Revera Energy, eine Plattform für Energieinfrastruktur, hat eine erweiterte Kreditfazilität von 150 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Dieses Kapital soll die Entwicklung und den Bau von Batteriespeicher-, Solar- und grünem Wasserstoffprojekten in Australien und Großbritannien beschleunigen.
Wichtige Punkte
- Revera Energy erhält 150 Millionen US-Dollar für Energieprojekte.
- Fokus liegt auf Batteriespeichern, Solar- und grünem Wasserstoff.
- Projekte in Australien und Großbritannien werden beschleunigt.
- Erstes großes Batteriespeicherprojekt in Südaustralien startet 2026.
- Großbritannien profitiert von mehr Netzzuverlässigkeit und Entlastung von Engpässen.
Expansion in zwei Schlüsselmärkten
Die von Carlyle unterstützte Plattform Revera Energy wurde letztes Jahr gegründet. Sie konzentriert sich auf die Märkte in Großbritannien und Australien. Die Aufstockung der Kreditfazilität durch das japanische Finanzdienstleistungsunternehmen Nomura als alleinigen Bookrunner und Lead Arranger zeigt das Vertrauen der Investoren in Revera.
Australien und Großbritannien gehören zu den fünf größten Märkten für Batteriespeicher weltweit. Dies unterstreicht die strategische Bedeutung der gewählten Regionen für Revera.
Faktencheck
- 150 Millionen US-Dollar: Erhöhung der Kreditfazilität.
- Q2 2026: Ziel für den kommerziellen Betrieb des Bungama Stage 1 Projekts.
- 150 MW/300 MWh: Kapazität des Bungama Stage 1 Batteriespeicherprojekts.
- 600 MW/2.400 MWh: Zusätzliche Batteriespeicherkapazität in Australien geplant.
- 1.000 MW/2.000 MWh: Batteriespeicherprojekte in Großbritannien in fortgeschrittenem Stadium.
Große Projekte in Australien
Das zusätzliche Kapital wird den Bau des 150MW/300MWh Batteriespeicherprojekts Bungama Stage 1 in Südaustralien unterstützen. Der kommerzielle Betrieb ist für das zweite Quartal 2026 geplant. Revera hatte bereits zuvor die Finanzierung für die erste Phase dieses Projekts gesichert.
Darüber hinaus wird die Finanzierung die Entwicklung von mindestens 600MW/2.400MWh zusätzlicher Batteriespeicherkapazität im australischen National Energy Market (NEM) beschleunigen. Das nächste 250MW-Projekt soll im dritten Quartal 2026 die Genehmigung zum Baubeginn erhalten.
Ein Großteil der australischen Pipeline von Revera verfügt bereits über gesicherte Grundstücke, Netzanbindungen und Planungsgenehmigungen. Das Unternehmen betreibt zudem 158MW an Solaranlagen in New South Wales.
„Diese Finanzierungserweiterung beschleunigt Revera’s Fähigkeit, die steigende Nachfrage in Australien und Großbritannien nach netzgebundenen Speicher- und erneuerbaren Energieerzeugungskapazitäten zu nutzen und unterstützt den weiteren Fortschritt als führender Akteur in diesem Sektor“, sagte Richard Hoskins, Vorsitzender von Revera Energy und Managing Director der Carlyle’s Infrastructure Group.
Stärkung der Energieversorgung in Großbritannien
Revera plant, die Entwicklung von mindestens 1.000MW/2.000MWh Batteriespeicherprojekten in einem fortgeschrittenen Stadium in Großbritannien zu beschleunigen. Das erste 200MW-Projekt soll im ersten Quartal 2026 die Genehmigung zum Baubeginn erhalten. Zwei weitere Projekte mit insgesamt 800MW sollen in den nächsten zwölf Monaten folgen.
Alle diese Projekte haben bereits Grundstücke, Netzanbindungen und Kapazitätsmarktverträge gesichert. Die britischen Projekte zielen darauf ab, die Netzzuverlässigkeit zu stärken und Übertragungsengpässe zu beseitigen. Diese Engpässe verhindern derzeit, dass in Schottland erzeugter Windstrom die Nachfragezentren in England erreicht.
Hintergrund: Energiewende
Die weltweite Energiewende erfordert massive Investitionen in erneuerbare Energien und Speichersysteme. Batteriespeicher spielen eine entscheidende Rolle, um die Volatilität von Wind- und Solarenergie auszugleichen und die Netze stabil zu halten. Sowohl Australien als auch Großbritannien haben ehrgeizige Netto-Null-Ziele, die eine schnelle Umstellung auf nachhaltige Energiequellen erfordern.
Strategische Bedeutung und zukünftige Pläne
Diese Infrastrukturentwicklung unterstützt die nationalen Dekarbonisierungsverpflichtungen und den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien im britischen Netz. Revera strebt an, eine der größten Plattformen für Batteriespeichersysteme in Europa zu werden.
Richard Hoskins betonte, dass der australische NEM weiterhin Rekordmengen an erneuerbaren Energien integriert. Dies schafft Chancen für Batteriespeicher, um essenzielle Netzdienstleistungen zu erbringen. Die Netto-Null-Ziele und Modernisierungsanforderungen des Vereinigten Königreichs treiben die Nachfrage nach flexibler Energieinfrastruktur voran.
Andy Hoffman, CFO von Revera, bezeichnete die Aufstockung der Fazilität als „einen transformativen Schritt im Wachstum von Revera“. Das Unternehmen skaliert seine Plattform, um den dringenden Infrastrukturbedarf der australischen und britischen Energiemärkte zu decken.
Die erhöhte Finanzkapazität ermöglicht es dem Unternehmen, hochwertige Entwicklungsmöglichkeiten zu beschleunigen. Gleichzeitig wird das Engagement für die Bereitstellung nachhaltiger Energielösungen verstärkt. Die Rechtsberatung erfolgte durch Norton Rose Fulbright für die Kreditgeber und A&O Shearman für den Kreditnehmer. Eine weitere Aufstockung der Fazilität wird in naher Zukunft erwartet.
Netto-Null-Ziele und Netzmodernisierung
Die Investitionen von Revera sind eng mit den Klimazielen beider Länder verbunden. In Großbritannien sollen die Projekte insbesondere die Übertragungskapazitäten verbessern. Dies ist entscheidend, um den in Schottland produzierten Windstrom effizient zu nutzen.
In Australien unterstützen die Batteriespeicher die Integration von Solarenergie und tragen zur Stabilität des Stromnetzes bei, das immer größere Mengen an erneuerbaren Energien verarbeiten muss. Diese Projekte sind somit ein wichtiger Baustein für eine zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung in beiden Regionen.





