Qcells hat einen wichtigen Schritt für die US-amerikanische Energiewende gemacht. Das Unternehmen stellte am 7. Mai sein erstes in den USA montiertes Batteriespeichersystem für Privathaushalte vor. Die Montage erfolgt im Werk von Jabil in Auburn Hills, Michigan. Dies markiert einen entscheidenden Moment für die Stärkung der heimischen Lieferketten für erneuerbare Energien in den Vereinigten Staaten.
Wichtige Erkenntnisse
- Qcells montiert sein Q.HOME CORE G3 Heimspeichersystem nun in Michigan, USA.
- Das System nutzt Lithium-Eisenphosphat-Zellen und bietet eine Kapazität von 13,1 kWh bis 26,2 kWh.
- Diese Initiative stärkt die US-amerikanische Lieferkette für erneuerbare Energien.
- Qcells hat bereits 17 Millionen US-Dollar in die Fertigung von Solar- und Speicherlösungen in Michigan investiert.
- Die Partnerschaft mit LG Energy Solution Vertech sichert weitere 5 GWh an US-produzierten Speicherprodukten.
Ein wichtiger Schritt für die heimische Produktion
Das neue Batteriespeichersystem, bekannt als Q.HOME CORE G3, ist eine Version der dritten Generation der Qcells-Speichersysteme. Es ist speziell darauf ausgelegt, die Anforderungen an inländische Produkte zu erfüllen. Die Montage in Michigan unterstreicht das Engagement von Qcells, die Produktion von Schlüsselkomponenten für erneuerbare Energien in die USA zu verlagern.
Das System verwendet Lithium-Eisenphosphat (LFP)-Zellen, die für ihre Sicherheit und Langlebigkeit bekannt sind. Die Speicherkapazität des Q.HOME CORE G3 reicht von 13,1 kWh bis 26,2 kWh. Dies ermöglicht es Haushalten, ihren Energiebedarf flexibel zu decken und die Abhängigkeit vom Stromnetz zu reduzieren.
Faktencheck
- Produktname: Q.HOME CORE G3
- Produktionsstandort: Auburn Hills, Michigan, USA (Jabil-Werk)
- Zellchemie: Lithium-Eisenphosphat (LFP)
- Speicherkapazität: 13,1 kWh - 26,2 kWh
- Investition in Michigan: 17 Millionen US-Dollar in Solar-plus-Speicher-Fertigung
Strategische Partnerschaften und Investitionen
Die Einführung des Q.HOME CORE G3 in den USA ist Teil einer umfassenderen Strategie. Qcells, ursprünglich ein deutscher Solarmodulhersteller, wurde 2012 von der südkoreanischen Hanwha Group übernommen. Seitdem hat das Unternehmen seine Präsenz in den USA massiv ausgebaut.
Im Februar dieses Jahres gaben Qcells und LG ES Vertech, eine US-amerikanische Systemintegrator-Tochtergesellschaft von LG Energy Solution, eine mehrjährige Partnerschaft bekannt. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird LG ES Vertech von 2028 bis 2030 5 GWh an in den USA hergestellten Energiespeicherprodukten und Lebenszyklusdienstleistungen für die EPC-Projekte von Qcells bereitstellen.
„Diese Zusammenarbeit spiegelt unser Engagement wider, unsere Lieferkette für erneuerbare Energien in die USA zu verlagern“, so ein Sprecher von Qcells.
Diese jüngste Ankündigung baut auf einer bestehenden Kooperation zwischen den beiden Unternehmen auf. Jabil montiert bereits Qcells-Mikrowechselrichter in Michigan, die in den AC-Solarmodulprodukten von Qcells verwendet werden. Qcells und Hanwha haben nach eigenen Angaben insgesamt 17 Millionen US-Dollar in die Fertigung von Solar-plus-Speicherlösungen in Michigan investiert.
Stärkung der US-Lieferkette
Qcells betont sein Engagement für die Stärkung der heimischen Lieferketten für erneuerbare Energien. In Georgia hat das Unternehmen fast 3 Milliarden US-Dollar investiert. Dort entsteht eine einzigartige Fabrik in Cartersville, die wichtige Solarkomponenten – Ingots, Wafer, Zellen und Module – unter einem Dach produzieren wird.
Das Q.HOME CORE G3 ist zudem kompatibel mit den AC-Modulprodukten von Qcells, Q.PEAK DUO AC und Q.TRON AC. Beide werden in Georgia montiert und verfügen über integrierte Mikrowechselrichter aus Michigan. Diese vertikale Integration der Produktion innerhalb der USA ist ein Kernstück der Strategie von Qcells.
Hintergrund der US-Politik
Die US-Regierung hat Maßnahmen ergriffen, um die heimischen Lieferketten zu stärken. Investitionsanreize und Zölle auf chinesische Batterien sollen die Produktion im Inland fördern. Im vergangenen Jahr wurden die Regeln für den Produktionssteuergutschrift (PTC) und den Investitionssteuergutschrift (ITC) geändert. Der 'One, Big, Beautiful Bill Act' (OBBBA) verhängte Beschränkungen für Materialhilfe von ausländischen Unternehmen, die als bedenklich eingestuft werden, insbesondere chinesische Firmen.
Diese Änderungen haben neue Möglichkeiten für südkoreanische Batteriehersteller wie LG Energy Solution, Samsung SDI und SK On geschaffen. Diese Unternehmen haben bereits Investitionen in US-amerikanische EV-Batterieproduktionsstätten zugesagt.
Globale Präsenz und zukünftige Projekte
Neben dem US-Markt ist Qcells auch in anderen Regionen aktiv. Im März 2025 unterzeichneten Nofar USA, eine Tochtergesellschaft von Nofar Energy, und Qcells eine Vereinbarung zur Entwicklung und zum Bau von zwei Batteriespeichersystemprojekten in Texas. Diese Projekte sollen eine Gesamtkapazität von 350 MW/700 MWh umfassen.
Die Expansion von Qcells in den USA und die strategischen Partnerschaften sind ein klares Zeichen für das Wachstum des Marktes für erneuerbare Energien. Die heimische Produktion von Schlüsselkomponenten trägt dazu bei, die Energiesicherheit zu verbessern und die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten zu verringern. Verbraucher profitieren von robusteren und nachhaltigeren Energielösungen für ihre Haushalte.
Die kontinuierlichen Investitionen und die Entwicklung neuer Technologien positionieren Qcells als einen führenden Akteur in der globalen Energiewende. Besonders die Fokussierung auf die USA schafft Arbeitsplätze und fördert technologische Innovationen im Land.





