Das spanische Unternehmen Zelestra hat sein Batteriespeichersystem (BESS) mit einer Kapazität von 1 Gigawattstunde (GWh) in der chilenischen Atacama-Wüste in Betrieb genommen. Dieses System ist ein Kernstück des Aurora-Hybridprojekts, das 1 GWh Energiespeicherung mit einer 220-Megawatt-Solar-PV-Anlage kombiniert. Die vollständige kommerzielle Betriebsaufnahme wird in den kommenden Wochen erwartet.
Wichtige Punkte
- Zelestras 1 GWh BESS in der Atacama-Wüste ist nun in Betrieb.
- Das Projekt Aurora umfasst 220 MW Solar-PV und 1 GWh Batteriespeicher.
- Sungrow lieferte die PowerTitan 2.0 BESS-Technologie.
- Langfristiger Stromabnahmevertrag (PPA) mit Abastible sichert das Projekt ab.
- Finanzierung in Höhe von 282 Millionen US-Dollar durch Natixis CIB und BNP Paribas.
Ein Meilenstein für die Energiespeicherung in Chile
Die Inbetriebnahme dieses Batteriespeichersystems stellt einen bedeutenden Schritt für die Energiespeicherlandschaft Chiles dar. Die Atacama-Wüste bietet ideale Bedingungen für Solarenergieprojekte, da sie zu den trockensten Orten der Welt gehört und eine hohe Sonneneinstrahlung aufweist. Die Kombination von Solarenergie und Batteriespeicherung ermöglicht eine stabilere und zuverlässigere Stromversorgung, insbesondere in Regionen mit schwankender erneuerbarer Energieerzeugung.
Das Aurora-Projekt ist ein Beispiel für die wachsende Bedeutung von Hybridkraftwerken, die erneuerbare Energieerzeugung mit Speichersystemen verbinden. Diese Integration ist entscheidend, um die Netzstabilität zu gewährleisten und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.
Faktencheck: Aurora-Projekt
- Speicherkapazität: 1 GWh Batteriespeicher
- Solarleistung: 220 MW Photovoltaik
- Standort: Atacama-Wüste, Chile
- Technologie: Sungrow PowerTitan 2.0 BESS
Technologie und Finanzierung des Projekts
Für das Aurora-Projekt setzte Zelestra auf fortschrittliche Technologie von Sungrow, einem führenden chinesischen OEM. Sungrow lieferte das PowerTitan 2.0 BESS, das eine 5-MWh-Batterie mit einem 2,5-MW-Stromwandlungssystem (PCS) in einem 20-Fuß-Container integriert. Für die Solar-PV-Anlage kam Sungrows 1+X modularer Wechselrichter zum Einsatz. Diese Technologie ist bekannt für ihre hohe Effizienz und Zuverlässigkeit.
Die Finanzierung des Aurora-Projekts wurde im Juni 2025 abgeschlossen. Zelestra sicherte sich 282 Millionen US-Dollar von den Finanzinstituten Natixis CIB und BNP Paribas. Eine Mehrwertsteuerfazilität wurde zudem von BCI gewährt. Diese robuste Finanzierungsstruktur unterstreicht das Vertrauen der Investoren in das Projekt und den chilenischen Markt für erneuerbare Energien.
„Die erfolgreiche Inbetriebnahme und Finanzierung des Aurora-Projekts ist ein Beweis für unser Engagement, die Energiewende in Chile voranzutreiben. Wir sind stolz darauf, einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung der Region zu leisten.“
Chiles Rolle als Zentrum für Batteriespeicher
Chile hat sich in den letzten Monaten als ein Hotspot für die Entwicklung von Batteriespeichersystemen etabliert. Das Land verfügt über ein enormes Potenzial für erneuerbare Energien, insbesondere Solarenergie im Norden und Windenergie im Süden. Die chilenische Regierung fördert aktiv den Ausbau von Energiespeicherlösungen, um die Integration dieser variablen Energiequellen zu erleichtern und die Netzstabilität zu verbessern.
Erst kürzlich begannen andere Unternehmen mit ähnlichen Großprojekten in Chile:
- Die dänische Investmentfirma Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) startete den Bau ihres 300 MW/1.500 MWh Patache BESS in Nordchile.
- Der spanische IPP Sonnedix unterzeichnete drei PPAs für sein 117 MW/643,8 MWh Sonnedix Librillo BESS Projekt.
- Innergex und Prevalon Energy nahmen das 42 MW/210 MWh San Andrés II BESS Projekt, ebenfalls in der Atacama-Region, in Betrieb.
Hintergrund: Energiespeicher in Chile
Chile hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu sein. Der Ausbau erneuerbarer Energien und Batteriespeichersysteme ist dabei von zentraler Bedeutung. Die Atacama-Wüste bietet mit ihrer hohen Sonneneinstrahlung ideale Bedingungen für Photovoltaikanlagen, deren intermittierende Stromerzeugung durch Batteriespeicher ausgeglichen werden kann.
Die Zukunft der Energieversorgung in Chile
Die Projekte wie das von Zelestra tragen maßgeblich zur Transformation des chilenischen Energiesektors bei. Durch die Kombination von Solar- und Speichertechnologien kann Chile seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter reduzieren und eine nachhaltige, stabile Energieversorgung sicherstellen. Die Inbetriebnahme des Aurora-Projekts ist ein klares Signal für die weltweite Energiewende und Chiles Vorreiterrolle in Lateinamerika.
Die Entwicklung und Implementierung solcher groß angelegten Energiespeicherlösungen ist entscheidend für die globale Energiewende. Sie ermöglichen es, die Vorteile erneuerbarer Energien voll auszuschöpfen und gleichzeitig die Herausforderungen der Netzintegration zu meistern. Chiles Engagement in diesem Bereich setzt ein wichtiges Beispiel für andere Länder.





