Citroën hat die Entwicklung eines neuen Elektrofahrzeugs angekündigt, das die Kernwerte des legendären 2CV aufgreifen soll. Das Modell, dessen Details auf dem Pariser Autosalon im Oktober 2026 vorgestellt werden, zielt darauf ab, erschwingliche Elektromobilität für eine breite Masse zugänglich zu machen.
Wichtige Punkte
- Citroën entwickelt ein neues Elektroauto im Geiste des historischen 2CV.
- Das Fahrzeug soll erschwinglich, essenziell und alltagstauglich sein.
- Erste Details werden auf dem Pariser Autosalon im Oktober 2026 erwartet.
- Die Initiative ist Teil des Stellantis-Strategieplans „FaSTLAne 2030“.
- Ein möglicher Preis unter 15.000 Euro wird spekuliert, ist aber unbestätigt.
Rückkehr zu den Wurzeln: Einfachheit und Zugänglichkeit
Die Ankündigung von Citroën ist Teil einer umfassenden Modernisierungsoffensive des Mutterkonzerns Stellantis. Ziel ist es, die Marke Citroën als Vorreiter für erschwingliche elektrische Kleinstwagen zu positionieren. Das neue Modell orientiert sich an der ursprünglichen Idee des „Toute Petite Voiture“ (TPV) aus den 1930er-Jahren, aus der der 2CV hervorging.
Citroën-CEO Xavier Chardon betont, dass die Neuauflage nicht von Nostalgie, sondern von einer zeitgemäßen Interpretation von Einfachheit und Zugänglichkeit angetrieben wird. Sein Credo für das Fahrzeug lautet: „Elektrisch. Essenziell. Erschwinglich. Menschlich.“ Dies spiegelt den ursprünglichen Geist des 2CV wider, der Mobilität für viele Menschen ermöglichte.
Historischer Kontext
Der ursprüngliche Citroën 2CV, oft liebevoll „Ente“ genannt, wurde zwischen 1948 und 1990 produziert. Er war bekannt für seine einfache Konstruktion, Robustheit und Wirtschaftlichkeit. Über 5 Millionen Einheiten wurden verkauft, was ihn zu einem der erfolgreichsten Modelle der Automobilgeschichte macht.
Strategie von Stellantis: Fokus auf bezahlbare Elektromobilität
Die Entwicklung des neuen Elektro-2CV ist eng mit dem Stellantis-Strategieplan „FaSTLAne 2030“ verknüpft. Dieser Plan sieht Investitionen von 60 Milliarden Euro über fünf Jahre vor. Stellantis strebt bis 2030 eine Umsatzsteigerung von 154 auf 190 Milliarden Euro an und peilt eine operative Marge von 7 Prozent an. Ein klarer Schwerpunkt liegt auf der Produktion bezahlbarer Elektrofahrzeuge für den europäischen Markt.
Die Rolle von Citroën innerhalb dieser Strategie ist entscheidend. Die Marke soll ein glaubwürdiges Angebot im Segment der erschwinglichen Elektromobilität schaffen. Dies erfordert innovative Ansätze bei Design und Produktion, um die Kosten niedrig zu halten und gleichzeitig die Erwartungen der Kunden zu erfüllen.
„Den 2CV für morgen neu zu erfinden, ist eine enorme Herausforderung und zugleich eine große Verantwortung“, sagte Citroën-CEO Xavier Chardon. „Der ursprüngliche 2CV wurde nicht mit dem Ziel entwickelt, zur Ikone zu werden – er gab den Menschen schlicht Freiheit.“
Technische Eckdaten und Spekulationen
Konkrete technische Details zum neuen Elektrofahrzeug, wie Batteriekapazität, Reichweite, Leistung oder Gewicht, hat Citroën bisher nicht genannt. Die Marke konzentriert sich stattdessen auf die Leitlinien: Erschwinglichkeit, geringes Gewicht, hohe Alltagstauglichkeit, Vielseitigkeit und Persönlichkeit.
Medienberichte spekulieren über einen möglichen Preis von unter 15.000 Euro und einen Marktstart um das Jahr 2028. Als möglicher Fertigungsort wurde das italienische Pomigliano d'Arco genannt. Stellantis hat diese Informationen jedoch noch nicht bestätigt. Es wird erwartet, dass das Fahrzeug auf einer der neuen Plattformen von Stellantis oder denen eines chinesischen Partners basieren wird.
Plattformstrategie bei Stellantis
Um die Kosten für Elektrofahrzeuge zu senken, setzt Stellantis auf modulare Plattformen, die eine flexible Produktion verschiedener Modelle ermöglichen. Dies ist entscheidend, um die Wirtschaftlichkeit kleinerer Elektrofahrzeuge zu gewährleisten und wettbewerbsfähige Preise anzubieten.
Die Herausforderung der Neuinterpretation
Die Neuentwicklung eines Fahrzeugs, das den Geist einer Legende wie des 2CV einfängt, ohne in reine Nostalgie zu verfallen, ist eine komplexe Aufgabe. Der ursprüngliche 2CV war das Ergebnis einer Zeit, in der Ingenieure weitreichende Freiheiten bei der Konstruktion hatten. Dies führte zu seiner einzigartigen Persönlichkeit.
Heute agieren Automobilhersteller deutlich konservativer, auch aufgrund der stärkeren Rolle des Controllings. Es wird eine Herausforderung sein, die Einfachheit und den Charakter des Originals in einem modernen Elektrofahrzeug zu replizieren, das gleichzeitig den heutigen Sicherheits- und Technologiestandards entspricht. Ein großes Rolldach, wie es das Original hatte, wäre ein willkommener Bezugspunkt.
Zukünftige Ankündigungen
Weitere Details zu diesem spannenden Projekt werden auf dem Pariser Autosalon im Oktober 2026 erwartet. Bis dahin bleibt viel Raum für Spekulationen, wie Citroën die Balance zwischen historischer Inspiration und zukunftsweisender Elektromobilität meistern wird. Das Ziel ist klar: Ein Elektroauto zu schaffen, das die Freiheit und Zugänglichkeit des 2CV in die elektrische Ära überführt.
- Markteinführung spekuliert um 2028.
- Preisziel möglicherweise unter 15.000 Euro.
- Fokus auf europäische Märkte.
- Teil einer 60 Milliarden Euro Investition von Stellantis.





