Mercedes-Benz bereitet die Einführung der elektrischen C-Klasse EQ vor. Erste Probefahrten mit Vorserienmodellen zeigen ein hohes Maß an Komfort und Fahrdynamik. Das Fahrzeug soll eine beeindruckende Reichweite von über 800 Kilometern bieten und eine Ladeleistung von bis zu 330 kW ermöglichen.
Wichtige Erkenntnisse
- Die elektrische C-Klasse EQ kommt im Sommer als Teil einer Modellüberarbeitung.
- Sie nutzt die Antriebstechnik des Mercedes GLC EQ und bietet Komfort und Dynamik auf E-Klasse-Niveau.
- Eine Reichweite von über 800 Kilometern und eine Ladeleistung von bis zu 330 kW sind angekündigt.
- Optional sind Luftfederung und Allradlenkung verfügbar, die das Fahrverhalten verbessern.
- Die Preise werden voraussichtlich bei 60.000 bis 65.000 Euro für das Basismodell starten.
Ein neues Kapitel für die C-Klasse
Die elektrischen Modelle der C-Klasse EQ stehen kurz vor ihrer offiziellen Vorstellung. Sie werden im Sommer im Rahmen einer umfassenden Überarbeitung der C-Klasse-Baureihe präsentiert. Für Mercedes-Benz markiert dies einen wichtigen Schritt in der Elektrifizierungsstrategie.
Die neue C-Klasse EQ greift auf die bewährte Antriebstechnik des elektrischen SUV-Modells Mercedes GLC EQ zurück. Damit positioniert sich Mercedes im Wettbewerb mit Modellen wie dem BMW i3 und dem zukünftigen Volvo ES60. Die Erwartungen an das Fahrzeug sind hoch, insbesondere in Bezug auf Leistung und Effizienz.
Faktencheck
- Reichweite: Über 800 Kilometer nach WLTP-Standard.
- Ladeleistung: Bis zu 330 kW dank 800-Volt-Architektur.
- Batteriekapazität: 94 kWh Unterflur-Batterie mit NMC-Zellchemie.
- Motorvarianten: C 300 EQ (Basis) und C 400 EQ 4matic (Allrad).
Fahrkomfort und Dynamik auf Oberklasse-Niveau
Bei ersten Testfahrten zeigte sich die elektrische C-Klasse EQ von ihrer besten Seite. Die Entwickler haben großen Wert auf eine harmonische Abstimmung von Antrieb und Fahrwerk gelegt. Dies resultiert in einem Fahrgefühl, das eher an eine E- oder S-Klasse erinnert als an ein Mittelklassefahrzeug.
Der längere Radstand, eine effektive Geräuschdämmung und ein sorgfältig abgestimmtes Fahrwerk tragen maßgeblich zu diesem Eindruck bei. Auf Landstraßen im Schwarzwald gleitete das Fahrzeug über den Asphalt, was eine bemerkenswerte Ruhe und Souveränität vermittelte.
„Man schwebt so ruhig über die Landstraßen im Schwarzwald, dass man sich eher wie in einem E- oder S-Klasse-Modell wähnen könnte.“
Antriebsvielfalt und Effizienz
Mercedes-Benz plant zwei Hauptmotorvarianten: den Mercedes C 300 EQ als Basismodell und den C 400 EQ 4matic für Kunden, die mehr Leistung und Allradantrieb wünschen. Im C 400 EQ leisten die beiden Elektromotoren gemeinsam 360 kW. Die Energieversorgung erfolgt über eine 94 kWh große Unterflur-Batterie.
Die 800-Volt-Spannungslage des Speichers ermöglicht eine beeindruckende Ladeleistung von bis zu 330 kW. Dies bedeutet, dass innerhalb von nur zehn Minuten eine Reichweite von über 300 Kilometern nachgeladen werden kann. Die NMC-Zellchemie macht die Batterie zudem weniger kälteempfindlich als viele LFP-Akkus.
Hintergrund zur Technik
Die Nutzung der Antriebstechnik aus dem Mercedes GLC EQ ist ein strategischer Schritt. Sie ermöglicht es Mercedes, bewährte Komponenten in verschiedenen Modellreihen einzusetzen und so Entwicklungskosten zu optimieren. Gleichzeitig profitieren Kunden von ausgereifter und leistungsfähiger Technologie.
Intelligente Fahrwerkstechnologien
Der hohe Komfort geht nicht nur auf die Dämmung zurück. Die optionale Luftfederung spielt eine zentrale Rolle. Sie passt sich variabel an Geschwindigkeit und Fahrprogramm an, was das Fahrerlebnis deutlich verbessert. Besonders in Kurven zeigt sich die Wirkung der Hinterachslenkung.
Die Allradlenkung reduziert den Wendekreis um fast einen Meter. Dies erleichtert das Manövrieren in engen Stadtverhältnissen erheblich. Obwohl diese Ausstattungsmerkmale aufpreispflichtig sind, bieten sie einen klaren Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten in der Mittelklasse.
Innenraum und Ausstattung
Der Innenraum der elektrischen C-Klasse EQ orientiert sich am GLC. Er verfügt über die bekannten Großdisplays, bequeme Sitze und ein Panoramadach. Gegen Aufpreis lässt sich das Panoramadach elektrochromatisch verschatten. Bislang war es in der C-Klasse auch zu öffnen.
Die Limousine bietet eine hochwertige Anmutung und moderne Technologie. Sie schafft eine angenehme Atmosphäre für Fahrer und Passagiere. Die Ausstattungsvielfalt dürfte kaum Wünsche offenlassen.
Dynamik am Limit
Auf dem Handlingkurs zeigte sich die C-Klasse EQ auch bei ambitioniertem Tempo souverän. Sie wirkt ruhiger und stabiler als der kleinere CLA. Größere Räder, mehr Radstand und eine breitere Spur tragen dazu bei. Auch die breiteren Sportreifen und die Fahrwerksabstimmung sind entscheidend.
Trotz ihres Gewichts – Elektroautos sind bauartbedingt schwerer – vermittelt die C-Klasse EQ ein agiles Fahrgefühl. Die Leistungsfähigkeit des C 400 4matic wird wohl nur von wenigen Kunden voll ausgeschöpft werden. Die elektrische C-Klasse bewegt sich auf Augenhöhe mit den Verbrennerversionen, teilweise übertrifft sie diese sogar.
Preise und Marktstart
Mercedes-Benz hat sich zu den genauen Preisen noch nicht geäußert. Der Verkaufsstart ist für „Mitte 2026“ geplant. Experten rechnen mit einem Einstiegspreis von etwa 60.000 bis 65.000 Euro für das Basismodell. Dies würde die elektrische C-Klasse preislich leicht unterhalb des GLC EQ positionieren.
Die elektrische C-Klasse EQ verspricht, eine konkurrenzfähige Option im Segment der elektrischen Premium-Mittelklasse zu werden. Mit ihrer Kombination aus hoher Reichweite, schneller Ladefähigkeit und überzeugendem Fahrkomfort setzt sie neue Maßstäbe.





