Danske Commodities wird ein Batteriespeichersystem (BESS) in Dänemark optimieren. Das System wurde von BeGreen einem Solarpark hinzugefügt, den Danske Commodities bereits betreibt. Diese Erweiterung der Partnerschaft betrifft das Projekt Ingerslev Å in der Gemeinde Norddjurs.
Wichtige Erkenntnisse
- Danske Commodities optimiert ein 20MW/40MWh BESS für BeGreen.
- Das System ist an einen 48MW Solarpark in Dänemark gekoppelt.
- Der Standort befindet sich in der Norddjurs Kommune im DK1-Preisgebiet.
- Co-lokalisierte Speicherprojekte vermeiden zusätzliche Netztarife in Dänemark.
- Dänemark ist ein wichtiger Markt für Flexibilität aufgrund hoher Windenergieerzeugung.
Erweiterte Partnerschaft für Ingerslev Å
Die Zusammenarbeit zwischen Danske Commodities und BeGreen wird beim Projekt Ingerslev Å in Dänemark vertieft. Danske Commodities übernimmt die Optimierung eines neuen 20 Megawatt (MW) Batteriespeichersystems mit einer Kapazität von 40 Megawattstunden (MWh). Dieses System ist an einen bestehenden 48 MW Solarpark gekoppelt, der seit Juni 2025 in Betrieb ist.
Danske Commodities ist bereits als Bilanzkreisverantwortlicher (BKV) für den Solarpark tätig. Mit der Integration des Batteriespeichersystems übernimmt das Unternehmen nun auch die Rolle des Bilanzdienstleisters (BSP) für die Speichereinheit. Diese erweiterte Verantwortung sichert die effiziente Nutzung und den Wert der erzeugten Solarenergie.
Faktencheck
- Leistung des Solarparks: 48 MW
- Leistung des BESS: 20 MW
- Kapazität des BESS: 40 MWh
- Standort: Ingerslev Å, Norddjurs Kommune, Dänemark (DK1-Preisgebiet)
- Inbetriebnahme Solarpark: Juni 2025
Vorteile der Co-Lokalisierung
Die Entscheidung, Batteriespeichersysteme direkt an Solarparks anzuschließen, hat in Dänemark erhebliche Vorteile. Standalone-BESS-Projekte werden dort als Verbraucher eingestuft und müssen zusätzliche Netztarife zahlen. Systeme, die an eine Erzeugungsanlage wie einen Solarpark gekoppelt sind, sind von diesen Tarifen befreit.
Rimshah Javed, Principal Originator bei Danske Commodities in Großbritannien, erläuterte dies auf dem Energy Storage Summit 2026. Diese Regelung erklärt, warum die meisten großen Speicherprojekte in Dänemark gemeinsam mit Solaranlagen realisiert werden. Es fördert die Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz solcher Hybridprojekte.
„Die Co-Lokalisierung von Batteriespeichern mit Solaranlagen ist in Dänemark entscheidend, um die Wirtschaftlichkeit zu sichern und zusätzliche Netztarife zu vermeiden.“
Dänemark als wichtiger Flexibilitätsmarkt
Dänemark ist ein Land mit einem hohen Anteil an Windenergieerzeugung, deutlich mehr als Solarenergie. Dies macht den Bedarf an flexiblen Energiespeichern besonders groß. Batteriespeichersysteme spielen eine entscheidende Rolle dabei, die Schwankungen der erneuerbaren Energien auszugleichen und die Netzstabilität zu gewährleisten.
Danske Commodities hat bereits Erfahrung in diesem Bereich. Das Unternehmen optimiert seit 2025 Dänemarks größtes BESS-Projekt, das 200 MWh Kvosted-Projekt, für den Eigentümer European Energy. Erst im letzten Monat hat European Energy zwei weitere co-lokalisierte BESS-Projekte mit einer Gesamtkapazität von 152 MWh abgeschlossen.
Hintergrund: Bilanzkreisverantwortung
Ein Bilanzkreisverantwortlicher (BKV) ist in einem Strommarkt dafür zuständig, dass in seinem Bilanzkreis jederzeit ein Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -verbrauch besteht. Er muss Abweichungen ausgleichen und ist für die finanzielle Abwicklung verantwortlich. Ein Bilanzdienstleister (BSP) bietet Dienstleistungen zur Bereitstellung von Regelleistung an, um die Netzfrequenz stabil zu halten.
Verbesserte Nutzung erneuerbarer Energien
Die Integration des Batteriespeichers in den Solarpark Ingerslev Å wird die Nutzung und den Wert der dort produzierten Solarenergie erheblich verbessern. Überschüssiger Solarstrom kann gespeichert und bei Bedarf ins Netz eingespeist werden, wenn die Nachfrage hoch ist oder die Solareinstrahlung gering. Dies erhöht die Effizienz des Solarparks und trägt zur Stabilisierung des Stromnetzes bei.
Die Partnerschaft unterstreicht den Trend zu hybriden Kraftwerken, die erneuerbare Energieerzeugung mit Speichersystemen kombinieren. Solche Projekte sind entscheidend für den Übergang zu einem vollständig erneuerbaren Energiesystem und für die Gewährleistung einer zuverlässigen Energieversorgung.
Zukunftsaussichten
Der dänische Markt bietet weiterhin großes Potenzial für Energiespeicherlösungen. Angesichts des wachsenden Anteils erneuerbarer Energien werden flexible Kapazitäten immer wichtiger. Unternehmen wie Danske Commodities und BeGreen tragen maßgeblich dazu bei, diese Entwicklung voranzutreiben und die Energiewende zu beschleunigen.
- Steigende Bedeutung von Energiespeichern für die Netzstabilität.
- Förderung von Hybridprojekten durch regulatorische Rahmenbedingungen.
- Dänemark als Vorreiter bei der Integration erneuerbarer Energien.





