Hydrostor, ein Entwickler von Langzeit-Energiespeichern (LDES), hat eine strategische Technologie- und Kapitalbeteiligungsvereinbarung mit Baker Hughes, einem Hersteller von Energieinfrastruktur-Ausrüstung, bekannt gegeben. Diese Partnerschaft ermöglicht es Hydrostor, die fortschrittliche Druckluftenergiespeicherlösung (A-CAES) mit der Technologie von Baker Hughes zu integrieren. Dies umfasst Bestellungen für bis zu 1,4 GW an Ausrüstung, darunter Kompressoren, Expander, Motoren und Generatoren, für die Vorzeigeprojekte von Hydrostor.
Wichtige Punkte
- Hydrostor und Baker Hughes kooperieren für A-CAES-Lösungen.
- Baker Hughes liefert bis zu 1,4 GW Ausrüstung für Hydrostor-Projekte.
- A-CAES-Technologie speichert Energie in Druckluft und nutzt hydrostatische Kompensation.
- Hydrostor erhielt Genehmigung für das 500 MW Willow Rock Projekt in Kalifornien.
- Das Silver City Projekt in Australien wird durch 55 Millionen US-Dollar von Export Development Canada unterstützt.
Fortschrittliche A-CAES-Technologie im Detail
Die A-CAES-Technologie von Hydrostor funktioniert, indem Luft komprimiert und in ein Speichermedium geleitet wird, um das System zu laden. Beim Entladen wird die gespeicherte Luft durch einen Heizprozess freigesetzt, der eine Expansion verursacht und einen Turbinengenerator antreibt. Ein entscheidender Unterschied zu herkömmlichen Druckluftspeichern ist die Rückgewinnung von Wärme.
A-CAES fängt die Wärme vom Kompressor auf und leitet sie über Wärmetauscher zur Speicherung in Druckwasser. Dieses Wasser wird in einem Reservoir gehalten und bei der Entladung in eine Kaverne freigesetzt, um Luft zu verdrängen. Dieser Prozess ist als hydrostatische Kompensation bekannt und erhöht die Effizienz des Systems erheblich.
Faktencheck
- A-CAES fängt Wärme vom Kompressor auf und speichert sie in Druckwasser.
- Hydrostatische Kompensation verdrängt Luft in Kavernen beim Entladen.
- Baker Hughes ist seit 2019 Investor bei Hydrostor.
Globale Anerkennung und wichtige Projekte
Hydrostor hat sich als wichtiger Akteur im LDES-Sektor etabliert. Das Forschungs- und Beratungsunternehmen Sightline Climate platzierte Hydrostor auf dem fünften Platz seiner neuen Rangliste der Langzeit-Energiespeicherunternehmen. Diese Rangliste bewertet Anbieter nach Technologie, Finanzierung, Implementierung und Wirtschaftlichkeit. Angeführt wird die Liste von Lithium-Ionen-Batteriespeichersystemen (BESS) wie Tesla und Chint Power.
Ein Meilenstein für Hydrostor war die endgültige Genehmigung durch die California Energy Commission (CEC) für das 500 MW/4.000 MWh A-CAES Willow Rock Energy Storage Centre. Dieses Projekt in Kalifornien ist ein Beleg für die Skalierbarkeit und das Potenzial der A-CAES-Technologie.
„Die Vereinbarung mit Baker Hughes ist ein entscheidender Schritt für uns. Sie stärkt unsere Position und beschleunigt die Entwicklung unserer Vorzeigeprojekte“, sagte Curtis VanWalleghem, CEO von Hydrostor.
Das Willow Rock Projekt in Kalifornien
Hydrostor hatte bereits 2022 einen Stromabnahmevertrag (PPA) über 200 MW/1.600 MWh für Willow Rock mit California's Central Coast Community Energy (3CE) unterzeichnet. Zu diesem Zeitpunkt gab das Unternehmen an, über weitere Abnahmeverträge für die verbleibende Kapazität von Willow Rock zu verhandeln. Die vollständige Genehmigung ermöglicht nun die Realisierung dieses Großprojekts, das eine wichtige Rolle in der Energiesicherheit Kaliforniens spielen wird.
Hintergrund: Langzeit-Energiespeicher (LDES)
LDES-Technologien sind entscheidend für die Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz. Sie ermöglichen die Speicherung von Energie über Stunden oder Tage hinweg, um Schwankungen in der Stromerzeugung auszugleichen und die Netzstabilität zu gewährleisten. Dies ist besonders wichtig, da der Anteil von Wind- und Solarenergie weiter wächst.
Das Silver City Projekt in Australien
Im September 2025 sicherte sich Hydrostor eine Finanzierung in Höhe von 55 Millionen US-Dollar von Export Development Canada (EDC). Diese Mittel sind für die Entwicklungsaktivitäten des 200 MW/1.600 MWh A-CAES Silver City Energy Storage Centre Projekts in Broken Hill, New South Wales, Australien, bestimmt.
Das Silver City Energy Storage Centre wird eine Speicherdauer von acht Stunden bei voller Leistung bieten. Sein Ziel ist es, veraltete Dieselgeneratoren zu ersetzen, die das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Gleichzeitig wird es dem gesamten Netz wesentliche Dienste zur Netzstabilität bieten. Dies unterstreicht die Vielseitigkeit der A-CAES-Technologie in verschiedenen Anwendungsbereichen.
Curtis VanWalleghem betonte, dass die EDC-Finanzierung das Silver City Projekt vorantreibt und die wachsende globale Unterstützung für LDES, insbesondere für die A-CAES-Technologie, hervorhebt. Die langjährige Partnerschaft mit Baker Hughes, die seit 2019 besteht, wird durch diese jüngste Vereinbarung weiter vertieft, während Hydrostor dem Baubeginn seiner beiden Vorzeigeprojekte näherkommt.
Die Rolle von Baker Hughes
Die Zusammenarbeit mit Baker Hughes ist von zentraler Bedeutung. Als erfahrener Hersteller von Energieinfrastruktur-Ausrüstung liefert Baker Hughes nicht nur die notwendige Technologie, sondern bringt auch umfangreiches Know-how in die Partnerschaft ein. Die Integration ihrer Kompressor-, Expander-, Motor- und Generatortechnologie in die A-CAES-Lösung von Hydrostor ist ein Beispiel für die Synergien, die durch solche strategischen Allianzen entstehen können.
Diese Partnerschaft zeigt, wie Unternehmen zusammenarbeiten, um innovative Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende zu entwickeln und zu implementieren. Die Kombination aus Hydrostors A-CAES-Technologie und Baker Hughes' Ausrüstung verspricht, die Effizienz und Zuverlässigkeit von Langzeit-Energiespeichern weiter zu verbessern.
- Effizienzsteigerung: Durch die Integration modernster Komponenten.
- Netzstabilität: Wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit.
- Umweltschutz: Ersatz fossiler Generatoren durch saubere Speicherlösungen.
Die Entwicklungen bei Hydrostor und Baker Hughes sind ein klares Signal für die wachsende Bedeutung von Langzeit-Energiespeichern. Sie sind unerlässlich, um eine zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung in einer Welt zu gewährleisten, die sich zunehmend auf erneuerbare Energien verlässt.





