Xpeng, der chinesische Elektrofahrzeughersteller, beginnt im ersten Quartal 2026 mit dem Bau einer "Full-Chain"-Fabrik für humanoide Roboter in Guangzhou. Das Unternehmen plant, bis Ende 2026 mit der Massenproduktion seiner "Iron"-Roboter zu starten. Diese neue Produktionsstätte soll die Entwicklung und Fertigung von Robotern erheblich beschleunigen und Engpässe in der Lieferkette beseitigen.
Wichtige Punkte
- Xpeng errichtet eine 110.000 Quadratmeter große Fabrik für humanoide Roboter in Guangzhou.
- Ziel ist die Massenproduktion des "Iron"-Roboters bis Ende 2026.
- Die Anlage wird den gesamten Lebenszyklus des Roboters abdecken, von Forschung bis Fertigung.
- Xpeng nutzt seine Erfahrung aus der Elektrofahrzeugproduktion für die Robotik.
- Der "Iron"-Roboter der achten Generation ist 178 cm groß, 70 kg schwer und verfügt über drei KI-Chips.
Xpengs Vision einer Roboterproduktion
Xpeng hat angekündigt, im ersten Quartal 2026 mit dem Bau einer großen Produktionsstätte für humanoide Roboter in Guangzhou zu beginnen. Diese Entscheidung unterstreicht das Engagement des Unternehmens, seine ehrgeizigen Ziele für die Massenproduktion bis Ende 2026 zu erreichen. Die Anlage entsteht in der Guangtang Sci-Tech Innovation City im Stadtteil Tianhe.
Das Projekt wird als die erste "Full-Chain"-Fertigungsdrehscheibe für humanoide Roboter in der Branche beschrieben. Es umfasst eine Fläche von etwa 110.000 Quadratmetern und deckt den gesamten Lebenszyklus der Roboterplattform "Iron" ab. Dazu gehören die Validierung in Forschung und Entwicklung, Kleinserienversuche und die industrielle Großserienfertigung.
Zahlen und Fakten zum "Iron"-Roboter
- Größe: 178 cm
- Gewicht: 70 kg
- Rechenleistung: Drei selbst entwickelte Turing AI-Chips mit insgesamt 2.250 TOPS
- Energie: Vollfestkörperbatterien für geringes Gewicht und Sicherheit
- KI-Architektur: Multimodales AI-System (VLT und VLA)
Herausforderungen der physischen KI meistern
Die Entscheidung von Xpeng, eine eigene Infrastruktur zu schaffen, zeigt eine wichtige Erkenntnis im Robotiksektor: Software allein kann die Herausforderungen der "Physical AI" nicht lösen. Das Unternehmen betont, dass die neue Basis kritische Branchenengpässe beheben soll. Dazu gehören der Mangel an hochwertigen Trainingsdaten und die hohen Eintrittsbarrieren in der Hardware-Lieferkette.
Diese Expansion folgt auf den jüngsten Produktionsmeilenstein des ET1, einer technischen Testeinheit. Diese Einheit wurde nach "Automobilstandards" entwickelt. Xpeng ist überzeugt, durch die Integration seiner Erfahrung in der Elektrofahrzeugfertigung in die Robotik mechanische Fehler vermeiden zu können. Solche Fehler, wie Haltbarkeitsprobleme mit geschickten Händen, haben den Übergang vom Prototyp zum Produkt in der Vergangenheit oft verlangsamt.
„Die Integration unserer bewährten Fertigungskompetenzen aus der EV-Produktion in die Robotik ist entscheidend, um mechanische Probleme zu überwinden und die Massenproduktion zu ermöglichen“, erklärte ein Sprecher von Xpeng.
Der Bauplan für "Iron"
Die Anlage in Guangzhou wird der Geburtsort des "Iron"-Roboters der achten Generation sein. Diese Version ist für die kommerzielle Veröffentlichung vorgesehen. Die Spezifikationen der Plattform sind beeindruckend.
Der Roboter verfügt über bionische Hardware. Ein 178 cm großer und 70 kg schwerer Rahmen imitiert eine menschliche Wirbelsäule. Eine bionische Faszien-Schicht ahmt menschliche Muskeln nach. Die Rechenleistung stammt von drei selbst entwickelten Turing AI-Chips, die eine kombinierte Rechenleistung von 2.250 TOPS bieten. Für die Energieversorgung kommen Vollfestkörperbatterien zum Einsatz. Diese sorgen für eine leichte Konstruktion und erhöhte Sicherheit in menschenzentrierten Umgebungen. Das autonome Gehirn basiert auf einer multimodalen KI-Architektur, die Vision-Language-Task (VLT) und Vision-Language-Action (VLA) Modelle kombiniert.
Hintergrund: Xpeng und die Robotik
Xpeng ist vor allem als Hersteller von Elektrofahrzeugen bekannt. In den letzten Jahren hat das Unternehmen jedoch stark in die Robotik investiert. Die Entwicklung humanoider Roboter ist Teil einer größeren Vision, die intelligente Mobilität und Robotik miteinander verbindet. Dies spiegelt sich auch in den Neujahrswünschen des CEOs He Xiaopeng wider, die ein integriertes Ökosystem aus "Physischer KI" zeigen.
Wettlauf um die Skalierung
Xpengs Schritt, eine eigene Fabrik zu bauen, bringt das Unternehmen in direkten Wettbewerb mit globalen Rivalen. Tesla plant ebenfalls den Ausbau seiner Produktion. Hyundai und Boston Dynamics integrieren den produktionsreifen Atlas in Automobilanlagen. Xpeng setzt auf "Fertigungssynergien".
Das Unternehmen erwartet, dass erste Einheiten bereits Ende dieses Jahres als Reiseführer und Verkaufsassistenten in den eigenen Ausstellungsräumen eingesetzt werden. Die Fabrik in Guangzhou soll dann ab 2026 Roboter für den breiteren Markt produzieren. Die Marktkapitalisierung von Xpeng, die kürzlich auf über 212 Milliarden HKD gestiegen ist, zeigt das Vertrauen in diese Strategie. Nun liegt der Druck auf dem Entwicklungsteam, sicherzustellen, dass die neue Fabrik den "Traum der Massenproduktion" erfüllen kann.
Die Bedeutung der Massenproduktion
Die Fähigkeit zur Massenproduktion ist entscheidend für den Erfolg humanoider Roboter. Nur so können die Kosten gesenkt und die Technologie einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Xpengs Ansatz, die gesamte Wertschöpfungskette in einer Fabrik zu bündeln, könnte hier einen Wettbewerbsvorteil darstellen. Dies ermöglicht eine bessere Qualitätskontrolle und schnellere Iterationszyklen.
- Forschung und Entwicklung: Direkte Integration von Erkenntnissen in die Produktion.
- Qualitätskontrolle: Verbesserte Überwachung aller Fertigungsschritte.
- Skalierbarkeit: Schnelle Anpassung der Produktion an die Marktnachfrage.
Die Robotikbranche steht vor einem Wendepunkt. Unternehmen, die in der Lage sind, ihre Prototypen in großem Maßstab zu produzieren, werden den Markt dominieren. Xpengs Investition in diese "Full-Chain"-Fabrik ist ein klarer Indikator für das Vertrauen des Unternehmens in die Zukunft humanoider Roboter und deren kommerzielles Potenzial.





