Der Cupra Tavascan, ein vollelektrisches SUV-Coupé, bekommt ein umfangreiches technisches Upgrade. Volkswagen rollt eine neue Plattform-Generation für seine Elektrofahrzeuge aus, von der nun auch der Tavascan profitiert. Dies beinhaltet einen effizienteren Antrieb, eine neue Batterietechnologie und ein überarbeitetes Infotainmentsystem. Die Vorproduktion hat bereits begonnen, die Auslieferungen sollen im Sommer starten.
Wichtige Neuerungen
- Neuer Basisantrieb APP350 mit 140 kW Leistung und 350 Nm Drehmoment.
- Einsatz einer LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat) für das Basismodell.
- Verbessertes Infotainmentsystem mit neuer Hard- und Software.
- Erweiterte Funktionen wie One-Pedal-Driving und Smartphone-Schlüssel.
- Einführung eines voraussichtlich günstigeren Basismodells.
Neuer Antrieb und LFP-Batterie für mehr Effizienz
Das Herzstück des Upgrades ist der neue Antrieb mit der internen Bezeichnung APP350. Dieser Motor leistet 140 kW (190 PS) und bietet ein Drehmoment von 350 Nm. Er ersetzt den bisherigen APP310 und soll deutlich sparsamer im Verbrauch sein. Für das Basismodell des Tavascan wird eine WLTP-Reichweite von 435 Kilometern angegeben. Diese Werte zeigen, dass Cupra auf eine verbesserte Effizienz setzt.
Eine weitere bedeutende Neuerung ist die Einführung einer LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat). Diese Batterietechnologie gilt als langlebiger und kostengünstiger in der Produktion. Die Ladezeit wurde ebenfalls optimiert: Die Batterie lässt sich in nur 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Die maximale Gleichstrom-Ladeleistung liegt bei 105 kW. Die stärkeren Tavascan-Versionen mit 210 kW und 250 kW bleiben weiterhin im Angebot.
Faktencheck: LFP-Batterien
- LFP-Batterien verwenden Eisenphosphat statt Nickel und Kobalt.
- Sie sind oft günstiger in der Herstellung und haben eine längere Lebensdauer.
- Ihre Energiedichte ist tendenziell geringer als bei NMC-Batterien, aber sie sind robuster.
- Ideal für Basismodelle, wo Kosten und Langlebigkeit im Vordergrund stehen.
Modernisierter Innenraum und Infotainment
Auch der Innenraum des Cupra Tavascan erfährt eine Überarbeitung. Das Fahrzeug erhält ein neues, größeres Kombiinstrument, welches dem Fahrer wichtige Informationen klarer darstellt. Eine willkommene Änderung sind die neuen physischen Tasten am Lenkrad, die die oft kritisierten Wischflächen ersetzen. Dies verbessert die Bedienbarkeit während der Fahrt erheblich und trägt zur Sicherheit bei.
Das Infotainmentsystem ist nun mit frischer Hard- und Software ausgestattet. Diese umfassende Erneuerung bedeutet eine schnellere Reaktion und eine intuitivere Benutzeroberfläche. Es ist wichtig zu beachten, dass ältere Tavascan-Modelle diese spezifischen Software-Upgrades nicht erhalten werden, da Hardware und Software eng miteinander verknüpft sind. Dennoch werden auch ältere Fahrzeuge weiterhin Updates bekommen, nur eben nicht auf den neuesten Stand 6.0.
„Die Integration neuer Hard- und Software im Infotainmentsystem des Tavascan sorgt für ein flüssigeres und moderneres Nutzererlebnis“, so ein Sprecher von Cupra.
Neue Funktionen und Konnektivität
Mit dem Update kommen auch neue Funktionen hinzu, die den Komfort und die Konnektivität des Tavascan verbessern. Dazu gehört die Möglichkeit, smarte Mobiltelefone und sogar bestimmte Smartwatches als Fahrzeugschlüssel zu verwenden. Dies vereinfacht den Zugang zum Fahrzeug und macht einen physischen Schlüssel oft überflüssig.
Ein weiteres Feature ist das sogenannte One-Pedal-Driving. Diese Funktion ermöglicht es dem Fahrer, das Fahrzeug hauptsächlich über das Gaspedal zu beschleunigen und zu verzögern, indem beim Loslassen des Pedals eine starke Rekuperation einsetzt. Dies kann den Fahrkomfort erhöhen und den Energieverbrauch optimieren. Es wird erwartet, dass diese Funktion nur den Modellen mit der Software ab Version 6.0 zur Verfügung steht.
Hintergrund: Volkswagen MEB-Plattform
Das Upgrade des Cupra Tavascan ist Teil einer größeren Strategie des Volkswagen Konzerns, die MEB-Plattform (Modularer E-Antriebs-Baukasten) kontinuierlich zu verbessern. Modelle wie der Cupra Born und der VW ID.3 Neo haben bereits ähnliche Upgrades erhalten. Ziel ist es, die Effizienz, Leistung und digitale Ausstattung der Elektrofahrzeuge konzernweit zu optimieren.
Design und Preisgestaltung
Äußerlich bleibt der Cupra Tavascan größtenteils unverändert. Das markante Design, das ihn von anderen Modellen abhebt, wird beibehalten. Eine neue Farboption wird jedoch eingeführt: „Midnight Black“ steht nun zur Auswahl, um die Personalisierungsmöglichkeiten zu erweitern. Dies unterstreicht, dass das Design bereits gut angenommen wird und keine drastischen Änderungen benötigt.
Die aktuellen Preise für den Cupra Tavascan beginnen bei 53.340 Euro für das Modell mit Hinterradantrieb und 210 kW. Für das neue Basismodell mit 140 kW Leistung wird ein Startpreis von unter 50.000 Euro erwartet. Dies würde den Tavascan für eine breitere Käuferschicht zugänglicher machen und ihn im Wettbewerb attraktiver positionieren. Genaue Preise werden noch bekannt gegeben, aber die Erwartung ist klar: mehr Leistung und Ausstattung für einen potenziell niedrigeren Einstiegspreis.
Produktions- und Auslieferungsplan
- Die Vorproduktion des überarbeiteten Tavascan hat bereits begonnen.
- Die ersten Auslieferungen an Kunden sind für den Sommer geplant.
- Dies sichert eine zeitnahe Verfügbarkeit der neuen Modelle auf dem Markt.
Fazit und Ausblick
Das umfassende Upgrade des Cupra Tavascan zeigt das Engagement des Volkswagen Konzerns, seine Elektrofahrzeuge kontinuierlich zu verbessern. Mit einem effizienteren Antrieb, einer modernen LFP-Batterie und einem stark überarbeiteten Infotainmentsystem wird der Tavascan noch attraktiver. Die neuen Funktionen wie One-Pedal-Driving und die Möglichkeit, das Smartphone als Schlüssel zu nutzen, bieten zusätzlichen Komfort und moderne Konnektivität. Der erwartete Einstiegspreis unter 50.000 Euro könnte zudem die Verkaufszahlen ankurbeln und den Tavascan zu einer noch stärkeren Option im Segment der elektrischen SUV-Coupés machen.





