Opel arbeitet für sein nächstes vollelektrisches Kompakt-SUV mit dem chinesischen Hersteller Leapmotor zusammen. Das neue Modell soll ab Sommer 2028 im Stellantis-Werk Saragossa in Spanien produziert werden. Diese Kooperation zielt darauf ab, die Entwicklung zu beschleunigen und gleichzeitig die Kosten zu senken.
Wichtige Punkte
- Opel entwickelt ein vollelektrisches Kompakt-SUV mit Leapmotor.
- Produktionsstart ist für Sommer 2028 im Stellantis-Werk Saragossa geplant.
- Leapmotor verantwortet Antrieb, Batterie und Elektroarchitektur.
- Opel-Ingenieure kümmern sich um Design, Fahrwerk und Innenraum.
- Die Kooperation ist ein wichtiger Schritt für erschwingliche Elektrofahrzeuge.
Neue Partnerschaft für Opels E-Zukunft
Die Entscheidung, ein neues E-SUV in Zusammenarbeit mit Leapmotor zu entwickeln, markiert einen strategischen Schritt für Opel. Die Entwicklung dieses ausschließlich batterieelektrischen Modells hat bereits begonnen. Ziel ist es, ein hochmodernes und gleichzeitig erschwingliches Fahrzeug auf den Markt zu bringen.
Das zukünftige SUV wird im spanischen Saragossa gebaut. Dort läuft bereits seit vielen Jahren der Opel Corsa vom Band. Medienberichten zufolge plant Leapmotor, noch in diesem Sommer die Produktion des eigenen SUV B10 in demselben Werk zu starten. Der Leapmotor B10 misst 4,52 Meter und gehört somit zur gleichen Fahrzeugklasse wie das geplante neue Opel-Modell.
Faktencheck
- Produktionsstandort: Stellantis-Werk Saragossa, Spanien.
- Geplanter Start: Sommer 2028.
- Antrieb: Exklusiv batterieelektrisch.
- Leapmotor B10: 4,52 Meter Länge, ähnliche Klasse wie neues Opel-SUV.
Aufgabenverteilung und Fachkompetenzen
Die Zusammenarbeit sieht eine klare Aufgabenteilung vor. Die chinesische Seite, Leapmotor, ist für den Antrieb, die Batterie sowie die gesamte Elektro- und Digitalarchitektur des Fahrzeugs verantwortlich. Dies beinhaltet Kernkomponenten, die für moderne Elektrofahrzeuge entscheidend sind.
Die Ingenieure in Rüsselsheim konzentrieren sich auf das Design und alle Fahrzeugteile, mit denen Kunden direkt in Kontakt kommen. Dazu gehören das Fahrwerk, die Sitze und die Beleuchtung.
"Damit plant Opel einen weiteren wichtigen Schritt bei der Entwicklung hochmoderner und erschwinglicher Elektrofahrzeuge für unsere Kunden", erklärt Opel-Chef Florian Huettl.
Herausforderungen in der Opel-Entwicklung
Diese Kooperation findet vor dem Hintergrund einer Reduzierung der Entwicklungsmannschaft in Rüsselsheim statt. Erst vor wenigen Wochen kündigte Stellantis, der Mutterkonzern von Opel, an, die Zahl der Ingenieure von rund 1650 auf 1000 zu senken. Diese verbleibenden Mitarbeiter werden an Opel-Modellen und konzernweiten Projekten arbeiten.
Pläne für eine Batteriezellen-Fabrik am Opel-Standort Kaiserslautern wurden ebenfalls aufgegeben. Bei der Übernahme durch PSA im Jahr 2017 beschäftigte Opel noch rund 7000 Entwickler. PSA ist später mit Fiat-Chrysler zum multinationalen Stellantis-Konzern fusioniert, zu dem Marken wie Fiat, Jeep, Peugeot, Citroën und Opel gehören.
Hintergrund: Stellantis und Leapmotor
Stellantis hält einen Minderheitsanteil von 21 Prozent an Leapmotor. Die beiden Unternehmen haben das Vertriebsunternehmen Leapmotor International gegründet. Diese Partnerschaft ist ein Beispiel dafür, wie europäische Hersteller auf die steigende Präsenz chinesischer Elektroautohersteller in Europa reagieren.
Ähnlich plant SAIC, ein weiterer chinesischer Hersteller, den Bau einer Elektroautofabrik in Spanien, um EU-Einfuhrzölle zu umgehen.
Pionierrolle für Opel im Stellantis-Konzern
Mit dieser China-Kooperation nimmt Opel eine Pionierrolle innerhalb des Stellantis-Konzerns ein. Die Partnerschaft könnte Vorteile beim Einkauf von Komponenten und bei der Geschwindigkeit der Umsetzung neuer Modelle bieten. Konkrete Pläne für weitere Kooperationen mit anderen Stellantis-Marken wurden bisher nicht genannt.
Opel bietet seine aktuellen SUV-Modelle wie Mokka, Frontera und Grandland sowohl mit Verbrennungsmotoren als auch mit Elektroantrieben an. Kunden haben hier die Wahl. Das Unternehmen hat jedoch seine frühere Absicht, ab 2028 in Europa ausschließlich batterieelektrische Antriebe zu verkaufen, wieder revidiert.
- Aktuelle Opel SUV-Modelle: Mokka, Frontera, Grandland.
- Antriebsoptionen: Verbrenner und Elektro.
- Neues SUV: Ausschließlich mit E-Antrieb geplant.
Das nun gemeinsam mit Leapmotor entwickelte SUV soll jedoch von Anfang an ausschließlich als reines Elektrofahrzeug angeboten werden. Dies unterstreicht die Bedeutung der Kooperation für Opels Strategie im Bereich der Elektromobilität und die Entwicklung zukünftiger, umweltfreundlicher Fahrzeuge.
Die Partnerschaft mit Leapmotor ermöglicht es Opel, auf bewährte Technologien und Expertise im Bereich der Elektromobilität zurückzugreifen. Dies könnte Opel helfen, wettbewerbsfähige und moderne Elektrofahrzeuge schneller auf den Markt zu bringen und sich im wachsenden Segment der E-SUVs zu positionieren.





