Der Nissan Juke, bekannt für sein ungewöhnliches Design, steht vor einer wichtigen Veränderung: Die nächste Generation wird rein elektrisch angetrieben. Nissan plant, den Juke EV mit einem unverwechselbaren Charakter und emotionalem Design auf den Markt zu bringen, um sich von anderen Elektromodellen abzuheben.
Wichtige Erkenntnisse
- Der kommende Nissan Juke wird ein reines Elektrofahrzeug.
- Er soll sich durch mutiges Design und Emotionen von anderen Nissan-Elektromodellen abgrenzen.
- Technisch basiert der Juke EV eng auf dem Nissan Leaf.
- Die Markteinführung ist für Frühjahr 2027 geplant.
- Das Fahrzeug wird im Nissan-Werk Sunderland in Großbritannien produziert.
Einzigartiges Design trifft auf Elektromobilität
Der Nissan Juke hat sich seit seiner Einführung im Jahr 2010 durch sein mutiges und oft polarisierendes Design einen Namen gemacht. Diese Tradition will Nissan mit der Elektroversion fortsetzen. Das Unternehmen betont, dass der Juke EV „agil, kompakt und unverkennbar Nissan“ sein wird, und gleichzeitig eine neue Ära der Elektromobilität einläutet.
Während frühere Juke-Generationen für ihre schwungvollen Rundungen bekannt waren, deutet Nissan für den EV eine Entwicklung hin zu mehr Kanten und Falten an. Dies soll das Fahrzeug noch unverwechselbarer machen und eine Verwechslungsgefahr ausschließen. Das Design soll Kunden ansprechen, denen Modelle wie der Ariya oder Leaf zu konventionell erscheinen.
„Der Juke stand schon immer für ein gewagtes Design, das sich über Konventionen hinwegsetzt“, erklärt Nissan.
Technische Nähe zum Nissan Leaf
Trotz des eigenständigen Designs wird der Juke EV technisch eng mit dem Nissan Leaf verwandt sein. Dies bedeutet, dass viele Antriebs- und Batterietechnologien übernommen werden. Diese Strategie ermöglicht es Nissan, Skaleneffekte zu nutzen und die Entwicklungskosten zu optimieren.
Fakten zum Juke EV (voraussichtlich)
- Basismodell Leistung: 130 kW (ca. 177 PS)
- Drehmoment: 345 Nm
- Batteriekapazität Basis: 52 kWh
- Ladeleistung DC (Basis): Maximal 105 kW
- Leistungsstärkere Version: 160 kW (ca. 218 PS)
- Batteriekapazität Erweiterung: 75 kWh
- Ladeleistung DC (Erweiterung): Bis zu 150 kW
- AC-Laden: Dreiphasig mit 11 kW
Die Reichweite des Juke EV wird voraussichtlich der des Leaf ähneln, der im WLTP-Zyklus Werte von 436 km und 604 km erreicht. Aufgrund der Karosseriegestaltung des Juke könnten die Werte jedoch leicht abweichen. Eine schnelle Gleichstromladung soll ermöglichen, 250 km Reichweite in etwa 14 Minuten nachzuladen.
Das elektrische Portfolio von Nissan wächst
Der Juke EV wird eine wichtige Ergänzung im wachsenden Elektroauto-Portfolio von Nissan sein. Er reiht sich ein neben dem neuen Kleinwagen Micra (auf gemeinsamer Basis mit dem Renault 5), der dritten Generation des Leaf, dem Crossover Ariya, dem Hochdachkombi Townstar und einem weiteren geplanten Modell im A-Segment.
Hintergrund: Nissans E-Strategie
Nissan war mit dem Leaf einer der Pioniere der Elektromobilität. Die Einführung des Juke EV unterstreicht das Engagement des Unternehmens, seine Modellpalette konsequent zu elektrifizieren. Dabei setzt Nissan auf eine Mischung aus bewährter Technik und markantem Design, um verschiedene Kundensegmente anzusprechen und im Wettbewerb zu bestehen.
Produktion und Verfügbarkeit
Die Produktion des Nissan Juke EV wird im britischen Nissan-Werk Sunderland erfolgen. Dort wird bereits der Nissan Leaf gebaut, was zu erheblichen Synergien in der Fertigung führen dürfte. Nissan plant, die ersten Auslieferungen des neuen Elektro-Crossovers im Frühjahr 2027 zu starten.
Die enge technische Verwandtschaft zum Leaf lässt zudem auf einen wettbewerbsfähigen Einstiegspreis hoffen, der voraussichtlich unter 40.000 Euro liegen könnte.
V2G-Technologie: Eine Brücke in die Energiezukunft
Ein besonderes Merkmal, das der Juke EV vom Leaf übernehmen soll, ist die Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G). Diese ermöglicht es Elektrofahrzeugen, nicht nur Strom aufzunehmen, sondern ihn bei Bedarf auch wieder ins Stromnetz zurückzuspeisen. Dies kann zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen und Überschüsse aus erneuerbaren Energien besser nutzen.
In Europa steckt V2G noch in den Anfängen, während die Technologie in Japan bereits etabliert und staatlich gefördert wird. Eine breite Integration könnte dazu beitragen, teure und klimaschädliche fossile Energieimporte zu reduzieren und die Abhängigkeit von herkömmlichen Kraftwerken zu verringern. Für Besitzer bietet V2G zudem die Möglichkeit, Eigenstrom zu nutzen und am Stromhandel teilzunehmen.
Der aktuelle Nissan Juke Hybrid wird weiterhin im Programm bleiben und ergänzt das Angebot für Kunden, die noch nicht vollständig auf Elektromobilität umsteigen möchten, aber dennoch Wert auf Effizienz legen.





