Die Humanoid Hub Konferenz findet am 15. und 16. Oktober 2026 im AWS Builder Loft in San Francisco statt. Gründer Devang Adhyaru bringt dort Forscher, Unternehmer und humanoide Roboter zusammen. Das Event bietet Vorträge, Podiumsdiskussionen und Live-Demonstrationen, um die neuesten Entwicklungen in der Robotik persönlich erlebbar zu machen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die Humanoid Hub Konferenz versammelt Experten und Roboter in San Francisco.
- Persönliche Interaktion mit Robotern bietet unschätzbaren Wert gegenüber Videos.
- Schwerpunkte liegen auf Forschung, praktischer Anwendung und Roboterkonstruktion für den Alltag.
- Die Entwicklung von Roboterhänden und Künstlicher Intelligenz gilt als entscheidend.
- Nützliche humanoide Roboter für den Durchschnittshaushalt sind noch mindestens zwei Jahre entfernt.
Warum persönliche Begegnungen entscheidend sind
Devang Adhyaru, der Gründer von Humanoid Hub, besuchte über 35 Robotik-Startups in den USA und China. Er ist überzeugt, dass das bloße Verfolgen von Robotern über Bildschirme nicht ausreicht. „Einen Roboter persönlich zu sehen, ihn zu berühren, seine Bewegungen zu beobachten, hat einen immensen Wert, den kein Video einfangen kann“, erklärte Adhyaru.
Diese Erkenntnis war ausschlaggebend für die Organisation der Konferenz. Adhyaru möchte seine Online-Community mit den Entwicklern und ihren Maschinen zusammenbringen. Das Event soll eine Plattform für direkten Austausch und tiefere Einblicke bieten.
Faktencheck: Roboter-Interaktion
- 35+ Startups: Devang Adhyaru besuchte über 35 Robotik-Startups weltweit.
- Persönlicher Wert: Er betont den unvergleichlichen Wert der physischen Interaktion mit Robotern.
- Konferenzziel: Experten, Unternehmer und Roboter in einem Raum zu vereinen.
Von einem Treffen zur Konferenz
Die Idee zur Konferenz entstand aus einem informellen Treffen. Während der GTC 2026 veranstaltete Adhyaru eine Happy Hour, bei der er Adam Chan von HackerSquad traf. Ilir Aliu initiierte diese Zusammenkunft. Chan, erfahren in der Organisation von Hacker-Community-Events, sah das Potenzial einer Zusammenarbeit.
„Wir beschlossen, die Stärken unserer beiden Plattformen zu bündeln und mit einer Konferenz größer zu werden“, sagte Adhyaru. Diese Partnerschaft ermöglichte es, ein umfassendes Programm für die Robotik-Community zu schaffen.
Forschung und praktische Anwendung im Fokus
Das Programm der Konferenz verbindet zwei Hauptgruppen: Forscher, die an Roboterfähigkeiten arbeiten, und Unternehmer, die diese in die Praxis umsetzen wollen. Adhyaru nennt hier Unternehmen wie Dyna Robotics, Skild AI, Physical Intelligence und Project Prometheus auf der Forschungsseite.
Auf der Anwendungsseite sind Auki Labs und OpenMind vertreten. Die Konferenz bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Kluft zwischen akademischer Forschung und industrieller Implementierung zu überbrücken.
„Ich freue mich am meisten darauf, diese Community in einem Raum zu versammeln. Ich denke, die Leute werden Spaß haben und mit etwas wirklich Nützlichem nach Hause gehen.“ – Devang Adhyaru
Die Zukunft der Roboterhände
Ein besonderes Interesse Adhyarus gilt der Entwicklung von Roboterhänden. Er erwartet, dass Lightberry, Booster Robotics und Dollhouse Robotics humanoide Roboter zur Veranstaltung mitbringen werden. Seine Aufmerksamkeit gilt speziell zwei Unternehmen für Roboterhände: Proception und Chestnut Robotics.
