Energy Vault, ein führender Entwickler und Integrator von Energiespeichersystemen, hat seine Finanzergebnisse für das vierte Quartal und das gesamte Jahr 2025 bekannt gegeben. Das Unternehmen verzeichnete ein signifikantes Wachstum, insbesondere durch den Eintritt in den Markt für KI-Infrastruktur und die Erweiterung seiner Projekte in Australien. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um beeindruckende 340 Prozent.
Wichtige Erkenntnisse
- Energy Vaults Umsatz stieg 2025 auf 203,7 Millionen US-Dollar.
- Das Unternehmen expandiert stark im Bereich der KI-Infrastruktur und in Australien.
- Die Tochtergesellschaft Asset Vault trägt wesentlich zum Wachstum bei.
- Fokus auf Lithium-Ionen- und Natrium-Ionen-Batteriespeicher sowie Wasserstofftechnologie.
Starkes Wachstum und strategische Neuausrichtung
Das Jahr 2025 war für Energy Vault ein Wendepunkt. Der Umsatz erreichte 203,7 Millionen US-Dollar, verglichen mit 46,2 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von 340 Prozent. Diese positive Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter die verstärkte Präsenz in Australien und erste Einnahmen aus Projekten der Tochtergesellschaft Asset Vault in den USA.
Ursprünglich bekannt für seine schwerkraftbasierten Energiespeicherlösungen, hat Energy Vault sein Portfolio strategisch erweitert. Das Unternehmen bietet nun auch Lithium-Ionen-Batteriespeichersysteme (BESS) und langfristige Wasserstoffspeichertechnologien an. Diese Diversifizierung ermöglichte es dem Unternehmen, neue Märkte zu erschließen und seine Position als umfassender Anbieter von Energielösungen zu festigen.
Zahlen im Überblick
- Umsatz 2025: 203,7 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 46,2 Millionen US-Dollar)
- Umsatzsteigerung: 340%
- GAAP Nettoverlust 2025: 103,6 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 135,8 Millionen US-Dollar Verlust)
- Verbesserung des Nettoverlusts: 32,2 Millionen US-Dollar
- Barmittel zum 31. Dez. 2025: 103,4 Millionen US-Dollar
Verbesserung der Finanzergebnisse
Trotz eines GAAP-Nettoverlusts von 103,6 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 stellt dies eine deutliche Verbesserung dar. Im Vergleich zum Vorjahr, als der Verlust 135,8 Millionen US-Dollar betrug, konnte der Nettoverlust um 32,2 Millionen US-Dollar reduziert werden. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich ebenfalls von einem Verlust von 58 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 21,2 Millionen US-Dollar Verlust in 2025.
Diese Verbesserungen resultieren aus höheren Umsätzen, verbesserten Bruttomargen durch niedrigere Stückkosten bei der Projektausführung und reduzierten Betriebskosten. Der bereinigte Nettoverlust verbesserte sich auf 42,1 Millionen US-Dollar, gegenüber 65,4 Millionen US-Dollar im Vorjahr.
„Unsere strategische Expansion in neue Märkte und die Effizienzsteigerung bei der Projektabwicklung haben maßgeblich zu unseren verbesserten Finanzergebnissen beigetragen“, erklärte ein Unternehmenssprecher.
Expansion in Australien und die Rolle von Asset Vault
Ein wesentlicher Treiber des Wachstums war die Zunahme von Energiespeicherprojekten (ESS) in Australien. Energy Vault lieferte kürzlich BESS-Technologie für ein 320 MWh-Projekt in Australien, dessen Fertigstellung noch in diesem Jahr geplant ist. Die australische Präsenz des Unternehmens bleibt ein wichtiger Eckpfeiler seiner globalen Strategie.
Die Tochtergesellschaft Asset Vault, die sich auf die Entwicklung, den Bau, den Besitz und das Management von Energiespeicheranlagen weltweit konzentriert, spielte ebenfalls eine entscheidende Rolle. Erste Einnahmen aus von Asset Vault betriebenen Projekten in den USA trugen zur positiven Bilanz bei. Dies unterstreicht die Bedeutung des Modells, eigene Anlagen zu entwickeln und zu betreiben.
Was ist Asset Vault?
Asset Vault ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Energy Vault. Ihr Ziel ist es, Energiespeicheranlagen zu entwickeln, zu bauen, zu besitzen und zu verwalten. Dies ermöglicht Energy Vault, nicht nur Technologie zu liefern, sondern auch direkt an den Einnahmen aus dem Betrieb dieser Anlagen zu partizipieren und so ein stabileres Geschäftsmodell zu etablieren.
Innovation durch Natrium-Ionen-Batterien und KI-Integration
Im Februar schloss Energy Vault eine wichtige Liefervereinbarung über 1,5 GWh Natrium-Ionen (Na-Ionen)-Batterien mit Peak Energy ab. Diese Batterien werden in den USA produziert. Die beiden Unternehmen planen, eine Speicherplattform zu entwickeln, die Peak Energys Na-Ionen-Batterien mit Energy Vaults proprietärem digitalen Stack integriert. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung des KI-Infrastrukturportfolios von Energy Vault.
Die Integration von Natrium-Ionen-Batterien, die als kostengünstigere und sicherere Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien gelten, in eine KI-gesteuerte Plattform soll die Bereitstellung von Energiespeicherlösungen beschleunigen, die Sicherheit erhöhen und die Kosten senken. Laut den Unternehmen entfallen dadurch "komplexe Altsysteme", was den Implementierungsprozess vereinfacht.
Zukunftsaussichten und Prognosen für 2026
Für das Jahr 2026 prognostiziert Energy Vault einen Gesamtumsatz zwischen 225 Millionen und 300 Millionen US-Dollar. Diese Schätzung basiert auf verschiedenen Faktoren:
- Der Zeitplan für Batterielieferungen in den USA.
- Die Zeitpläne von Drittprojekten.
- Einnahmen aus dem Betrieb von Asset Vault Anlagen über das gesamte Jahr.
- Erste Einnahmen aus modularen Rechenzentren und KI-Infrastrukturprojekten.
Diese Prognose unterstreicht das Vertrauen des Unternehmens in seine strategische Ausrichtung und die wachsende Nachfrage nach fortschrittlichen Energiespeicher- und KI-Infrastrukturlösungen. Die Kombination aus traditionellen Speicherlösungen und innovativen Ansätzen im Bereich KI verspricht weiteres Wachstum und eine Stärkung der Marktposition von Energy Vault.
Die Entwicklung des Energiespeichermarktes wird auch Thema des Energy Storage Summit USA 2026 sein, der vom 24. bis 25. März 2026 in Dallas, TX, stattfindet. Dort werden wichtige Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen diskutiert, darunter die Prognose des Strombedarfs und die Verwaltung der BESS-Lieferkette.





