Opel führt ein neues Basismodell für den Frontera ein, die sogenannte „Start“-Variante. Mit einem Listenpreis von 21.990 Euro ist diese Version rund 1.500 Euro günstiger als das bisherige Einstiegsmodell „Edition“. Die Preissenkung geht mit einer reduzierten Serienausstattung einher, die den Frontera für preisbewusste Käufer attraktiver machen soll.
Wichtige Punkte
- Neues Basismodell „Start“ ab 21.990 Euro erhältlich.
- Ausstattung wurde reduziert, um den Preis zu senken.
- Verfügbar mit Dreizylinder-Benziner und kleiner Batterieoption für E-Modell.
Geringerer Preis durch gezielte Ausstattungskürzungen
Das Ziel der neuen „Start“-Ausstattungslinie ist klar: Opel möchte den Einstieg in die Frontera-Modellreihe noch zugänglicher gestalten. Dies wird durch gezielte Einsparungen bei der Serienausstattung erreicht. Käufer müssen beispielsweise auf eine Rückfahrkamera und ein integriertes Infotainment-Display verzichten. Stattdessen wird die Smartphone-Integration in den Vordergrund gestellt, mit einem speziellen Halter anstelle des Bildschirms.
Weitere Änderungen betreffen die Optik und den Komfort. Die Radkappen sind kleiner und bedecken nur noch einen Teil der Nabe. Eine Mittelarmlehne und Spiegel an den Sonnenblenden sind ebenfalls entfallen. Statt einer Klimaautomatik kommt eine manuelle Klimaanlage zum Einsatz. Diese Anpassungen tragen dazu bei, die Produktionskosten zu senken und den günstigeren Preis zu ermöglichen.
Faktencheck
- Der Preisunterschied zwischen dem Dreizylinder-Benziner und dem 81 kW Mild-Hybrid beträgt 2.550 Euro.
- Rund zwei Drittel aller in Deutschland verkauften Opel Frontera in diesem Jahr waren Verbrenner.
Antriebsoptionen für das Einstiegsmodell
Die „Start“-Linie ist nicht mit allen verfügbaren Antriebssträngen kombinierbar. Sie ist ausschließlich mit dem Dreizylinder-Benziner erhältlich. Wer sich für einen Mild-Hybrid entscheidet, kann die 81 kW-Version wählen. Für den batterieelektrischen Frontera ist die „Start“-Ausstattung nur in Verbindung mit der kleineren Batterie verfügbar.
Kunden, die den leistungsstärkeren 107 kW Mild-Hybrid oder den Frontera Electric mit der größeren 52 kW-Batterie bevorzugen, müssen eine der höherwertigen Ausstattungslinien wählen. Der Dreizylinder-Benziner hingegen ist in allen vier Ausstattungslinien erhältlich, was eine flexible Wahl für Benzinkunden ermöglicht.
„Die Einführung des Frontera 'Start' zeigt, dass Opel gezielt auf die Bedürfnisse preisbewusster Kunden eingeht und gleichzeitig Flexibilität bei den Antriebsoptionen bietet.“
Verbrauch und Getriebe im Vergleich
Der Dreizylinder-Benziner der „Start“-Variante wird ausschließlich mit einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe angeboten. Dies unterscheidet ihn von den Mild-Hybrid-Modellen, die mit einem Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet sind und somit einen höheren Fahrkomfort bieten.
Beim Kraftstoffverbrauch zeigt sich ein leichter Unterschied: Der Dreizylinder-Benziner verbraucht laut WLTP zwischen 5,9 und 6,1 Litern pro 100 Kilometer. Die Mild-Hybrid-Varianten sind mit 5,3 bis 5,4 Litern etwas sparsamer. Dies ist ein wichtiger Faktor für potenzielle Käufer, die auf Betriebskosten achten.
Hintergrund zum Frontera
Der Opel Frontera wurde kürzlich als Nachfolger des Crossland vorgestellt. Er ist als Mild-Hybrid und als vollelektrisches Modell verfügbar. Die Neuausrichtung zielt darauf ab, Opels Präsenz im Segment der kompakten SUVs zu stärken und eine breitere Kundenschicht anzusprechen.
Strategie im aktuellen Marktumfeld
Die Entscheidung von Opel, ein abgespecktes Basismodell anzubieten, spiegelt die aktuelle Marktsituation wider. Trotz der zunehmenden Beliebtheit von Elektrofahrzeugen greifen viele Kunden in Deutschland weiterhin zu Verbrennungsmotoren oder Mild-Hybriden. Etwa zwei Drittel der in diesem Jahr verkauften Opel Frontera in Deutschland waren Verbrenner.
Auch wenn batterieelektrische Antriebe durch Förderungen unterstützt werden, bleibt der Preis ein entscheidendes Argument für viele Käufer. Mit dem günstigeren „Start“-Modell positioniert sich Opel neu, um auch in einem preissensiblen Marktsegment wettbewerbsfähig zu bleiben und eine breitere Zielgruppe anzusprechen.
- Kosteneffizienz: Attraktiver Einstiegspreis für den Frontera.
- Kundenfokus: Berücksichtigung der Nachfrage nach Verbrennern und Mild-Hybriden.
- Flexibilität: Auswahlmöglichkeiten bei Antrieben und Ausstattungen.
Diese Strategie könnte Opel helfen, seine Marktanteile zu sichern und neue Kunden zu gewinnen, die Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legen, ohne auf die Kernmerkmale des Frontera verzichten zu müssen.