Proception präsentiert die ProHand, eine sehnengesteuerte Hand mit 22 Freiheitsgraden. Chestnut Robotics stellt die Aero Hand mit 18 Freiheitsgraden vor. Adhyaru ist überzeugt: „Hände sind der Bereich, in dem meiner Meinung nach der nächste große Sprung stattfindet, daher ist es ein Genuss, beide im Raum zu haben.“
Hintergrund: Freiheitsgrade bei Robotern
Freiheitsgrade (Degrees of Freedom, DoF) beschreiben die Anzahl der unabhängigen Bewegungsmöglichkeiten eines Roboters oder eines seiner Glieder. Je mehr Freiheitsgrade eine Roboterhand hat, desto komplexere Greif- und Manipulationsaufgaben kann sie ausführen. Eine menschliche Hand hat eine hohe Anzahl an Freiheitsgraden, was ihre Geschicklichkeit ausmacht.
Herausforderungen bei KI und Hardware
Obwohl Adhyaru von der Entwicklung begeistert ist, sieht er zwei große Herausforderungen: Künstliche Intelligenz (KI) und die physischen Hände der Roboter. Er vergleicht die Entwicklung der KI mit der des FSD (Full Self-Driving) in seinem Tesla über fünf Jahre. Selbst mit enormen Daten- und Rechenressourcen dauerte es länger als erwartet, bis ein nützliches Ergebnis erzielt wurde.
Für allgemeine Robotik erwartet er eine noch größere Komplexität. „Wir werden es in den nächsten zwei Jahren nicht gelöst haben“, prognostiziert er. Er glaubt, dass frühe Enthusiasten zwar humanoide Roboter zu Hause nutzen werden, diese aber für eine durchschnittliche Familie noch nicht wirklich nützlich sein werden.
Auch bei der Hardware, insbesondere den fünfgliedrigen Händen, sieht er Nachholbedarf. Die Geschicklichkeit verbessert sich schnell, doch die Haltbarkeit ist noch ein Problem. „Wir warten immer noch auf eine Hand, die wirklich geschickt ist und auch die Lebensdauer des Roboterkörpers übersteht“, erklärt Adhyaru. Aktuell müsse man sich oft zwischen Geschicklichkeit und Haltbarkeit entscheiden.
Das Konferenzprogramm und die Teilnehmer
Die Konferenz beginnt am Donnerstag mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen. Am Freitagmorgen steht eine Roboter-Demonstrationsschau auf dem Programm, gefolgt von weiteren Gesprächen. Der Veranstaltungsort ist das AWS Builder Loft im zweiten Stock der 525 Market Street.
Zu den bestätigten Referenten gehören Eric Jang (ehemals VP of AI bei 1X Technologies), Ted Xiao (ehemals Google DeepMind, jetzt Project Prometheus) und Dar Sleeper (Chefdesigner bei 1X). Sleeper wird darüber sprechen, wie er Roboter für den Haushalt entwirft. Jang wird an einer offenen Diskussion über die Dauer der Entwicklung wirklich universeller Roboter teilnehmen.
Wichtige Teilnehmer und Themen
- Eric Jang: Ehemaliger VP of AI bei 1X Technologies, diskutiert universelle Roboter.
- Dar Sleeper: Chefdesigner bei 1X, spricht über Design für Haushaltsroboter.
- Live-Demos: Roboter von Lightberry, Booster Robotics und Dollhouse Robotics.
- Hand-Technologien: ProHand (Proception) und Aero Hand (Chestnut Robotics) werden vorgestellt.
Die Anmeldung zur Konferenz erfordert eine Genehmigung und steht Personen ab 18 Jahren mit gültigem Lichtbildausweis offen. Adhyaru hofft, dass die Teilnehmer nicht nur Spaß haben, sondern auch wertvolle neue Erkenntnisse und Kontakte mit nach Hause nehmen. Die Konferenz verspricht, ein wichtiger Treffpunkt für die Zukunft der humanoiden Robotik zu werden.




