Die Deutsche Bundesbank hat im Jahr 2025 einen Rückgang bei der Menge an Falschgeld im deutschen Zahlungsverkehr verzeichnet. Insgesamt wurden knapp 68.000 falsche Euro-Banknoten entdeckt, was einem Rückgang von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch der entstandene Schaden ist gesunken.
Wichtige Erkenntnisse
- Anzahl falscher Banknoten sank 2025 um 6,1 Prozent auf rund 68.000 Stück.
- Der Schaden durch Falschgeld reduzierte sich um 11 Prozent auf 4 Millionen Euro.
- 50-Euro-Banknoten sind nun häufiger von einfachen Fälschungen betroffen.
- Auch die Zahl falscher Münzen ging um 9,3 Prozent zurück.
- Falschgeld lässt sich oft durch „Fühlen-Sehen-Kippen“ erkennen.
Weniger falsche Banknoten im Umlauf
Im vergangenen Jahr 2025 wurden im deutschen Zahlungsverkehr deutlich weniger falsche Euro-Banknoten registriert. Die Deutsche Bundesbank stellte rund 67.963 Fälschungen fest. Dies ist eine positive Entwicklung, da die Zahl der Falsifikate im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent zurückging.
Der finanzielle Schaden, der durch diese Fälschungen entstand, betrug 4 Millionen Euro. Im Jahr 2024 lag dieser Wert noch bei 4,5 Millionen Euro, was einen Rückgang von über 11 Prozent bedeutet. Dieser deutliche Rückgang ist hauptsächlich auf weniger Fälschungen bei Banknoten mit hohem Nennwert, wie den 100- und 200-Euro-Scheinen, zurückzuführen.
„Die Täter haben sich vor allem auf einfache Fälschungen mit mittlerem Nennwert konzentriert“, erklärte Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Bundesbank, zuständig für Bargeld.
Faktencheck Falschgeld 2025
- Gesamtzahl falscher Banknoten: 67.963
- Rückgang zum Vorjahr: 6,1 %
- Gesamtschaden: 4 Millionen Euro
- Rückgang des Schadens: 11 %
- Falschgeld pro 10.000 Einwohner: 8 Noten
Verteilung der Fälschungen nach Nennwert
Interessant ist die Verteilung der Fälschungen auf die verschiedenen Nennwerte. Während die Gesamtzahl sank, gab es bei einzelnen Scheinen unterschiedliche Entwicklungen. Die 50-Euro-Banknote war mit einem Anteil von 50 Prozent die am häufigsten gefälschte Banknote, ihre Anzahl stieg um 17 Prozent.
Die 20-Euro-Note folgte mit 24 Prozent der Fälschungen, hier gab es einen Rückgang von 21 Prozent. Bei den 100-Euro-Scheinen sank die Zahl der Fälschungen um 11 Prozent, bei den 200-Euro-Scheinen sogar um 49 Prozent. Dies trug maßgeblich zur Reduzierung der gesamten Schadenssumme bei.
Hintergrundinformation
Die Deutsche Bundesbank ist Teil des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB). Eine ihrer Kernaufgaben ist es, die Bargeldversorgung in Deutschland sicherzustellen und die Echtheit der im Umlauf befindlichen Banknoten und Münzen zu überwachen. Sie arbeitet eng mit nationalen und internationalen Behörden zusammen, um Falschgeld zu bekämpfen.
Veränderungen bei den Nennwerten im Detail (2025 vs. 2024):
- 5 Euro: 1.291 Stück, +27 %
- 10 Euro: 3.502 Stück, -26 %
- 20 Euro: 16.198 Stück, -21 %
- 50 Euro: 33.956 Stück, +17 %
- 100 Euro: 9.265 Stück, -11 %
- 200 Euro: 2.954 Stück, -49 %
- 500 Euro: 797 Stück, +4 %
Einfache Fälschungen im Vormarsch
Ein Großteil der entdeckten Fälschungen war auch im Jahr 2025 sehr leicht als solche zu erkennen. Viele dieser Scheine trugen Aufdrucke wie „MovieMoney“ oder „Prop copy“ und besaßen keinerlei Nachahmungen der üblichen Sicherheitsmerkmale. Dies zeigt, dass Kriminelle oft auf Masse statt auf Qualität setzen.
