Ein bedeutendes Bündnis im Bereich erneuerbarer Energien nimmt Form an: Hanwha Renewables und Chrysalis Renewables, unterstützt vom Infrastrukturriesen Morrison, haben eine Partnerschaft geschlossen. Ziel ist die schnelle Realisierung von über 3,5 Gigawatt (GW) an Solar- und Batteriespeicherprojekten. Der Fokus liegt zunächst auf Nordamerika, mit potenzieller Expansion nach Japan, Australien und Italien.
Diese Zusammenarbeit schafft einen wiederholbaren Rahmen für Übernahmen, bei dem Chrysalis Projekte von Hanwha erwirbt, sobald diese baufertig oder bereits in Betrieb sind. Die Initiative verspricht, den Ausbau sauberer Energieinfrastruktur erheblich zu beschleunigen.
Wichtige Erkenntnisse
- Hanwha Renewables und Chrysalis Renewables kooperieren für 3,5 GW Solar- und Speicherprojekte.
- Anfangs konzentriert sich die Partnerschaft auf Nordamerika.
- Morrison, ein Infrastrukturmanager mit 30 Milliarden US-Dollar, unterstützt Chrysalis.
- Die Zusammenarbeit umfasst den Erwerb von baufertigen oder bereits operativen Projekten.
- Potenzielle Expansion nach Japan, Australien und Italien ist geplant.
Strategische Allianz für den Energiemarkt
Die Partnerschaft zwischen Hanwha Renewables und Chrysalis Renewables stellt einen entscheidenden Schritt im globalen Übergang zu sauberer Energie dar. Hanwha Renewables, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Hanwha Energy USA, konzentriert sich auf die Entwicklung und Lieferung von Solar- und Energiespeicherprojekten im Versorgungsmaßstab in Nordamerika.
Chrysalis Renewables wiederum ist eine globale Investitionsplattform für erneuerbare Energien, die von Morrison verwaltet wird. Morrison ist ein Infrastrukturmanager mit einem verwalteten Vermögen von 30 Milliarden US-Dollar. Diese Kombination von Entwicklungs- und Finanzkraft soll den Ausbau der erneuerbaren Energien signifikant vorantreiben.
"Die Größenordnung und das Tempo des globalen Energieausbaus erfordern Plattformen, die Kapital und Ausführung von Anfang an aufeinander abstimmen", erklärte Rich Chung, Chief Investment Officer bei Hanwha Renewables. "Unsere Partnerschaft mit dem von Morrison unterstützten Chrysalis spiegelt diese Überzeugung wider und vereint Hanwhas umfassende Fähigkeiten mit langfristigem institutionellem Kapital durch einen immerwährenden Rahmen."
Fakten zur Partnerschaft
- Ziel: Über 3,5 GW an Solar- und Batteriespeicherprojekten.
- Erster Fokus: Nordamerika.
- Finanzielle Unterstützung: Morrison (30 Mrd. USD Infrastrukturmanager).
- Hanwha's Rolle: Entwicklung, EPC (Engineering, Procurement, Construction) und Betrieb.
- Chrysalis' Rolle: Erwerb von Projekten über einen wiederholbaren M&A-Rahmen.
Hanwhas umfassende Fähigkeiten und globale Präsenz
Hanwha bringt seine umfassenden Fertigungs- und Entwicklungskapazitäten in die Partnerschaft ein. Dies geschieht über seine Tochtergesellschaft Qcells EPC. Qcells EPC hat sich in den USA zu einem der größten Hersteller von Solarmodulen entwickelt. Das Unternehmen ist vertikal integriert und deckt Projektentwicklung, Engineering, Beschaffung, Bau und langfristigen Betrieb ab.
Erst kürzlich unterzeichnete Qcells EPC einen Vertrag über 5 GWh Batteriespeicher mit LG Energy Solution Vertech. LG ES ist eine Tochtergesellschaft des Batterieherstellers LG Energy Solution, der wie die Hanwha Group seinen Hauptsitz in Südkorea hat. Diese Kooperationen unterstreichen Hanwhas Engagement im Energiesektor.
