von 24 GWh. Diese langfristigen Speicherlösungen sind entscheidend für die weitere Dekarbonisierung des australischen Energiemarktes.
Umfassende Finanzierung und Partnerschaften
Die Entwicklung des Supernode-Projekts wird durch erhebliche finanzielle Mittel gestützt. Im Januar 2025 sicherte sich Quinbrook eine Schuldenfinanzierung in Höhe von 722 Millionen AUD (477 Millionen US-Dollar) für den Bau der ersten und zweiten Phase.
Dieses Finanzierungspaket wurde von einem Konsortium arrangiert. Dazu gehören die Bank of America, Commonwealth Bank, Deutsche Bank, Mizuho Bank und MUFG Bank. Es unterstützt die Entwicklung der ersten beiden Projektphasen.
- Finanzierung Phase 1 & 2: 722 Millionen AUD
- Kreditgeber: Bank of America, Commonwealth Bank, Deutsche Bank, Mizuho Bank, MUFG Bank
Langfristige Abnahmeverträge
Quinbrook hat zudem einen Abnahmevertrag über 1.010 MWh mit der Stanwell Corporation abgeschlossen. Stanwell ist Queenslands staatseigener Energieerzeuger. Dieser Vertrag gilt für die dritte Phase des Projekts.
Origin Energy hat bereits 100 Prozent der Kapazität für die Phasen eins und zwei im Rahmen langfristiger Verträge gesichert. Diese Vereinbarungen unterstreichen das Vertrauen der Energieversorger in die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Supernode-Projekts.
Wichtige Kooperationen
Die Zusammenarbeit mit Powerlink Queensland und dem Moreton Bay Regional Council war entscheidend für die Projektentwicklung. Powerlink unterstützte die Netzanbindung und die betriebliche Bereitschaft. Der Rat wiederum erleichterte lokale Genehmigungen und die Infrastrukturplanung. Diese Partnerschaften sind ein Beispiel dafür, wie öffentliche und private Akteure zusammenarbeiten können, um große Infrastrukturprojekte erfolgreich umzusetzen.





