Georgia Power hat eine wegweisende Vereinbarung mit dem Public Interest Advocacy (PIA) Staff der Georgia Public Service Commission (PSC) erzielt. Diese Vereinbarung, die noch der Genehmigung bedarf, verspricht eine Senkung der Energiekosten für die Kunden und sichert gleichzeitig die Stromversorgung des Bundesstaates angesichts des rasch wachsenden Bedarfs.
Die Einigung markiert einen wichtigen Schritt im Zertifizierungsprozess für rund 9.900 MW neuer Energieressourcen, die seit Juli von der Georgia PSC geprüft werden. Sie ermöglicht es dem Energieversorger, eine Vielzahl kostengünstiger Ressourcen zu beschaffen, hauptsächlich durch ein wettbewerbliches Ausschreibungsverfahren.
Wichtige Punkte
- Vereinbarung zur Senkung der Energiekosten für Haushalte.
- Zusätzliche Einnahmen von 556 Millionen US-Dollar jährlich von Großkunden.
- Investitionen in über 3.600 MW neue Gaskraftwerke und 3.000 MW Batteriespeicher.
- Rolle von Datencentern bei der Kostensenkung und Netzinfrastruktur.
- Bedeutung der Public Utility Commissions für den Verbraucherschutz.
Kostensenkung für private Haushalte
Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die Zusage von Georgia Power, bei der Einreichung ihres nächsten Basistarifantrags im Jahr 2028 zusätzliche jährliche Einnahmen von mindestens 556 Millionen US-Dollar von Großverbrauchern zu garantieren. Dies soll zu einer Tarifsenkung von mindestens 8,50 US-Dollar pro Monat für den durchschnittlichen Haushaltskunden führen, der monatlich 1.000 kWh verbraucht. Das entspricht einer jährlichen Ersparnis von etwa 102 US-Dollar.
Georgia Power betont, dass diese Vereinbarung zeigt, wie große Energieverbraucher wie Datencenter dazu beitragen, die Kosten für alle Kunden zu senken. Gleichzeitig fördern sie Investitionen in die Infrastruktur, die dem gesamten Stromnetz des Bundesstaates zugutekommen.
Faktencheck
- 8,50 US-Dollar pro Monat Ersparnis für Haushalte
- 102 US-Dollar pro Jahr Ersparnis für Haushalte
- 556 Millionen US-Dollar zusätzliche jährliche Einnahmen von Großkunden ab 2028
Umfassende Investitionen in die Energieversorgung
Sollte die Georgia PSC die Vereinbarung genehmigen, kann Georgia Power den Ausbau seiner Energieinfrastruktur vorantreiben. Geplant sind über 3.600 MW neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (Combined Cycle Natural Gas Generation). Darüber hinaus sollen mehr als 3.000 MW neue Batteriespeichersysteme (BESS) installiert werden, ergänzt durch 350 MW BESS-plus-Solaranlagen.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind Power Purchase Agreements (PPAs) im Umfang von über 2.800 MW. Diese Verträge ermöglichen es Georgia Power, Strom von externen Erzeugern zu beziehen und so die Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen. Die Diversifizierung der Energiequellen ist entscheidend, um den steigenden Bedarf zuverlässig zu decken.
Hintergrund: Die Rolle von Regulierungsbehörden
Die Public Utility Commissions (PUCs) spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz der Verbraucher. Sie sind dafür verantwortlich, die Maßnahmen der Versorgungsunternehmen zu überwachen und sicherzustellen, dass Tariferhöhungspläne kritisch geprüft werden. Dies erfordert technisches Fachwissen und die Fähigkeit, ausreichende Informationen von den Versorgern einzufordern.
„PUCs sind diejenigen, die für die Überwachung der Maßnahmen der Versorgungsunternehmen verantwortlich sind und technisches Fachwissen benötigen, um ausreichende Informationen zu bewerten und einzufordern. Wir sind stark auf öffentliche Regulierungsbehörden angewiesen.“
John Farrell, Co-Direktor des Institute for Local Self-Reliance (ILSR)
Die Aufgabe der Regulierungsbehörden ist komplex. Viele Amtsinhaber werden gewählt oder von Gouverneuren ernannt und verfügen oft nicht über tiefgreifende Expertise in Energiesystemen. Dies kann ihre Fähigkeit beeinträchtigen, Versorgungsunternehmen kritisch zu hinterfragen, insbesondere wenn sie selbst aus der Branche stammen oder auf zukünftige Karrieremöglichkeiten in der Energiebranche hoffen.
Wettbewerbliche Beschaffung und zukünftige Pläne
Die vereinbarten Bedingungen erlauben es Georgia Power, kostengünstige Ressourcen zu erwerben, die hauptsächlich durch einen wettbewerblichen Ausschreibungsprozess gewonnen wurden. Dies fördert Effizienz und Transparenz bei der Beschaffung neuer Energiekapazitäten.
Bereits Anfang des Jahres wurde der Antrag von Georgia Power für die Ausschreibung (RFP) von BESS-Ressourcen für 2025 von der Georgia PSC genehmigt. Diese RFP ist Teil des integrierten Ressourcenplans (IRP) des Unternehmens aus dem Jahr 2022 und sieht eine wettbewerbliche Ausschreibung für die Beschaffung von 500 MW BESS vor. Solche Maßnahmen sind essenziell, um die zukünftige Energieversorgung sicherzustellen und gleichzeitig die Kosten für die Verbraucher im Blick zu behalten.
Die Georgia PSC wird die Vereinbarung nun prüfen und über ihre Genehmigung entscheiden. Eine positive Entscheidung würde nicht nur die Energiekosten für Millionen von Haushalten senken, sondern auch den Weg für eine robustere und nachhaltigere Energieinfrastruktur im Bundesstaat ebnen.





