Cupra stellt die überarbeitete Version des Born vor, die mit einer neuen LFP-Batterie für das Basismodell, einer gesteigerten Reichweite von bis zu 600 Kilometern und einem deutlich aufgewerteten Innenraum überzeugt. Diese Modellpflege soll den Elektrokompaktwagen noch attraktiver machen.
Wichtige Neuerungen
- Basismodell erhält 58 kWh LFP-Batterie.
- Große Batterie bietet 79 kWh und bis zu 600 km Reichweite.
- Innenraum mit hochwertigeren Materialien und physischen Tasten.
- Infotainmentsystem basiert auf Android.
- Produktionsstart im zweiten Quartal, Auslieferungen im Frühsommer.
Antrieb und Batterietechnologie im Detail
Der überarbeitete Cupra Born wird künftig in drei Leistungsstufen und mit zwei verschiedenen Batteriegrößen erhältlich sein. Das Basismodell erhält eine Batterie mit einem nutzbaren Energiegehalt von 58 kWh. Eine wesentliche Neuerung hierbei ist der Wechsel der Zellchemie auf Lithium-Eisenphosphat (LFP).
Bisher nutzte das Basismodell des Born eine Batterie mit Nickel, Mangan und Kobalt. Die Umstellung auf LFP-Technologie verspricht Vorteile in Bezug auf Lebensdauer und Kosten, auch wenn die genaue DC-Ladeleistung für diese Ausführung noch nicht bekannt ist. Vergleichbare Modelle auf derselben Plattform, wie der Ford Explorer, erreichen hier 110 kW.
Fakten zur Batterie
- Kleine Batterie: 58 kWh nutzbar, LFP-Zellchemie.
- Große Batterie: 79 kWh netto, 185 kW DC-Ladeleistung.
- Reichweite große Batterie: Rund 600 km (WLTP).
Die größere Batterievariante bietet netto 79 kWh Energiegehalt. Sie ermöglicht eine beeindruckende Reichweite von rund 600 Kilometern nach WLTP-Standard. Dies entspricht einem Zuwachs von etwa 150 Kilometern gegenüber der kleineren Batterieoption. Die Ladeleistung dieser großen Batterie beträgt an Gleichstrom 185 kW. Damit ist schnelles Laden an entsprechenden Stationen möglich.
Alle Modelle des Cupra Born behalten den Heckantrieb bei. Ein zusätzlicher Motor an der Vorderachse, wie er in größeren VW-Modellen wie dem ID.4 GTX zum Einsatz kommt, ist für den Born in dieser Fahrzeuggröße nicht vorgesehen.
Umfassende Aufwertung des Innenraums
Die Änderungen im Innenraum des Cupra Born sind weitreichend und zielen auf eine deutliche Qualitätssteigerung ab. Cupra verspricht eine höherwertige Auskleidung, was angesichts des bisherigen Niveaus eine willkommene Verbesserung darstellt.
Besonders hervorzuheben ist die Rückkehr zu physischen Tasten am Lenkrad. Dies verbessert die Bedienbarkeit erheblich, da die bisherigen Touch-Flächen oft kritisiert wurden. Auch die Bedienung der Fensterheber wird vereinfacht: Jeder Fensterheber erhält nun einen eigenen Schalter, die bisherige Umschaltung zwischen vorn und hinten entfällt.
"Der Born hat im Innenraum durch die Überarbeitung insgesamt deutlich gewonnen. Das ist ein wichtiger Schritt für das Fahrerlebnis."
Technologische Fortschritte im Cockpit
Das Infotainmentsystem des Born basiert nun auf Android. Dies könnte eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit und erweiterte Funktionen mit sich bringen. Es bleibt abzuwarten, ob bestehende Born-Modelle dieses Software-Update erhalten können oder ob dafür eine neue Hardware notwendig ist.
Ein weiteres Highlight ist das verbesserte Soundsystem, das in Zusammenarbeit mit Sennheiser entwickelt wurde. Dies verspricht ein optimiertes Klangerlebnis im Fahrzeug. Das Kombiinstrument, bisher ein eher kleines Display, wird durch ein aufgeräumteres und größeres Display ersetzt, was die Ablesbarkeit von Fahrinformationen verbessert.
Hintergrund zur Plattform
Der Cupra Born basiert auf der MEB-Plattform des Volkswagen-Konzerns. Diese Plattform wird für eine Vielzahl von Elektrofahrzeugen genutzt, von Kompaktwagen bis hin zu SUVs. Die ständigen Überarbeitungen der Plattform kommen allen darauf basierenden Modellen zugute und ermöglichen technologische Fortschritte wie die Einführung von LFP-Batterien.
Sicherheitsfeatures und Designanpassungen
Auch im Bereich der Sicherheit gibt es Neuerungen. Cupra betont die Zusammenarbeit von Electronic Stability Control (ESC) und Front Assist bei einem drohenden Crash. Dabei soll sich unter anderem das Schiebedach aus Sicherheitsgründen automatisch schließen. Dies wäre eine bemerkenswerte Neuerung, da das Glasdach im aktuellen Born nicht geöffnet werden kann.
Äußerlich bleibt der Born weitgehend erkennbar, obwohl Cupra von einer neuen Designsprache spricht. Die Stoßfänger wurden überarbeitet und Matrix-Scheinwerfer sind nun auch im Born verfügbar. Diese tragen nicht nur zur Ästhetik bei, sondern verbessern auch die Ausleuchtung der Fahrbahn erheblich.
Die Produktion des überarbeiteten Cupra Born soll im zweiten Quartal dieses Jahres im Werk Zwickau anlaufen. Die ersten Auslieferungen an Kunden sind für den Frühsommer geplant. Konkrete Preise wurden noch nicht bekannt gegeben, aber es wird erwartet, dass sich der Nachfolger in einem ähnlichen Bereich wie das aktuelle Modell bewegen wird, das bei 36.450 Euro startet.
Wichtige Termine
- Produktionsstart: Zweites Quartal.
- Erste Auslieferungen: Frühsommer.
- Produktionsstandort: Zwickau.





