Ducati präsentiert eine umfassend überarbeitete Version seiner Reiseenduro DesertX. Das Modell, das bereits seit 2021 auf dem Markt ist, erhält eine Reihe von Neuerungen. Diese betreffen Motor, Fahrwerk und Design, während der Preis um 700 Euro gesenkt wird. Die neue DesertX soll sowohl auf der Straße als auch im Gelände überzeugen.
Wichtige Neuerungen
- Neuer 890-cm³-V2-Motor mit variabler Ventilsteuerung
- Gewichtsreduktion um 1 kg auf 209 kg Trockengewicht
- Modernisiertes Design mit schlankerem Tank und schnittigerer Verkleidung
- Monocoque-Rahmen ersetzt Stahlrohrrahmen
- Preis um 700 Euro gesenkt auf 16.390 Euro
- Erweiterte elektronische Assistenzsysteme
Ein frisches Design trifft auf bewährte Merkmale
Die neue DesertX behält ihre charakteristischen doppelten LED-Rundscheinwerfer. Diese sind nun jedoch oben und unten leicht angeschnitten, was dem Motorrad ein moderneres Aussehen verleiht. Der zuvor eher pummelige Tank weicht einem schlankeren Exemplar. Auch die Verkleidung wurde schnittiger gestaltet. Diese Änderungen tragen dazu bei, dass die DesertX im direkten Vergleich leichter und zeitgemäßer wirkt.
Am Heck verabschiedet sich Ducati vom Old-School-Look der Vorgängerin. Eine modernere Formgebung prägt nun das Erscheinungsbild. Unter der zweigeteilten Sitzbank, die mit 880 mm nur fünf Millimeter höher ist als zuvor, verbergen Seitencover das Federbein. Auch die Aluminiumschwinge und der vordere Kotflügel wurden neu gestaltet. Diese Anpassungen unterstreichen den evolutionären Charakter des Modells.
Herzstück: Der neue Motor mit variabler Ventilsteuerung
Eine der bedeutendsten Änderungen ist der neue Motor. Die DesertX erhält den 890-cm³-V2, der bereits in anderen Ducati-Modellen wie Monster, Panigale, Hypermotard und Multistrada erfolgreich eingesetzt wird. Obwohl der Hubraum kleiner ist als beim 937-cm³-V2 des Vorgängermodells, bleibt die Leistung identisch: 110 PS und 92 Nm Drehmoment.
Faktencheck Motor
- Hubraum: 890 cm³ (vorher 937 cm³)
- Leistung: 110 PS
- Drehmoment: 92 Nm
- Maximalleistung bei: 9000/min (vorher 9250/min)
- Besonderheit: Variable Ventilsteuerung
Das Geheimnis hinter der konstanten Leistung bei geringerem Hubraum liegt in der variablen Ventilsteuerung. Diese Technologie ermöglicht es, die maximale Leistung bereits bei 9000/min zu erreichen, während der Vorgänger dafür höhere Drehzahlen benötigte. Zudem sorgt die variable Ventilsteuerung für ein höheres Drehmoment bei niedrigeren Drehzahlen. Die Gänge fünf und sechs sind nun länger übersetzt, was den Fahrkomfort optimiert.
Fahrwerk und Rahmen: Stabilität und Agilität
Ducati hat den Stahlrohrrahmen der Vorgängerin durch ein Monocoque ersetzt, was eine modernere Konstruktionsweise darstellt. Der hintere Hilfsrahmen bleibt jedoch aus Stahl gefertigt. Das Trockengewicht der neuen DesertX beträgt 209 kg, was einer Reduktion von nur einem Kilogramm gegenüber dem Vorgängermodell entspricht.
Fahrwerkskomponenten
Ducati setzt weiterhin auf bewährte Komponenten des japanischen Zulieferers KYB. Sowohl die Upside-down-Gabel als auch das Federbein sind voll einstellbar. Sie bieten beeindruckende Federwege von 230 mm vorn und 220 mm hinten, was die Geländetauglichkeit unterstreicht.
Die Entwickler haben auch die Fahrwerksgeometrie überarbeitet. Der Radstand wächst geringfügig um sieben Millimeter auf 1615 mm. Der Nachlauf ist mit 114 mm um acht Millimeter kürzer. Die Gabel steht mit 63 Grad nun steiler. Diese Änderungen versprechen eine verbesserte Handlichkeit, besonders abseits befestigter Wege.
Bei den Reifen geht Ducati keine Kompromisse ein. Die DesertX behält ihre schlauchlosen Dimensionen von 90/90-21 vorn und 150/70-18 hinten. Die bewährten Pirelli Scorpion Rally STR sorgen weiterhin für sicheren Grip in jedem Terrain.
Umfassende Assistenzsysteme und digitale Ausstattung
Ducati stattet die neue DesertX mit einer Vielzahl elektronischer Assistenzsysteme aus. Diese steigern Sicherheit und Komfort erheblich. Dazu gehören sechs Fahrmodi: Sport, Touring, Urban, Wet, Enduro und Rallye. Ein vierstufiges Schlupfregelungssystem, Kurven-ABS von Bosch, Wheelie-Kontrolle und Motorbremsmoment-Regelung sind ebenfalls an Bord. Ein Quickshifter, Tempomat und automatische Blinkerrückstellung ergänzen das Paket.
Das Fünf-Zoll-TFT-Display wechselt vom Hoch- zum Querformat. Die Bluetooth-Kompatibilität mit dem Smartphone bleibt erhalten. Für elektronische Geräte stehen zwei USB-Anschlüsse zur Verfügung. Der neue Polymer-Tank fasst 18 Liter, was eine Reduktion gegenüber den 21 Litern des Vorgängers darstellt.
Wartung und Kosten: Erfreuliche Nachrichten
Eine weitere positive Entwicklung betrifft die Wartungskosten. Ducati verzichtet bei diesem Motor auf eine desmodromische Ventilsteuerung. Dies reduziert den Wartungsaufwand erheblich. Die Ventilspielkontrolle ist jetzt nur noch alle 45.000 km fällig. Ein Ölwechsel ist nur alle 15.000 km notwendig. Dies senkt die Betriebskosten für die Fahrer spürbar.
„Die neue DesertX ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie wir bewährte Qualitäten mit modernster Technologie verbinden können, um ein noch besseres Fahrerlebnis zu schaffen“, erklärt ein Sprecher von Ducati.
Nicht nur die Wartung wird günstiger. Ducati senkt auch den Preis für die DesertX um 700 Euro auf 16.390 Euro. Diese Preisgestaltung macht die hochwertige Reiseenduro für ein breiteres Publikum attraktiver. Die neue DesertX hat das Potenzial, Enduristen anzuziehen, die gerne abseits befestigter Pfade unterwegs sind, und bietet gleichzeitig eine exzellente Performance für längere Touren auf der Straße.





