In Laufenburg, Schweiz, entsteht das weltweit größte Durchflussbatterie-Projekt. Flexbase, ein Rechenzentrumsbetreiber, hat Invinity Energy Systems als strategischen Partner ausgewählt. Diese Partnerschaft markiert einen wichtigen Schritt für die Energiespeicherung und die Rechenzentrumsbranche.
Die Vanadium-Redox-Flow-Batterie (VRFB) von Invinity wird ein Schlüsselmodul für das innovative Projekt sein. Sie soll die Energieversorgung des Rechenzentrums stabilisieren und optimieren. Experten betonen die Bedeutung dieser Technologie für die Zuverlässigkeit kritischer Infrastrukturen.
Wichtige Erkenntnisse
- Flexbase und Invinity bauen die weltweit größte Durchflussbatterie.
- Das Projekt befindet sich in Laufenburg, Schweiz, und versorgt ein Rechenzentrum.
- Die Vanadium-Redox-Flow-Batterie (VRFB) ist nicht brennbar und stabil.
- Lokale Partner wie Equans Schweiz und Georg Fischer AG sind beteiligt.
- Die Ingenieurphase hat begonnen, die Produktion folgt zeitnah.
Ein Meilenstein für die Energiespeicherung
Die Entscheidung für Invinity fiel nach einem intensiven Auswahlverfahren. Marcel Aumer, Gründer und CEO von Flexbase, hob hervor, dass Invinity das überzeugendste Gesamtpaket bot. Besonders die niedrigsten Lebenszykluskosten (LCOS) und die Eigenschaften der VRFB-Technologie waren ausschlaggebend.
Die VRFB-Technologie zeichnet sich durch mehrere Vorteile aus. Sie ist nicht brennbar, bietet eine hohe Zyklenstabilität und ist flexibel einsetzbar. Diese Merkmale sind für den Betrieb eines Rechenzentrums von großer Bedeutung, da sie Sicherheit und Effizienz gewährleisten.
Fakten zum Projekt
- Standort: Laufenburg, Schweiz
- Technologie: Vanadium-Redox-Flow-Batterie (VRFB)
- Partner: Flexbase (Bauherr), Invinity Energy Systems (Batterie)
- Vorteile der VRFB: Nicht brennbar, hohe Zyklenstabilität, flexible Anwendung
Warum Durchflussbatterien für Rechenzentren?
Rechenzentren benötigen eine extrem zuverlässige Stromversorgung. Schon kurze Unterbrechungen können zu erheblichen Datenverlusten und finanziellen Schäden führen. Durchflussbatterien bieten hier eine ideale Lösung, da sie große Mengen Energie über längere Zeiträume speichern können.
Im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Batterien sind VRFBs weniger anfällig für thermisches Durchgehen und somit sicherer im Betrieb. Dies ist ein entscheidender Faktor für die Integration in kritische Infrastrukturen wie Rechenzentren.
Die Rolle von Invinity Energy Systems
Invinity Energy Systems wurde für das Projekt als strategischer Partner ausgewählt. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Lieferung von Energiespeicherlösungen. Die Expertise von Invinity in der VRFB-Technologie war ein Hauptgrund für die Zusammenarbeit.
„Invinity präsentierte das überzeugendste Gesamtpaket mit den niedrigsten Lebenszykluskosten. Ihre VRFB-Technologie ist dank ihrer Nichtbrennbarkeit, Zyklenstabilität und Flexibilität in der Anwendung perfekt für unser Projekt geeignet.“
Pascal Wyss, CIO von Flexbase, ergänzte, dass die modularen Lösungen von Invinity perfekt auf die Anforderungen von Flexbase zugeschnitten sind. Diese Anpassungsfähigkeit ist entscheidend für die effiziente Integration der Batterien in die bestehende Infrastruktur des Rechenzentrums.
Hintergrund zu Durchflussbatterien
Durchflussbatterien speichern Energie in flüssigen Elektrolyten, die in separaten Tanks gelagert werden. Die Leistung und Kapazität können unabhängig voneinander skaliert werden. Dies macht sie ideal für Anwendungen, die lange Entladezeiten und hohe Zyklenzahlen erfordern.
Bis vor Kurzem waren die meisten großen Durchflussbatterieprojekte außerhalb Chinas selten. In China wurden solche Projekte oft vor Ort gebaut, was durch niedrigere Arbeitskosten ermöglicht wurde. In Europa und den USA sind modulare, in Fabriken gefertigte Einheiten erforderlich, um kosteneffizient zu sein.
Projektfortschritt und lokale Partnerschaften
Die Ingenieurphase des Projekts hat bereits begonnen. Technische Experten aller beteiligten Unternehmen arbeiten intensiv an der detaillierten Integration des Speichersystems. Diese Phase ist entscheidend, um eine reibungslose und effiziente Inbetriebnahme zu gewährleisten.
Nach Abschluss der Ingenieurphase beginnt die Produktion der optimierten Batteriemodule. Dies stellt sicher, dass der Betrieb termingerecht aufgenommen werden kann. Der Bau des Rechenzentrums selbst begann Ende 2024, die Baugenehmigung wurde ein Jahr später erteilt.
Vertikale Bauweise für maximale Effizienz
Marcel Aumer erklärte, dass das Design des Rechenzentrums vertikal ist. Die Tanks für die Batterieelektrolyten und die Batteriestapel werden auf separaten Etagen untergebracht. Dies ist notwendig, da die Grundfläche von 12.000 Quadratmetern pro Etage begrenzt ist.
Die Integration der Batterie wird ein fortlaufender Prozess sein. Aufgrund der enormen Größe der Tanks wird die Ausrüstung schrittweise in die Baustruktur integriert. Dies erfordert eine präzise Koordination zwischen den Bautrupps und den Batteriespezialisten.
Beteiligte Partner
- Flexbase: Bauherr und Betreiber des Rechenzentrums
- Invinity Energy Systems: Lieferant der Vanadium-Redox-Flow-Batterien
- Equans Switzerland AG: Lokaler Projektpartner
- Georg Fischer AG: Lokaler Projektpartner
Ausblick und globale Bedeutung
Das Projekt in Laufenburg setzt neue Maßstäbe für die Energiespeicherung in Rechenzentren. Es zeigt, wie innovative Technologien dazu beitragen können, die Energieversorgung kritischer Infrastrukturen zu sichern und nachhaltiger zu gestalten. Die erfolgreiche Umsetzung könnte als Modell für zukünftige Projekte weltweit dienen.
Invinity hat kürzlich auch die Lieferung von Modulen für ein 20,7 MWh-Projekt in Großbritannien abgeschlossen, das größte Durchflussbatterieprojekt des Landes. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung und Akzeptanz dieser Technologie außerhalb Asiens.
Die Zusammenarbeit von Flexbase und Invinity ist ein klares Zeichen dafür, dass Europa in der Entwicklung und Implementierung fortschrittlicher Energiespeicherlösungen eine führende Rolle einnehmen kann. Dies trägt zur Stärkung der Energieunabhängigkeit und zur Förderung einer grüneren Infrastruktur bei.