Expansion über Nordamerika hinaus
Die anfängliche Konzentration auf Nordamerika ist nur der erste Schritt. Die Partnerschaft plant eine mögliche Expansion in andere Schlüsselmärkte wie Japan, Australien und Italien. Dies zeigt die langfristige Vision und das globale Potenzial der Zusammenarbeit. Hanwha hat bereits Erfahrung in Australien, wo das Unternehmen letztes Jahr einen Vertrag über ein 2.200 MWh Batteriespeichersystem mit Ark Energy unterzeichnete.
Hintergrund: Hanwha Group
Die Hanwha Group, gegründet 1952, ist ein diversifiziertes Konglomerat. Ihre Geschäftsfelder reichen von Luft- und Raumfahrt über Verteidigung bis hin zu Chemie, Materialien, Finanzen und erneuerbaren Energien. Hanwha Renewables ist das Vehikel der Gruppe, um ihre Ziele im Bereich sauberer Energie durch groß angelegte Lösungen voranzutreiben.
Chrysalis' Investitionsstrategie
Für Chrysalis ist diese Partnerschaft die zweite wichtige Säule ihrer Portfoliostrategie. Zuvor hatte die Plattform eine Zusammenarbeit mit Innagreen, einer Tochtergesellschaft des britischen Entwicklers Renewable Energy Systems Limited, etabliert. Im Rahmen dieser Partnerschaft wurden bereits operative Windprojekte wie Hilda und Bekevar in Alberta und Saskatchewan, Kanada, erworben.
Chrysalis verfolgt eine Strategie der strukturierten Diversifizierung. Dabei werden Projekte mit ergänzenden Merkmalen über verschiedene Märkte und Technologien hinweg ausgewählt. Dies ermöglicht den Aufbau eines robusten und widerstandsfähigen Portfolios an vertraglich gesicherten Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien.
Ein "Evergreen"-Investitionsmodell
Die Partner beschreiben ihr Investitionsmodell als "Evergreen". Dies bedeutet, dass es sich nicht um einmalige Transaktionen handelt, sondern um einen fortlaufenden Rahmen, der dauerhafte Möglichkeiten für den Erwerb und die Entwicklung von Projekten bietet. Dieses Modell soll institutionellem Kapital den Aufbau diversifizierter Portfolios erleichtern.
Gordon Hay, Partner bei Morrison, bezeichnete die Partnerschaft als "einen bedeutenden Schritt vorwärts in der Chrysalis-Strategie: die Schmiedung langfristiger Partnerschaften mit führenden Entwicklern, um Zugang zu hochwertigen, de-riskierten Anlagen für erneuerbare Energien zu erhalten."
Ausblick und zukünftige Entwicklungen
Die Partnerschaft hat bereits mit der Weiterentwicklung ihrer ersten Projekte begonnen. Die Unternehmen kündigten an, dass weitere Ankündigungen folgen werden, sobald die Zusammenarbeit Fortschritte macht. Dies deutet auf eine schnelle Umsetzung und ein hohes Engagement beider Seiten hin.
Der Energiesektor ist weiterhin in Bewegung. Veranstaltungen wie der Energy Storage Summit USA, der vom 24. bis 25. März 2026 in Dallas, TX, stattfindet, bieten Plattformen für den Austausch über Herausforderungen und Innovationen, wie z.B. FEOC-Probleme, Strombedarfs-Prognosen und das Management der BESS-Lieferkette.
- Die Partnerschaft stärkt die Position beider Unternehmen im Energiespeichermarkt.
- Sie ermöglicht den Zugang zu hochwertigen, risikoarmen Anlagen.
- Das "Evergreen"-Modell sorgt für kontinuierliche Investitionsmöglichkeiten.
- Die Zusammenarbeit trägt maßgeblich zur globalen Energiewende bei.





