BLT Energy, ein Entwickler aus Perth, hat die Genehmigung für sein 800 MW/4.800 MWh Red Gully Batteriespeichersystem (BESS) erhalten. Diese Entscheidung des Regional Development Assessment Panel in Western Australia ist ein wichtiger Schritt für die saubere Energiezukunft der Region. Das Projekt soll in Phasen realisiert werden und wird eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des Stromnetzes spielen.
Wichtige Fakten
- 800 MW/4.800 MWh: Gesamtkapazität des Red Gully BESS nach Abschluss aller Phasen.
- Phase 1: Startet mit 400 MW Leistung und 2.400 MWh Speicherkapazität.
- Standort: Shire of Gingin, nahe Western Powers Regans Terminal.
- Ziel: Unterstützung der Energiewende und Ersatz von Kohlekraftwerken bis 2030.
- Rekord: Westaustralien erreicht Spitzenwerte bei der Batteriespeicherintegration.
Ein Meilenstein für die Energieversorgung
Die Genehmigung für das Red Gully Projekt markiert einen bedeutenden Fortschritt für die Energieinfrastruktur Westaustraliens. Dieses System ist darauf ausgelegt, das South West Interconnected System (SWIS) zu stärken und die Integration erneuerbarer Energien zu fördern. Die erste Phase des Projekts wird 400 Megawatt Leistung und 2.400 Megawattstunden Speicherkapazität bereitstellen.
Der Standort im Shire of Gingin, direkt neben dem in Bau befindlichen Regans Terminal von Western Power, ist strategisch gewählt. Dies ermöglicht es Red Gully, das 'Clean Energy Link-North' Übertragungsnetz-Upgrade-Programm des Bundesstaates direkt zu ergänzen. Die Nähe zu dieser wichtigen Infrastruktur ist entscheidend für die Effizienz des Systems.
Interessanter Fakt
Im Mai 2026 deckten Batteriespeicher im SWIS einen Rekordwert von 37,2 % der Spitzenlast ab. Dies ist einer der höchsten Werte weltweit für ein isoliertes Netz.
Zeitplan und Ziele
BLT Energy plant, nach der Genehmigung die detaillierte technische Planung und die Finanzierung für Phase 1 voranzutreiben. Das Unternehmen arbeitet eng mit der Gemeinde Gingin, der lokalen Bevölkerung und den traditionellen Eigentümern zusammen, um die Vorteile des Projekts über seine gesamte Lebensdauer zu definieren. Die Inbetriebnahme wird für die Jahre 2028-2029 angestrebt.
Dieser Zeitplan ist strategisch auf die geplante Stilllegung der staatlichen Kohlekraftwerke bis 2030 abgestimmt. Das Red Gully Projekt soll einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Versorgungssicherheit nach dem Ausstieg aus der Kohleverstromung zu gewährleisten und die Klimaziele des Bundesstaates zu erreichen.
„Die Genehmigung ist ein wichtiger Meilenstein für das Projekt und Western Australias saubere Energiezukunft.“
Westaustralien als Vorreiter im Batteriespeicherbereich
Der westaustralische Strommarkt zeigt eine bemerkenswerte Entwicklung bei der Integration von Batteriespeichern. Hier werden Rekorde in einer Geschwindigkeit aufgestellt, die in anderen Teilen des Landes nicht zu beobachten ist. Diese schnelle Entwicklung unterstreicht das Engagement des Bundesstaates für erneuerbare Energien und Speichersysteme.
Im Mai 2026 lieferten Batteriespeicher im SWIS bereits 37,2 % der Spitzenlast. Dies ist ein beeindruckender Wert, der die wachsende Bedeutung dieser Technologie hervorhebt. Dies geschah an einem Tag, an dem erneuerbare Energien 78 % der Stromerzeugung ausmachten.
Hintergrundinformation
Das South West Interconnected System (SWIS) ist das größte isolierte Stromnetz Australiens. Es versorgt den größten Teil der Bevölkerung Westaustraliens und ist entscheidend für die Energieversorgung der Region.
Aktuelle Vergleichswerte
Der aktuelle Maßstab für Batteriespeicher in Westaustralien ist das Collie BESS von Synergy. Dieses System hat eine Leistung von 500 MW und eine Speicherkapazität von 2.400 MWh. Es wurde Anfang 2026 in Betrieb genommen und ist Australiens größtes operatives Batteriespeichersystem.
Das Collie BESS nutzt CATLs containerisierte LFP-Technologie, verteilt auf 640 Batteriecontainer und 160 Wechselrichtereinheiten. Zusammen mit Synergys beiden Kwinana-Projekten übersteigt das Speicherportfolio des staatlichen Versorgers bereits 3.500 MWh allein im SWIS. Mit seiner geplanten Kapazität von 4.800 MWh wird Red Gully diesen Maßstab übertreffen und zum größten Batteriespeicherprojekt in Westaustralien werden.
Rolle des Capacity Investment Scheme (CIS)
Das Capacity Investment Scheme (CIS) ist das Hauptbeschaffungsinstrument, das den Ausbau der Speicherinfrastruktur in Westaustralien beschleunigt. Im Mai 2026 wurden im Rahmen der CIS-Ausschreibungen 5 und 6 Verträge für zehn Projekte vergeben. Diese Projekte umfassen 1,886 GW erneuerbare Energieerzeugung und 3,683 GWh eigenständige Batteriespeicher.
Dies entspricht einer Investition von 5 Milliarden AUD (ca. 3,51 Milliarden US-Dollar) in neue Infrastruktur und schafft mehr als 7.000 Arbeitsplätze im Bauwesen. Zu den Projekten gehören Neoens 200 MW/1,6 GWh Yathroo BESS und ein 200 MW/1.518 MWh Collie Batterie- und Solar-Hybridprojekt von Enpowered und Plenary Group. Alle diese Projekte sollen bis 2030 in Betrieb gehen, um mit den Stilllegungen der Kohlekraftwerke zusammenzufallen.
- CIS Ausschreibungen 5 & 6: 10 Projekte genehmigt.
- Erneuerbare Energie: 1,886 GW zusätzliche Erzeugung.
- Batteriespeicher: 3,683 GWh zusätzliche Speicherkapazität.
- Investition: 5 Milliarden AUD (3,51 Milliarden USD).
- Arbeitsplätze: Über 7.000 im Bauwesen.
Die Entwicklung des Red Gully BESS ist ein klares Zeichen für das starke Engagement Westaustraliens in der globalen Energiewende. Es zeigt, wie der Bundesstaat durch gezielte Investitionen und strategische Planung seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert und gleichzeitig die Versorgungssicherheit erhöht. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie diese ehrgeizigen Projekte die Energielandschaft der Region nachhaltig prägen werden.





