Axpo, ein führendes Schweizer Energieunternehmen, wird ein 300MW/1.200MWh Batteriespeichersystem (BESS) in Dzięgielewo, Ost-Zentralpolen, optimieren. Dieses Projekt, das 2028 in Betrieb gehen soll, ist eines der größten seiner Art in Kontinentaleuropa und markiert einen wichtigen Schritt für die Energiesicherheit der Region. Die Zusammenarbeit mit dem Projektentwickler IPP R.Power erstreckt sich über zehn Jahre und sichert dem Projektbetreiber feste Einnahmen zu.
Wichtige Punkte
- Axpo optimiert 300MW/1.200MWh BESS in Polen für IPP R.Power.
- Das System in Dzięgielewo geht 2028 in Betrieb.
- Der Vertrag läuft über zehn Jahre und sichert Mindesteinnahmen.
- Dies ist eine der größten BESS-Optimierungen in Europa.
- Die Partnerschaft stärkt die Energiesicherheit in Polen.
Ein Meilenstein für die Energiespeicherung in Europa
Die Vereinbarung zwischen Axpo und IPP R.Power ist ein bedeutender Schritt für den Ausbau der Energiespeicherkapazitäten in Europa. Mit einer Leistung von 300 Megawatt und einer Speicherkapazität von 1.200 Megawattstunden kann das System über einen Zeitraum von vier Stunden Strom liefern. Dies ist entscheidend, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen und die Integration erneuerbarer Energien zu fördern.
Axpo wird die vollständige Optimierung des BESS übernehmen. Dazu gehören die Steuerung des Systems, die Teilnahme an den Strommärkten und die Sicherstellung eines effizienten Betriebs. Der Vertrag garantiert R.Power ein Mindestmaß an Einnahmen, was die Finanzierbarkeit des Projekts erheblich verbessert. Die starke Bilanz von Axpo, dem größten Stromproduzenten der Schweiz, trägt ebenfalls zur Sicherheit bei.
Faktencheck
- Kapazität: 300MW Leistung, 1.200MWh Speicherkapazität.
- Standort: Dzięgielewo, Ost-Zentralpolen.
- Inbetriebnahme: Geplant für 2028.
- Vertragslaufzeit: 10 Jahre ab kommerziellem Betrieb.
- Partner: Axpo (Optimierung), IPP R.Power (Entwickler).
Erfolgreiche Zusammenarbeit wird fortgesetzt
Diese neue Vereinbarung ist nicht die erste zwischen den beiden Unternehmen. Bereits im Januar dieses Jahres hatten Axpo und IPP R.Power einen ähnlichen Vertrag für ein 150MW/300MWh BESS in Polen geschlossen. Die fortgesetzte Zusammenarbeit unterstreicht das Vertrauen in die Expertise von Axpo und die Leistungsfähigkeit der Batteriespeichertechnologie.
Krzysztof Włodyga, Leiter der Geschäftsentwicklung bei Axpo Polska, betonte die Herausforderungen bei der Skalierung solcher Lösungen. „Eine zentrale Herausforderung war die Skalierung der Lösungen auf 300 MW und deren Verfeinerung im Kontext sich schnell entwickelnder Betriebs- und Regulierungsstandards“, so Włodyga. Dies zeigt die Komplexität und den Innovationsdruck in diesem Sektor.
„Eine zentrale Herausforderung war die Skalierung der Lösungen auf 300 MW und deren Verfeinerung im Kontext sich schnell entwickelnder Betriebs- und Regulierungsstandards.“
Krzysztof Włodyga, Leiter Geschäftsentwicklung bei Axpo Polska
Polen als Vorreiter für Batteriespeicher
Polen entwickelt sich zu einem wichtigen Markt für Batteriespeichersysteme in Europa. IPP R.Power verfügt über 1,7GW/6,3GWh an BESS-Projekten in Polen, die Verträge im Rahmen des Kapazitätsmarktes (CM) erhalten haben. Diese Verträge wurden in jährlichen Auktionen über die letzten Jahre gewonnen, einschließlich der jüngsten CM-Auktion Ende 2025.
Der Kapazitätsmarkt ist das Fundament für die Wirtschaftlichkeit großer Batteriespeicherprojekte in Polen. Er schafft Anreize für die Entwicklung und den Bau von Gigawattstunden an Speicherkapazitäten. Projekte und Portfolios wurden allein in den letzten zwei Monaten von Unternehmen wie Green Capital, Tavion und Low Carbon vorangetrieben.
Hintergrund: Kapazitätsmarkt in Polen
Der polnische Kapazitätsmarkt ist ein Mechanismus, der die Stromversorgungssicherheit gewährleistet, indem er Kraftwerken und Speichersystemen Zahlungen für die Bereitstellung von Kapazität zusichert. Dies soll Investitionen in neue Anlagen fördern und die Stabilität des Netzes aufrechterhalten, insbesondere angesichts des wachsenden Anteils variabler erneuerbarer Energien.
Herausforderungen im Kapazitätsmarkt
Obwohl der Kapazitätsmarkt für Batteriespeicher in Polen wichtig ist, gab es in der jüngsten Auktion eine Veränderung. Zum ersten Mal sank die den BESS zugesprochene Kapazität. Dies lag an einer deutlichen Abwertung der Technologie, um stattdessen Gaskraftwerke zu bevorzugen. Diese Entwicklung zeigt die dynamischen und manchmal herausfordernden Rahmenbedingungen für Energiespeicherprojekte.
Trotz dieser Anpassungen bleibt das Potenzial für Batteriespeicher in Polen hoch. Sie sind entscheidend für die Energiewende und die Stabilität des nationalen Stromnetzes. Die Partnerschaft zwischen Axpo und R.Power ist ein starkes Signal für das Vertrauen in die Zukunft der Energiespeicherung.
Die Rolle von Batteriespeichern in der Energiewende
Batteriespeichersysteme spielen eine immer wichtigere Rolle bei der globalen Energiewende. Sie ermöglichen es, überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind zu speichern und bei Bedarf wieder ins Netz einzuspeisen. Dies reduziert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und trägt zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei.
Die Fähigkeit, Energie über vier Stunden zu speichern, wie im Dzięgielewo-Projekt, ist besonders wertvoll. Sie überbrückt Zeiten, in denen erneuerbare Energien nicht verfügbar sind, und stabilisiert das Netz bei Lastspitzen. Solche Großprojekte sind essenziell, um die ambitionierten Klimaziele Europas zu erreichen.
- Netzstabilität: Batteriespeicher gleichen Schwankungen im Stromnetz aus.
- Erneuerbare Integration: Sie erleichtern die Einspeisung von Solar- und Windenergie.
- Spitzenlastmanagement: Sie liefern Strom bei hoher Nachfrage.
- Emissionsreduktion: Sie verringern den Bedarf an fossilen Kraftwerken.
Die Investition in solche Infrastrukturen ist eine Investition in eine nachhaltigere und sicherere Energiezukunft. Die Zusammenarbeit internationaler Partner wie Axpo und R.Power beschleunigt diesen Übergang und schafft wichtige Präzedenzfälle für weitere Projekte in ganz Europa.