Neu ist jedoch, dass diese einfachen Fälschungen zunehmend auch bei 50-Euro-Noten eingesetzt werden. In der Vergangenheit betraf dies vor allem 10- und 20-Euro-Banknoten. Verbraucher sollten daher bei allen Nennwerten aufmerksam sein.
Die Anzahl der Fälschungen war im zweiten Halbjahr 2025 mit rund 31.350 Stück niedriger als im ersten Halbjahr, in dem noch 36.600 gefälschte Banknoten registriert wurden. Dies deutet auf eine leichte Entspannung zum Jahresende hin.
Rückgang auch bei falschen Münzen
Nicht nur bei Banknoten, sondern auch bei Münzen gab es einen Rückgang der Fälschungen. Im Jahr 2025 zog die Bundesbank rund 128.100 falsche Münzen aus dem Verkehr. Das sind 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr, wo noch etwa 141.300 falsche Münzen entdeckt wurden.
Rein rechnerisch entfielen in Deutschland fünfzehn falsche Münzen auf 10.000 Einwohner. Die Fälschungen konzentrierten sich dabei fast ausschließlich auf die drei höchsten Stückelungen: 50 Cent, 1 Euro und 2 Euro. Die 2-Euro-Münze war mit einem Anteil von 91 Prozent die am häufigsten gefälschte Münze.
Verteilung falscher Münzen 2025:
- 50 Cent: 1.114 Stück (1 %)
- 1 Euro: 9.962 Stück (8 %)
- 2 Euro: 117.056 Stück (91 %)
Auch bei den Münzen zeigte sich ein Trend zur Verringerung im zweiten Halbjahr 2025. Mit rund 59.700 Stück lag die Zahl der Fälschungen deutlich unter der des ersten Halbjahres, in dem rund 68.400 falsche Münzen registriert wurden.
Falschgeld erkennen: So schützen Sie sich
Da Falschgeld nicht ersetzt wird, ist es wichtig, Banknoten auf ihre Echtheit zu prüfen. Die Bundesbank empfiehlt hierfür die Methode „Fühlen-Sehen-Kippen“. Es ist ratsam, eine verdächtige Banknote mit einer zweifelsfrei echten zu vergleichen.
Achten Sie beim Fühlen auf die Griffigkeit des Papiers. Echte Euro-Banknoten fühlen sich fest und griffig an, Fälschungen sind oft glatter. Beim Sehen halten Sie die Banknote gegen das Licht, um Wasserzeichen und den Sicherheitsfaden zu prüfen. Beim Kippen beobachten Sie den Farbwechseleffekt der Smaragdzahl und das Porträtfenster im Hologramm.
Falsche Münzen weisen oft eine unsaubere oder verschwommene Prägung auf. Ein weiteres Merkmal ist der Magnetismus: Echte 1- und 2-Euro-Münzen sind nur schwach magnetisch, Fälschungen sind oft stark oder gar nicht magnetisch. Ausführliche Informationen finden sich auf den Websites der Bundesbank, der EZB und der Polizei.
Prävention und Schulungen
Die Bundesbank engagiert sich aktiv in der Falschgeldprävention. Sie bietet über ihr Filialnetz kostenlose Schulungen für die Kreditwirtschaft, den Einzelhandel und andere Interessierte an. Zusätzlich stehen auf der Internetseite der Bundesbank Lernprogramme zur Verfügung und Informationsmaterialien wie Broschüren und Poster können kostenfrei bestellt werden.
Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Erkennung von Falschgeld zu verbessern und so den Umlauf weiter zu reduzieren. Jeder Bürger kann seinen Teil dazu beitragen, indem er aufmerksam ist und verdächtige Banknoten oder Münzen prüft.





